We...Wei...What? #14 Rückblick 2021: Das Weibo-ABC

Rückblick 2021: Das Weibo-ABC © yì magazìn

2021 war ein ereignisreiches Jahr im chinesischen Internet. Covid19 war erwartungsgemäß wieder eins der größten Themen, aber 2021 war auch das Jahr des 100-jährigen Jubiläums der Kommunistischen Partei, wachsender Spannungen zwischen China und den USA und der Flutkatastrophe in Henan. Aber neben diesen großen Ereignissen gab es noch viele weitere Themen, die dieses Jahr zwischendurch die chinesischen sozialen Medien dominiert haben. Ein Rückblick von A bis Z.

A steht für: Alaska-Gespräche

Dolmetscherin Zhang Jing (hinten) Dolmetscherin Zhang Jing (hinten) | © DW News 2021 Die US-chinesischen Regierungsgespräche in Anchorage, Alaska waren im März 2021 ein viel diskutiertes Thema im chinesischen Internet. Es war das erste große Treffen zwischen China und der neuen Biden-Regierung. Weil der Austausch zwischendurch ziemlich konfrontativ war, sprachen manche gar von einem „diplomatischen Eklat”.

Während es in der internationalen Berichterstattung vor allem um die Regierungsgespräche selbst und deren Folgen für die US-chinesischen Beziehungen ging, wurde im chinesischen Internet viel über Dolmetscherin Zhang Jing (张京) gesprochen, die sich immer wieder hektisch Notizen machte und keine Probleme hatte, die langen Redebeiträge der Top-Diplomaten Wang Yi (王毅) und Yang Jiechi (杨洁篪) zu übersetzen.

Ein anderes Thema war Yang Jiechis „Nudel-Gate”: Das staatliche Nachrichtenportal CGTN veröffentlichte ein Video, in dem ein kurzer Austausch zwischen Staatsrat Yang Jiechi und Außenminister Wang Yi zu sehen ist. Auf dessen Frage, ob er zu Mittag gegessen habe, antwortet Yang Jiechi: „Ja, Instant-Nudeln.”
Nudel-Gate Nudel-Gate | © CGTN 2021

„Nudel-Gate” wurde in China als Zeichen fehlender amerikanischer Etiquette gedeutet. Für die chinesischen Diplomaten wurde kein formales Abendessen arrangiert und angesichts der strengen Covid-Bestimmungen waren viele chinesische Netizens der Meinung, die Amerikaner hätten gastfreundlicher sein sollen.

B steht für: Battle at Lake Changjin

Kampf unter widrigen Bedingungen: <i>Die Schlacht von Changjin</i> Kampf unter widrigen Bedingungen: Die Schlacht von Changjin | Bild: Screenshot

Der chinesische Blockbuster Battle at Lake Changjin kam im Herbst 2021 in die Kinos und ist einer der finanziell erfolgreichsten chinesischen Filme aller Zeiten, der seit dem Kinostart alle möglichen Rekorde brechen konnte.

Der Film zeigt aus chinesischer Perspektive, wie im Korea-Krieg (1950-1953) die Chinesische 9. Armee am Chosin-Reservoir in einer massiven Bodenschlacht die US-Amerikaner besiegen konnte.

Der Film war ein viel diskutiertes Thema im chinesischen Internet, nicht nur wegen des beispiellosen Produktionsbudgets, sondern auch weil der Film in Zeiten von immer stärkerem chinesischen Nationalismus und wachsenden Spannungen zwischen China und den USA mit seiner Thematik gut beim chinesischen Publikum ankam.

Viele Kinobesucher teilten in den chinesischen sozialen Netzwerken ihre Gedanken und Gefühle zum Film. Manche posteten sogar Fotos oder Videos, wie sie gefrorene Kartoffeln verspeisten – aus Solidarität mit den Soldaten im Film, die im Krieg zeitweise nichts anderes zu essen hatten. In anderen Posts war zu sehen, wie Kinobesucher nach dem Film aufstanden und salutierten.

Mehr dazu in We…Wei…What? #12.

C steht für: Call Me By Fire

Call Me By Fire Call Me By Fire | © MGTV 2021

Die Reality-Show Call Me By Fire (披荆斩棘的哥哥) mit ausschließlich männlichen Teilnehmern war einer der großen TV-Erfolge in diesem Jahr. Weibo-Hashtags mit Bezug zur Show haben zusammengenommen unglaubliche 12 Milliarden Views.

An Call Me By Fire nahmen 33 chinesische Promis teil und die Show bekam aus verschiedenen Gründen viel Aufmerksamkeit. Der Teilnehmer Li Chengxuan (李承铉) sorgte für Diskussionsstoff, weil er sich über die Herausforderungen des Vollzeit-Vaterdaseins und über seine Depressionen äußerte. Der 55-jährige taiwanische Sänger Lin Zhixuan (林志炫) nahm auch an der Show teil und fiel bei Dreharbeiten von der Bühne. Ein anderer Teilnehmer, der chinesische Sänger Huo Zun (霍尊), schied aus, nachdem seine Freundin ihn öffentlich des Fremdgehens beschuldigt und private WeChat-Unterhaltungen veröffentlicht hatte, in denen er sich kritisch zur Show äußert.

