Gewinnerinnen und Gewinner

Nahezu sechzig Filme von beeindruckender Qualität wurden eingereicht und stellten die Jury vor die Herausforderung, nur den jeweils besten Film aus jedem Land auszuwählen.

Die Gewinnerinnen und Gewinner kommen aus Australien, Indonesien, Malaysia, Neuseeland, den Philippinen, Singapur und Vietnam. Zudem ging ein zusätzlicher Jurypreis an einen australischen Film.

Das Goethe-Institut Neuseeland hat die prämierten Filmemacherinnen und Filmemacher nach Wellington eingeladen, um einen gemeinsamen Smartphone-Kurzfilm zum Thema Öko-Tourismus zu produzieren.

Dieser wurde am 4. November 2019 als Weltpremiere im Embassy Theatre gezeigt. Auch präsentierten wir an diesem Abend die spannenden 3-5 Minuten langen Smartphone-Filme der Gewinnerinnen und Gewinner im Kinoformat. Darüber hinaus haben Expertinnen und Experten aus den Bereichen Klima, Tourismus, Kultur und Film über Herausforderungen und Chancen in Zeiten des Klimawandels und die Rolle der Kultur diskutiert.

Chains - Experimental Smartphone Film (Australien)

„Chains“ vergleicht und kontrastiert zwei Welten: Das stressige Leben in einer modernen Großstadt und die Ruhe der Natur auf dem Land. Der Film erkundet die einzelnen Umgebungen und lädt das Publikum zur Reflexion der eigenen Wahrnehmungen ein.

#Nucleus - Gewinner - Chains
Regisseur: Michael Hollis ist ein Filmemacher, der vorher an Independent Kurzfilmen, Sketches und Studierendenprojekten gearbeitet hat. Im Jahr 2018 hat er „Baker’s Delight“ geschrieben und Regie geführt, bei dem Comedy-Slasher „The Sound of Death“ hat er im Team mitgearbeitet. Er bemüht sich, ständig Inhalte zu produzieren und Neues zwischen seinen größeren Projekten zu schaffen.

Michael Hollis © Lewis Warner

​Bandung Park Hopping (Indonesien)

Indonesien, mit einer hohen Anzahl großer Städte, hat schon viele Bemühungen unternommen, das Problem der Luftverschmutzung anzugehen. Bandung, als eine der kreativen Städte, hat dabei einen einzigartigen Ansatz entwickelt, öffentliche Plätze zu Erlebnisparks umzugestalten. So wurde Vegetation gepflanzt um Sauerstoff zu produzieren, die Temperatur zu kühlen und um die jeweiligen Thematiken des Parks zu unterstützen.

#Nucleus - Gewinner - Bandung Park Hopping
Credits: Fauzhyana Sharifa & Nabil Azizi – Regie, Fauzhyana Sharifa & Nabil Azizi – Drehbuch, Fauzhyana Sharifa & Nabil Azizi – Produzent, Nabil Azizi – Cast, Tigapagi – Musik “The Way”, Mamerico – Musik “Waltz For Hulot”

Regisseur*in: Nabil Azizi & Fauzhyana Sharifa
Nabil Azizi, geboren am 21. Oktober 1998 in Jakarta, studiert Innenarchitektur und lebt in Bandung, Indonesien. Er entdeckt gerne Orte, die von der Regierung gestaltet und zur Verfügung gestellt werden. Öffentliche Einrichtungen bestimmen für ihn, wie lebenswert eine Stadt für den Menschen ist.

Fauzhyana Sharifa wurde am 28. Januar 1999 in Jakarta geboren. Sie studiert Visuelle Kommunikation und lebt in Bandung, Indonesien. Sie kommuniziert durch Photographie und Film. Ihre Kreationen konzentrieren sich auf die Enthüllung von Kultur und auf die Menschen, die Geschichten zu erzählen haben.
 
Fauzhyana Sharifa, Nabil Azizi © Nabil Azizi

Once upon a time (Malaysia)

Der Film handelt von einer verlorenen Liebe, die ein Vater versucht, aus der Vergangenheit zurückzugewinnen. Diese Liebe verbindet er mit Bäumen, welche ihn an die Zeit erinnert, die die beiden zuletzt zusammen verbracht haben.

