macht.sprache. & Artificially Correct: Diskussion mit Amy Zayed und Khairani Barokka

Sprache kann diskriminierend sein und diskriminierende Strukturen untermauern. Um die vielen Probleme anzugehen, die sich daraus ergeben, ist es notwendig, eine Sensibilität dafür zu entwickeln, wie Diskriminierung durch Sprache passiert. Auf der Grundlage des Fachwissens der eingeladenen Referentinnen wird sich diese Veranstaltung auf Begrifflichkeiten rund um verschiedene Machtdimensionen konzentrieren, z.B. Race und BeHinderung in verschiedenen geografischen und beruflichen Kontexten.

Wir laden euch herzlich zu einer Diskussion über den Umgang mit politisch sensibler Sprache ein.

Referentinnen: Amy Zayed und Khairani Barokka
Moderation: Lisa Nechutnys


Amy Zayed wurde 1974 in Paderborn geboren. Mit 14 machte sie ihre ersten Radioerfahrungen beim britischen Soldatensender BFBS, wo sie bis 2008 als freie Mitarbeiterin tätig war. Nach dem Abitur studierte Amy Zayed Englisch, Französisch und Philosophie auf Magister an der Uni Bielefeld. Zwischendrin arbeitete sie beim Bielefelder Uniradio, gehörte zu den Gründungsmitgliedern des deutschlandweiten Campusradio Musiknetzwerk und arbeitete als freie Mitarbeiterin bei WDR 1Live. 2004 folgte ihr WDR-Volontariat. Momentan arbeitet Amy Zayed als freie Journalistin primär für den Hörfunk, aber sie erarbeitet ebenfalls gerne Print und Onlineformate mit Bezug auf Kultur und Musik für deutsche und britische Auftraggeber. Für Die Neue Norm schrieb sie beispielsweise einen autobiographischen Beitrag darüber, behindert und of Color zu sein. Seit September 2020 verantwortet sie den John Sinclair Podcast für den Verlag Bastei Luebbe.

Dr. Khairani Barokka ist eine behinderte minang-javanesische Schriftstellerin und Künstlerin aus Jakarta, deren Werke bereits internationale Bekanntheit erlangten. Im Mittelpunkt von Okkas Arbeit steht Behindertengerechtigkeit als antikoloniale Praxis. Derzeit ist sie Forschungsstipendiatin an der University of the Arts London, Associate Artist bei der Delfina Foundation und Associate Artist am National Centre for Writing (UK). Sie wurde unter anderem als Modern Poetry in Translation’s Inaugural Poet-in-Residence ausgezeichnet, als UNFPA Indonesian Young Leader Driving Social Change für Kunstpraxis und Forschung, als Artforum Must-See und als NYU Tisch Departmental Fellow. Sie veröffentlichte die Bücher Indigenous Species (Tilted Axis) und Rope (Nine Arches) und sie ist Mitherausgeberin von Stairs and Whispers: D/deaf and Disabled Poets Write Back (Nine Arches). Gerade hat sie das Buch Ultimatum Orangutan (Nine Arches) veröffentlicht.

Am Dienstag, den 12.10. um 19:00 Uhr (CET), laden wir euch zu der Diskussion auf Zoom ein. 
Hier geht’s zur Registrierung.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet auf Englisch statt. Eine Verdolmetschung ins Deutsche sowie in englische Gebärdensprache steht zur Verfügung. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von poco.lit. und den Goethe-Instituten der Region Nordwesteuropa.

Das Goethe-Institut führt aktuell das Projekt Artificially Correct durch, dass zum Ziel hat, mit Expert*innen ein Tool zu entwickeln, das den Bias in Übersetzungen minimiert. Das Projekt möchte die Stellung von Übersetzer'innen und einen bewussten Umgang mit Übersetzungsmaschinen stärken und in diese die Realität möglichst vieler Menschen inkludieren.  

poco.lit. führt aktuell das Projekt macht.sprache. durch. macht.sprache. wird eine App entwickeln, um politisch sensibles Übersetzen zwischen den Sprachen Englisch und Deutsch zu fördern. Die App entsteht in einem einjährigen kollaborativen Prozess. Zunächst können Interessierte an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen und auf der digitalen Plattform machtsprache.de politisch sensible Begriffe sammeln und über Übersetzungsbeispiele diskutieren.