Die Kantonesisch sprechenden Promis der Show bekamen auch einige Aufmerksamkeit und sorgten für erhöhtes Interesse an der kulturell kantonesisch geprägten Greater Bay Area im Süden Chinas.

D steht für: Dearest

Dearest Dearest | © We Pictures Ltd. 2014 Der chinesische Film Dearest aus dem Jahr 2014 war dieses Jahr wieder Thema, weil das Drehbuch auf der wahren Geschichte einer Familie beruht, die 2021 wieder in den Schlagzeilen war.

In Dearest geht es um ein geschiedenes Ehepaar aus Shenzhen, das mit dem Verschwinden des eigenen Sohnes zu kämpfen hat. Der Film beruht auf der Geschichte von Sun Zhuo, der 2007 im Alter von vier Jahren entführt wurde. Seine Eltern gaben die Hoffnung nie auf und führten die Suche jahrelang weiter.

Nach langem Bemühungen wurde Sun 2021 mithilfe der Behörden und durch neue Gesichtserkennungstechnik endlich gefunden. Allerdings wollte Sun nicht zurück zu seinen biologischen Eltern, sondern lieber weiter mit seinen Adoptiveltern leben, die seit über zehn Jahren für ihn sorgen.

Die Geschichte führte zu einigen Online-Diskussionen und erzeugte mehr Bewusstsein für die Schicksale von Eltern, deren einziges Kind entführt wurde. In einem Interview sagte der leibliche Vater von Sun: „Mein größter Wunsch für 2022 ist, dass alle entführten Kinder endlich wiedergefunden werden.”

E steht für: EDG-Weltmeistertitel

China’s Edward Gaming (EDG) China’s Edward Gaming (EDG) | Bild: Screenshot

Menschen in ganz China erfreuten sich am Sieg von China’s Edward Gaming (EDG) bei der League-of-Legends-Weltmeisterschaft im November 2021. Der Hashtag „EDG gewinnt Weltmeisterschaft” (#EDG夺冠#) hat auf Weibo über 3,7 Milliarden Views und für viele Netizens war der Sieg eins der Highlights dieses Jahres.

Nach dem Sieg von Invictus Gaming 2018 ist EDG das zweite chinesische Team, das die League-of-Legends-Weltmeisterschaft gewonnen hat. League of Legends (kurz: LoL) ist ein Online-Spiel, in dem zwei Teams in einer Arena gegeneinander antreten und durch das Sammeln von Erfahrungspunkten und Gegenständen über den Verlauf einer Runde immer stärker werden, um die Basis des Gegners zu zerstören. In einem spannenden Finale konnte sich das chinesische Team EDG gegen erfahrungsgemäß starke koreanische Gegenspieler durchsetzen.
Studenten nach dem EDG-Sieg Studenten nach dem EDG-Sieg | Bild: Screenshot Nach dem Sieg kursierten überall im chinesischen Internet Videos von feiernden Fans in Studierendenwohnheimen und anderswo. In Xianyang ersetzten feiernde Studierende sogar im Siegesrausch die Nationalflagge vor ihrem Wohnheim mit einer Flagge von EDG. Andere Videos zeigten, wie Fans nach dem unerwarteten Sieg ihre verlorenen Wetten einlösten, zum Beispiel indem sie nackt draußen rumliefen oder einen Schluck Klowasser tranken.

F steht für: Flutkatastrophen

We...Wei...What? #10 We...Wei...What? #10 | © yì magazìn

Verschiedene Regionen Chinas wurden 2021 von massiven Regenfällen und verheerenden Fluten heimgesucht. Eine der schlimmsten Flutkatastrophen ereignete sich im Juli in der Provinz Henan, wo in der Stadt Zhengzhou und den umliegenden Orten die schlimmsten Regenfälle aller Zeiten gemessen wurden.

Dramatische Szenen gingen im chinesischen Internet viral, unter anderem aus der U-Bahn-Linie 5, wo 500 Menschen in einem Zug eingesperrt das Wasser buchstäblich bis zum Hals stieg. Retter schafften es zum Zug und konnten den Großteil der Eingesperrten befreien, 14 Menschen kamen ums Leben.
U-Bahn-Linie 5 U-Bahn-Linie 5 | Bild: Screenshot Allein in Henan gab es insgesamt über 300 Todesopfer. Neben Henan wurden auch die Provinzen Hubei, Sichuan, Shanxi, Hebei und andere Gebiete von Fluten heimgesucht. In Shanxi waren mehr als 1,7 Millionen Menschen von den Fluten betroffen.