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Credits: Wahh Afif – Regie, Nik Dafli – Regie, Amirul Firdaus – Drehbuch, Amirul Firdaus – Produzent, Nik Fadli – Cast

Produzent: Amirul Firdaus wurde am 23. Januar 1990 in Kuala Lumpur geboren. Er ist chinesischer, kadazanischer, und malaysischer Herkunft. Amirul Firdaus ist hauptberuflich Architekt und Ingenieur und arbeitet zudem nebenbei als Photograph. Er liebt das Visuelle und findet Inspiration in seiner Umgebung. Seine Freizeit gestaltet er mit Filme schauen, zeichnen und Fahrrad fahren. Sein Kurzfilm “Once upon a time” ist sein Filmdebut.

Amirul Firdaus © Amirul Firdaus

​Mānuka (Neuseeland)

Die Mānuka gehört zu Neuseelands häufigsten einheimischen Bäumen. Geschätzt für ihre vielen heilenden, medizinischen Eigenschaften, als auch ihrer natürlichen Regenerationsfähigkeit, ist die Mānuka ein wichtiges, ökologisches Gut. Dieser Film erforscht die Mānuka Pflanze und ihre Beziehung zu verschiedenen ökologischen Restaurierungsformen.

#Nucleus - Manuka - New Zealand
Regisseurin: Sarah Davis (1997) ist eine multi-mediale Künstlerin und Photographin, die in Auckland, Neuseeland, lebt und arbeitet. Derzeit absolviert sie ihren Bachelor am „Whitecliffe College of Arts and Design“ in der bildenden Kunst mit dem Hauptfach Photographie und Medienkunst. Sie interessiert sich für Photographie und Bewegtbilder, in der sie das Unsichtbare und Übersehende enthüllt. Ihre derzeitige Praxis ist die Erforschung von Ideen rund um die Ökologie sowie Neuseelands einheimische Pflanzen, mit dem Fokus auf restaurativen, ökologischen Bemühungen im Zeitalter des Klimawandels und der anthropogenen Entwicklung.
 
Sarah Davis © Fiona Davis

​Alocasia (Phillipinen)

In dem Kurzfilm „Alocasia“ erzählt die gleichnamige junge Frau, wie ihre Nachbarschaft durch den Einfluss des Menschen beeinträchtigt wird. Alocasia ist auch der Name einer einheimischen Pflanze. Der Film beschreibt einen Wendepunkt in ihrem Leben, an dem sie beschließt, sich zu verändern, in der Hoffnung, dass sich die Auswirkungen umdrehen, damit Mensch und Natur koexistieren können.

#Nucleus - Gewinner - Alocasia
Credits: Loyd Doron – Regie, Carson McGill – Drehbuch, Loyd Doron – Produzent, Leiam Mae Fernando – Cast “Alocasia”, Loyd Doron – Schnitt

Regisseur: Loyd Doron, geboren am 2. April 2000, ist ein aufstrebender Filmemacher aus Süd Leyte, den Philippinen. Er kreiert inspirierende Inhalte für das Internet und hofft ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, in dem sein Publikum zum Nachdenken angeregt wird. Loyd Doron hofft, dass er mit seiner Leidenschaft des Filmemachens und seiner einzigartigen Art des Geschichtenerzählens, eines Tages auf der großen Leinwand zu sehen sein wird, wo er seine Passion mit der ganzen Welt teilen kann.
 
Loyd Doron © Loyd Doron

​Gaia (Singapur)

Der Film folgt dem Forscherteam eines düsteren Unternehmens, welches nach einer Lösung für eine unbekannte Krise sucht, mit der die Menschheit konfrontiert ist. Das Forscherteam glaubt, ein Zufluchtsort für das menschliche Überleben gefunden zu haben in einer abgelegenen Gegend vor der Küste Singapurs. Dort werden sie von psychologischen Unruhen heimgesucht, die von Pflanzen verursacht werden, die sich gegen das Ziel des Unternehmens wehren, alle natürlichen Ressourcen für den menschlichen Nutzen zu nutzen. Wenn Gaia real wäre, würde sie dann Menschen als Teil ihres Systems wollen?