Mehr dazu in We…Wei…What? #10.

G steht für: Gansu-Marathon

Gansu-Marathon Gansu-Marathon | Bild: Screenshot

Tragische Szenen spielten sich im Mai 2021 in Baiyin, Provinz Gansu ab, wo 21 Langstreckenläufer bei einem Marathon in den Bergen von extremen Wetterverhältnissen überrascht wurden und ums Leben kamen.

Der Wettlauf begann am Morgen des 22. Mai mit 172 Teilnehmenden. Zwar hatten alle bereits Erfahrung mit extremen Langstreckenläufen, aber niemand war vorbereitet auf den Hagel, Eisregen und kalten Wind, der die Läufer am Nachmittag überraschte. Viele trugen nur kurze Hosen und T-Shirts und die dünnen Rettungsdecken, die einige dabei hatten, waren kein ausreichender Schutz gegen die plötzlich extrem niedrigen Temperaturen auf dem Berg. 700 Menschen waren an den Rettungsaktionen beteiligt, aber 21 Läufer überlebten das Unglück nicht.
Extremes Wetter auf dem Berg Extremes Wetter auf dem Berg | Bild: Screenshot Der Gansu-Marathon war eins der größten Themen im chinesischen Internet, nicht nur wegen der tragischen Vorfälle selbst, sondern auch weil viele wissen wollten: Handelt es sich um menschliches Versagen der Veranstalter oder ist das als Naturkatastrophe einzustufen?

Viele Teilnehmende verdanken örtlichen Hirten ihr Leben, die sich an den Rettungsaktionen beteiligten und den Laufenden in ihren Hütten Schutz und Wärme boten. Zum Jahresende wird in den chinesischen Medien und im Internet immer noch das Ausmaß der Tragödie und die Hilfsbereitschaft der örtlichen Hirten reflektiert.

H steht für: Hongxing Erke

Hongxing Erke Hongxing Erke | © Ellemen 2021

Niemand hätte erwartet, dass Hongxing Erke (鸿星尔克, a.k.a. Erke) irgendwann mal der beliebteste Hersteller von Sportbekleidung in China wird. Erke war schließlich nur eine relativ unbekannte Marke mit mäßigem Erfolg in den letzten Jahren, besonders im Vergleich zu bekannteren chinesischen Marken wie Lining und Anta oder internationalen Herstellern.

All das änderte sich im Juli 2021, als Erke unglaubliche 50 Millionen Yuan (6,9 Millionen Euro) an die Flutkatastrophenhilfe in Henan spendete. Mit der Spende erregte Erke im chinesischen Internet viel Aufmerksamkeit, weil der Hersteller vorher relativ unbekannt war und nicht besonders profitabel zu sein schien. Nach der scheinbar selbstlosen Spende ging der Online-Absatz von Erke durch die Decke, weil sich viele mit der Marke solidarisierten. Alle wollten nun diesen großzügigen und patriotischen Hersteller unterstützen. Sportartikel von Erke fanden online reißenden Absatz, aber auch die Ladengeschäfte waren plötzlich extrem gut besucht und vielerorts schnell ausverkauft. In diversen Posts konnte man sogar eine Verkäuferin sehen, die von dem großen unerwarteten Andrang zu Tränen gerührt war.

Erke wurde sogar noch beliebter, nachdem von dem Hersteller eine Million Yuan (139.000 Euro) an das Provinzmuseum von Henan gespendet wurden, um die Aufbauarbeiten nach der Flutkatastrophe zu unterstützen. Auf einem Foto auf dem Weibo-Account des Museums ist zu sehen, dass Erke die Spende im Namen „aller chinesischen Internetnutzer” getätigt hat.

In Zeiten zunehmender nationalistischer und anti-amerikanischer Ressentiments unter chinesischen Konsumenten, die sich auch negativ auf den Absatz von internationalen Marken wie Nike auswirken, wurde Erke ein großer Erfolg in China. Die Großzügigkeit, der Patriotismus und das Image „Made in China” machten aus dem relativ unbekannten Hersteller eine der angesagtesten Sportartikel-Marken in China.

I steht für: Involution

Involution Involution | Bild: Screenshot „Involution” war bereits 2020 ein Schlagwort in den chinesischen Medien, aber eine Szene aus dem chinesischen TV-Drama A Love for Dilemma hat 2021 die Diskussionen über Involution neu angefacht.

In der Szene aus der Serie, die im Internet viral ging, sind zwei männliche Charaktere zu sehen, die sich über Konkurrenzkampf und das Bildungssystem in China unterhalten. Es fühle sich manchmal so an, als seien alle zusammen im Theater bei einer Aufführung. Irgendwann steht die erste Person auf, um besser zu sehen. Deswegen müssen jetzt andere aufstehen, bis irgendwann das ganze Theater steht. Aber es endet nicht damit, dass jetzt alle stehen, so der Dialog weiter. Denn jetzt stellen sich die ersten auf die Sitze, um über die Köpfe hinwegsehen zu können. Und dann gibt es welche, die Leitern bringen, um noch höher zu stehen als der Rest. Aber alle schauen immer noch dieselbe Aufführung und eigentlich hat sich nichts geändert – außer der Tatsache, dass es jetzt für alle unangenehmer ist als vorher.

A Love for Dilemma A Love for Dilemma | Bild: Screenshot Ein Bild, das im chinesischen Internet die Runde machte, beschreibt Involution ziemlich gut: Zu sehen ist ein chinesischer Student, der abends beim Fahrradfahren noch am Laptop arbeitet. Einer macht eben immer etwas mehr.
Einer macht eben immer etwas mehr Einer macht eben immer etwas mehr | Bild: Screenshot

J steht für: Justice for the People

Li Xuezheng Li Xuezheng | © Li Xuezheng/Weibo 2021

Der bekannte chinesische Produzent Li Xuezheng sorgte Ende 2021 im chinesischen Internet für Schlagzeilen, nachdem er öffentlich eine Entscheidung der Chinesischen Vereinigung für Darstellende Künste (CAPA) infrage gestellt hatte. Es ging um die Entscheidung der CAPA, bestimmte chinesische Promis und Influencer auf eine schwarze Liste zu setzen und von der chinesischen Unterhaltungsindustrie auszuschließen.

Einer der Promis, dessen Name sich auf der sogenannten „Warn-Liste” der CAPA wiederfindet, ist der chinesische Schauspieler Zhang Zhehan (张哲瀚), der im Sommer 2021 mit Fotos von einem Besuch des umstrittenen Yasukuni-Schreins in Japan einen Eklat ausgelöst hatte.

Li Xuezheng befürworte zwar grundsätzlich solche schwarzen Listen, aber er wolle wissen wie und warum sie entstehen und ob CAPA überhaupt befugt sei, chinesische Promis von der Unterhaltungsindustrie auszuschließen. China sei eine rechtsbasierte Gesellschaft, so Li, und solche Sanktionen gegen Promis seien nur auf rechtlicher Grundlage zu verantworten. Seine Aktion wurde unter dem Hashtag „Justice for the People” (#人民的公义#) auf Weibo bekannt, der mittlerweile mehr als 5 Milliarden Views hat. Li kündigte an, den Schauspieler Zhang Zhehan vor Gericht zu unterstützen und viele lobten ihn für seinen Mut und sein Engagement.

K steht für: Kris Wu

Wu Yifan Wu Yifan | Bild: Screenshot

Der chinesisch-kanadische Superstar Kris Wu, besser bekannt als Wu Yifan (吴亦凡), dominierte im Sommer 2021 die chinesischen sozialen Medien, nachdem seine Verhaftung wegen Vergewaltigungsverdachts bekannt geworden war und zu einer Explosion von Kommentaren auf Weibo geführt hatte.

Die 19-jährige Studentin Du Meizhu war die erste, die Wu im Internet übergriffigen Verhaltens beschuldigte. Danach meldeten sich mindestens 24 weitere Frauen mit ähnlichen Vorwürfen und beschuldigten Wu, junge Frauen in sexuelle Verhältnisse gelockt zu haben. Wu streitet zwar alle Vorwürfe ab, aber dennoch haben mehr als ein Dutzend Unternehmen die Zusammenarbeit mit ihm beendet oder sind aus Verträgen ausgestiegen. Als die Story viral war, hatten diverse Hashtags zum Thema mehrere Milliarden Views auf Weibo. Mitte August 2021 wurde Wu offiziell festgenommen.

L steht für: Li Ziqi

Li Ziqi Li Ziqi | © The Paper 2021

Li Ziqi (李子柒) ist eine chinesische Influencerin und Lifestyle-Vloggerin, die seit 2015 aktiv und mit ihren Videos über traditionelle chinesische Lebensmittel, Landwirtschaft, Handarbeit und Tee berühmt geworden ist. Auf TikTok hat sie 55 Millionen Fans, auf YouTube 16,5 Millionen Abonnenten, außerdem betreibt sie einen Online-Shop. Ihre Videos sind bekannt dafür, besonders entspannend zu sein: Man kann Li beim Kochen oder bei der Handarbeit in ihrem Heimatort in Sichuan zuschauen, verbunden mit Aufnahmen und Geräuschen aus der Natur und entspannender Musik.

Li wird als Soft-Power-Botschafterin Chinas bezeichnet, weil sie den größten chinesischen YouTube-Kanal hat und der Welt die Schönheit Chinas damit näherbringt. Li schaffte es sogar auf eine Liste der zehn wichtigsten Frauen Chinas und ist als Botschafterin für die Landwirtschaft Sichuans aktiv.