#Nucleus - Gaia - Singapore
Credits: Tejas Ewing – Regie, Tejas Ewing – Drehbuch, Jeremy Ward – Cast, Akhil Atluri – Cast, Aryan Sarswat – Cast, Sujay Bangale – Cast, Deepesh Vasudev – Cast, Deepesh Vasudev – Schnitt, Richard Cooper – Musik, Deepesh Vasudev – Produzent

Regisseur: Tejas Ewing ist ein Filmemacher, Journalist, Autor und CEO von Ewing Communications. Tejas spezialisiert sich auf innovative Lernprogramme für NGOs, akademische sowie staatliche Institutionen. Er studierte an der „Prague Film School“ und hat als Regisseur an mehr als 15 Kurzfilmen mitgewirkt. Darunter sind Filme, die in Singapur, Kanada und Großbritannien preisgekrönt oder nominiert wurden. Ewing hat eine große Leidenschaft für das Geschichtenerzählen, die sein Publikum zum Nachdenken von sozialen und ökologischen Themen anregen soll.
 
Tejas Ewing © Tejas Ewing

​Not just a tree (Vietnam)

Der Kurzfilm basiert auf die Idee, dass Menschen in Großstädten kein Interesse an Pflanzen und Bäumen in ihrer Umgebung haben. Viele dieser Menschen realisieren nicht, wie wenig Pflanzen in ihrer überfüllten Stadt übrig geblieben sind. Anstatt mehr über die Bäume um sie herum zu erfahren, neigen die Menschen dazu Bäume zu fällen, um Platz für etwas anderes zu schaffen.

#Nucleus - Not just a tree
Regisseur: Huy Tam Dang ist ein leidenschaftlicher Filmemacher: Er eignete sich über die Jahre Wissen in der Photographie und Kinematographie an. Um dieses Wissen zu verstärken und sich zu verbessern, nimmt er an Onlinekursen von Youtube, Coursera oder Udemy teil, aber auch an Workshops und Seminaren.
 
Huy Tam Dang © Thai Cam Han

Dog Fruit (Australien) - Jury Award

Die Ökokriegerin „Frau Ticklebottom“ gerät in eine sehr schwierige Situation und steht vor ihrer bislang größten Herausforderung: mit Hundekot auf der Straße umzugehen. Hundekot auf den Straßen ist schlecht für unsere Wasserstraßen, unsere Ozeane und unsere Schuhe. Die Geschichte wird ohne Dialog erzählt und fokussiert sich auf das starke visuelle Bild eines Glases mit Hundekot, welches den Ausgangspukt der Geschichte bildet.

#Nucleus - Gewinner - Dog Fruit
Credits: Andrew Robb – Regie, Jessica Gerger – Regie, Jessica Gerger and Andrew Robb – Drehbuch, Andrew Robb – Produzent, Jessica Gerger – Cast “Mrs Ticklebottom”, Andrew Robb – Cast “Man”

Regisseur*in: Andrew Robb & Jessica Gerger produzieren seit 15 Jahren Kurzfilme. Ursprünglich aus Canberra, arbeitete Andrew als Schauspieler in Großbritannien, darunter als „Mr. Bruce the Aussie Tourist“ in „The Basil Bush Show“. Er produzierte außerdem die australische Kult-Hit Komödie „The Vegemite Tales“ in Londons West End, bevor er zurück ins sonnige Melbourne zog.
Jessica, die als Schauspielerin an dem „Drama Centre London“ ausgebildet wurde, hatte eine erfolgreiche Fernseh- und Bühnenkarriere. Jessica kommt aus einer Familie bestehend aus Performance-Künstlerinnen und Künstlern sowie Regisseurinnen und Regisseuren und hat ihre Leidenschaft für die Umwelt und Performance mit ihrem Kinderbuch- und Theatercharakter „Mrs. Ticklebottom“ kombiniert.
 
Andrew Robb & Jessica Gerger © Andrew Robb