Mitte 2021 stoppten ihre regelmäßigen Uploads plötzlich, angeblich wegen eines Rechtsstreits zwischen Li und Co-Investoren ihrer Firma über Firmenanteile und Provisionszahlungen. Auf ihrem Weibo-Account ist seit Monaten nichts mehr passiert, auch auf TikTok und YouTube herrscht Stille, was online zu Beunruhigung und Spekulationen geführt hat: Warum postet Li nicht mehr? Geht es ihr gut? Darf sie sich nicht äußern? Hoffentlich wird das kommende Jahr ein paar Antworten bringen.

M steht für: Meng Wanzhou

Meng Wanzhou kehrt zurück nach China Meng Wanzhou kehrt zurück nach China | Bild: Screenshot

Vor fast drei Jahren wurde Meng Wanzhou, die Huawei-Finanzchefin und Tochter des Firmengründers Ren Zhengfei am Flughafen von Vancouver in Kanada mit einem amerikanischen Haftbefehl festgenommen. 2021 wurde Meng Wanzhou schließlich aus der Untersuchungshaft entlassen und konnte nach China zurückkehren.

Meng wurden Betrug und Missachtung von US-Sanktionen gegen den Iran vorgeworfen. Seit 2018 wurde von chinesischer Seite ihre Freilassung gefordert, ihre Verhaftung bezeichnete man als „Menschenrechtsverletzung”. Während sie rechtlich gegen ihre Auslieferung an die USA anging, stand Meng in Vancouver unter Hausarrest.

Ihre Rückkehr nach China war im chinesischen Internet ein viel diskutiertes Thema, der Weibo-Hashtag „Meng Wazhou kehrt bald in die chinesische Heimat zurück” (#孟晚舟即将回到祖国#) hat fast drei Millionen Views, Tausende Netizens hießen Meng mit ihren Kommentaren willkommen zurück in der Heimat.

Mit Meng Wanzhous Rückkehr nach China konnten auch die beiden Kanadier Michael Kovrig und Michael Spavor zurück in ihre Heimat, die 2018 in Peking wegen Spionageverdachts festgenommen worden waren. Die Freilassung und Rückkehr der beiden nach Kanada fand allerdings wesentlich weniger Beachtung im chinesischen Internet.

N steht für: Neun-Neun-Sechs (996)

U-Bahn-Station in China U-Bahn-Station in China | © lwzee via unsplash.com

„996” – also Arbeit von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends 6 Tage die Woche – ist Realität für viele chinesische Berufstätige. 2021 war diese 996-Arbeitskultur ein viel diskutiertes Thema im chinesischen Internet.

Anfang 2021 war der chinesische Tech-Gigant Pinduoduo mit den tragischen Geschichten von zwei jungen Mitarbeitern in den Schlagzeilen. Der plötzliche Tod einer 22-jährigen Angestellten wurde schnell mit extremer Überarbeitung in Verbindung gebracht und nachdem einige Tage später ein männlicher Mitarbeiter Selbstmord beging, fingen einige Angestellte an, die Arbeitskultur mit extremen Überstunden bei Pinduoduo öffentlich zu kritisieren.

Im August 2021 wurden Unternehmen in China schließlich von der chinesischen Regierung daran erinnert, dass 996-Arbeitszeiten illegal seien, woraufhin Unternehmen wie Bytedance und Kuaishou ihre langen Arbeitszeiten anpassten. Ob 2021 in die Geschichte eingehen wird als Anfang vom Ende der 996-Arbeitskultur in China, bleibt abzuwarten.

Hilfe bei Suizidgedanken

Verschiedene Organisationen bieten Hilfe und Auswege an. In Deutschland sind Seelsorger*innen der TelefonSeelsorge rund um die Uhr kostenlos unter den Rufnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 oder online im Chat und per E-Mail zu erreichen.

Eine Übersicht weiterer Beratungsangebote bei Krisen hat die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention zusammengestellt.

O steht für: Olympische Spiele

Austragungsstätten in Yanqing, Peking Austragungsstätten in Yanqing, Peking | © Xinhua Net 2021

Auch die Olympischen Spiele waren 2021 ein großes Thema, nicht nur wegen der bald stattfindenden Olympischen Winterspiele in Peking, sondern auch wegen des Erfolgs chinesischer Sportlerinnen bei den diesjährigen Sommerspielen in Tokio.

Diskussionen auf Weibo waren dann besonders heftig und oft auch witzig, wenn es um Wettkämpfe zwischen China und Japan ging. Allerdings gab es auch Fälle von Cyber-Mobbing gegen chinesische Sportlerinnen.

Für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking wurde der Begriff „Closed-Loop Management” (闭环管理) eingeführt, um die geschlossene Bio-Blase für alle Teilnehmenden um die Austragungsstätten zu beschreiben. Alle Sportler dürfen sich nur zwischen den Austragungsstätten und anderen relevanten Orten wie Kantinen und Hotels bewegen. Extra dafür wurde ein abgeriegeltes Transportsystem eingerichtet.

P steht für: Peng Shuai

Peng Shuai Peng Shuai | © Peng Shuai/Weibo 2021

Peng Shuai (彭帅) ist wahrscheinlich das größte Weibo-Thema 2021, das nicht viral gehen konnte. In der Nacht des 2. November 2021 löste ein Weibo-Post des 35-jährigen Tennis-Stars ein sozialmediales Erdbeben aus. In dem Post beschrieb die dreifache Olympiadeteilnehmerin eine angebliche mehrjährige Affäre mit dem 75-jährigen verheirateten Politiker Zhang Gaoli, der von 2012 bis 2017 Mitglied im Ständigen Ausschuss des Politbüros (höchstes politisches Entscheidungsgremium Chinas) und von 2013 bis 2018 Vizepremier war.

Obwohl Peng Shuais Post nur etwa 30 Minuten online war und dann von Zensoren gelöscht wurde, machten bereits unzählige Screenshots auf WeChat und anderswo die Runde. Als schließlich sämtliche Diskussionen zum Thema zensiert wurden, fingen internationale Medien und Beobachter an, sich besorgt zu Peng Shuais Verbleib zu äußern. Der Welttennisverband verkündete daraufhin die vorläufige Aussetzung aller Wettkämpfe in China.

Im Dezember 2021 tauchte Peng Shuai wieder in der Öffentlichkeit auf und sagte einem Reporter der Lianhe Zaobao auf einem Event in Shanghai, sie sei stets auf freiem Fuß gewesen und stehe nicht unter polizeilicher Beobachtung. Obwohl Peng Shuai wieder in der Öffentlichkeit in Erscheinung tritt, ist ihr Name im chinesischen Internet immer noch zensiert.

Q steht für: QR-basierte Gesellschaft

Ohne grünen Code geht nichts mehr Ohne grünen Code geht nichts mehr | Bild: Screenshot Vor der Pandemie waren QR-Codes schon allgegenwärtig in China, vor allem für das Bezahlen mit dem Handy spielen sie eine wichtige Rolle. Aber auch in der Werbung werden QR-Codes eingesetzt. Seit der Pandemie sind die QR-Codes sogar noch wichtiger geworden, denn QR-basierte Gesundheitschecks sind elementarer Bestandteil der chinesischen Covid-Strategie.

Die ersten Apps, mit denen das Infektions- und Übertragungsrisiko ermittelt und verfolgt werden konnte, wurden im Februar 2020 von Alipay und WeChat eingeführt. Das System mit drei Risikostufen wurde dann bald auf 900 Millionen Nutzer in 300 Städten ausgerollt und ist nun Pflicht für alle, die sich im öffentlichen Raum bewegen wollen.

Die Apps zeigen eine von drei Farben an, abhängig von der Risikostufe des Nutzers, die basierend auf gesammelten Nutzerdaten ermittelt wird (etwa getätigte Reisen, Aufenthalte in Risikogebieten, Kontakt zu Personen mit erhöhtem Risiko). Mit grünem Code kann man sich frei bewegen, ein gelber Code bedeutet erhöhtes Risiko und erfordert mehrtägigen Aufenthalt zu Hause, mit rotem Code muss man zwei Wochen in Quarantäne.
„Das grüne Pferd beschützen” „Das grüne Pferd beschützen” | Bild: Screenshot In dem Zusammenhang wurde der Satz „das grüne Pferd beschützen” zum Meme, weil „grünes Pferd” im Chinesischen genau so klingt wie „grüner QR-Code”. Weil man nirgendwo hinkommt, wenn man nicht auf dem „grünen Pferd reitet”, ist der Schutz des eigenen „grünen Pferds” zur täglichen Aufgabe geworden, scherzen die chinesischen Netizens.

R steht für: Rückgabepolitik von Canada Goose

Canada Goose Canada Goose | © 2021 Canada Goose Inc.

Der kanadische Kleidungshersteller Canada Goose hat in diesem Jahr mit seiner undurchsichtigen und angeblich diskriminierenden Rückgaberegelung eine Kontroverse in China ausgelöst. Ein Vorfall in Shanghai sorgte für besonders hitzige Diskussionen: Einem Kunden wurde dort die Rückgabe eines beschädigten Parkas mit dem Argument verweigert, in China biete Canada Goose kein Rückgaberecht an, obwohl Kunden außerhalb Chinas ein 30-tägiges Rückgaberecht genießen.

Das Verbraucherschutzgesetz in China stipuliert, dass Käufern ein siebentägiges Rückgaberecht eingeräumt werden muss. Canada Goose bot Kundinnen in China gar kein Rückgaberecht an und wurde dafür im chinesischen Internet kritisiert. Auch andere internationale Hersteller hatten es dieses Jahr schwer im chinesischen Markt, der zunehmend von nationalistischen Tendenzen beeinflusst wird.

Canada Goose passte das Rückgaberecht an, Kunden in China können gekaufte Artikel nun zwei Wochen lang umtauschen.

S steht für: Shanghai Red Mansion

Shanghai Red Mansion Shanghai Red Mansion | Bild: Screenshot

Die Geschichte um das Shanghai Red Mansion war Ende 2021 ein viel diskutiertes Thema. In dem sechsstöckigen Gebäude im Shanghaier Bezirk Yangpu waren jahrelang Dutzende Frauen zur Sexarbeit gezwungen worden.

Hinter Shanghai Red Mansion steckte der Kriminelle Zhao Fuqiang (赵富强), der im September 2020 schon mal in den Schlagzeilen war, weil er sich vor einem Shanghaier Gericht wegen Bandenkriminalität verantworten musste. Zhao Fuqiang und 37 andere Angeklagte wurden schuldig gesprochen und verurteilt, unter anderem wegen Vergewaltigung, Prostitution, Betrug, Korruption und anderer organisierter Verbrechen.

Zhao, der für seine Verbrechen zum Tode verurteilt wurde, hat junge Frauen aus ländlichen Gebieten mit Drohungen und Gewalt zur Arbeit gezwungen. Als Zuhälter im Untergrund war Zhao auf ein Sicherheitsnetz aus wichtigen Kontakten angewiesen. In sein Shanghai Red Mansion lud Zhao daher regelmäßig hochrangige Regierungsangehörige und Geschäftsleute ein.

Im Dezeber 2021 veröffentlichte das China Business Journal einen Artikel, in dem die besondere Einrichtung des Gebäudes beschrieben und die vielen extravagant gestalteten Räume gezeigt werden. Das Gebäude ist zwar seit 2019 geschlossen, aber die Story um das Gebäude schaffte es 2021 nochmal in die Medien und war dieses Jahr eins der meist diskutierten Themen.

Eine Frage wurde im chinesischen Internet besonders oft gestellt: Wenn sowas in Shanghai passieren kann – mit so vielen Mitwissenden – was gibt es dann wohl noch so alles in dieser Stadt, wovon noch nichts bekannt ist?

T steht für: Three-Children-Policy

Three-Children-Policy Three-Children-Policy | © Weibo 2021 2021 wurde von der chinesischen Regierung angekündigt, dass Paare ab jetzt drei Kinder haben dürfen, woraufhin die neue „Drei-Kinder-Politik” sofort heiß diskutiertes Thema im chinesischen Internet wurde.

Das letzte Mal wurde die Familienplanungspolitik geändert, als im Jahr 2015 die Ein-Kind-Politik beendet wurde. Das Ende der strengen Ein-Kind-Regelung wurde damals von vielen begrüßt, aber für viele ist ein zweites Kind wegen der hohen Kosten für Kindererziehung nicht realistisch.

Auch 2021 und mit Beginn der neuen Drei-Kinder-Regelung weisen wieder viele darauf hin, dass die Kindererziehung extrem teuer und ein drittes Kind für viele Paare unrealistisch sei.

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua wollte im Rahmen einer Umfrage wissen, wie die Menschen in China zu der neuen Regelung stehen. Etwa 30.000 Teilnehmer wählten die Antwort: „Für mich kommen drei Kinder überhaupt nicht in Frage.” Nur ein paar hundert Teilnehmer äußerten sich positiv zur neuen Regelung. Die Umfrage wurde daraufhin schnell wieder gelöscht.

Trotz aller Kritik und Memes im chinesischen Internet gab es auch Menschen, die sich über die neue Regelung freuen. Besonders die gewonnene Freiheit wurde immer wieder in Kommentaren betont: „Wenn du mehr Kinder willst, kannst du sie nun haben. Wenn nicht, dann eben nicht.”

U steht für: Uploader-Tod schockiert Bilibili

Mo Cha auf Bilibili Mo Cha auf Bilibili | © Bilibili 2021 Ein anderes großes Thema war dieses Jahr die geistige Gesundheit von Influencern. Eine besonders tragische Geschichte war der Tod eines Content-Creators auf der Video-Plattform Bilibili. Der Uploader namens Mo Cha litt an einem nasalen Tumor und anderen gesundheitlichen Problemen. Ärzte rieten ihm zu einem Aufenthalt im Krankenhaus und operativen Eingriffen, die er sich finanziell aber nicht leisten konnte. Mo Cha war außerdem unterernährt und erwähnte in seinen Posts oft Magenschmerzen.

Als sein Tod bekannt wurde, drückten in den sozialen Netzwerken viele ihre Anteilnahme aus und widmeten ihm sogar kleine selbstgemachte Kunstwerke.

V steht für: Viya

Viya im Livestream Viya im Livestream | Bild: Screenshot Viya ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Livestreamerinnen in China. Im Oktober 2021 machte Viya Schlagzeilen, als sie im Rahmen einer Promo-Veranstaltung zum Single’s Day – dem größten Shopping-Event in China – in einem einzigen Livestream 20 Milliarden Yuan (2,7 Milliarden Euro) mit dem Verkauf von Lippenstiften umsetzte.

Im Dezember 2021 war Viya wieder in den Schlagzeilen, diesmal aber wegen Geldstrafen und Steuernachzahlungen in Höhe von insgesamt über 1,3 Milliarden Yuan (180 Millionen Euro) an die Finanzbehörden in Hangzhou.

Ihre Kanäle in den sozialen Netzwerken, darunter Weibo und TikTok, wurden daraufhin gesperrt.

W steht für: Wandernde Elefanten

Asiatische Elefanten in Yunnan Asiatische Elefanten in Yunnan | Bild: Screenshot Eine Herde Asiatischer Elefanten war auch ein großes Thema dieses Jahr. Die 16 Elefanten wurden auf ihrer Wanderung vom Südwesten Yunnans bis an den Rand der Provinzhauptstadt Kunming mit großem Interesse von den chinesischen Netizens beobachtet.

Im September 2021 trafen die Elefanten wieder zu Hause im Südwesten Yunnans ein, sie hatten auf ihrer Rundreise insgesamt 1300 Kilometer zurückgelegt.

X steht für: Xinjiang-Baumwollboykott

„Ich unterstütze Baumwolle aus Xinjiang” „Ich unterstütze Baumwolle aus Xinjiang” | Bild: Screenshot Im März 2021 hatte der Hashtag „Ich unterstütze Baumwolle aus Xinjiang!” über 6 Milliarden Views auf Weibo, nachdem bekannt geworden war, dass internationale Hersteller wie H&M, Nike und Adidas wegen des Verdachts der Zwangsarbeit keine Wolle mehr aus Xinjiang beziehen würden. Die Entscheidung von H&M und Co. war Teil einer Initiative der NGO Better Cotton Initiative, die bereits seit 2020 im Kontext Xinjiang aktiv ist.

Die Reaktionen im chinesischen Internet waren weitreichende Boykotte ausländischer Marken. Chinesische Markenbotschafter beendeten ihre Zusammenarbeit mit den involvierten ausländischen Herstellern und große Shopping-Portale wie Taobao, JD.com, Pinduoduo und Suning.com entfernten H&M von ihren Plattformen.

Tauende chinesische Internetnutzer sprachen der Baumwollindustrie in Xinjiang ihre Unterstützung aus und einheimische „patriotische” Marken fingen an, ihre Produkte mit dem Label „100% Xinjiang-Baumwolle” zu bewerben.

Y steht für: Yuan Longping

Yuan Longping Yuan Longping | Bild: Screenshot Yuan Longping (袁隆平), auch bekannt als der „Vater des Hybrid-Reis”, war ein chinesischer Agrarwissenschaftler, der für die Entwicklung der ersten Hybrid-Reissorten in den 1970ern bekannt ist. Yuan hatte selbst schwere Hungersnöte erlebt und wurde später mit seinen besonders ertragreichen Reissorten ein Volksheld, dem man die Rettung unzähliger Leben zuschreibt.

Yuan starb am 22. Mai 2021, im chinesischen Internet drückten viele ihre Anteilnahme aus. Er wird als einer der wichtigsten Agrarwissenschaftler in China geehrt. Viele Internetnutzer widmeten ihm Bilder und andere Kunstwerke. Der Künstler Wuheqilin, vor allem bekannt für politische Satire, veröffentlichte ein selbst gemaltes Bild mit Yuan.

Z steht für: Zheng Shuang und die Leihmutterschaftskontroverse

Zheng Shuang Zheng Shuang | © Weibo 2021 In einen der größten Promi-Skandale verwickelt war dieses Jahr die preisgekrönte Schauspielerin Zheng Shuang (郑爽) mit ihrem Ex-Partner Zhang Heng (张恒). Auf Weibo und WeChat tauchten im Januar Gerüchte auf, dass die beiden in den USA in einen Leihmutterschaftsstreit verwickelt seien.

Wie bei anderen Promi-Paaren spielte sich viel vom Beziehungs-Drama der beiden im Internet auf Social Media ab. Angeblich ließ die Schauspielerin ihren Ex-Partner mit zwei Babys in den USA zurück und weigerte sich, für die Einreise nach China nötige Dokumente für ihn und die Babys zu unterschreiben.

Der Skandal war aber nur der Anfang eines äußerst unglücklichen Jahres für Zheng Shuang. Nach der Kontroverse beendeten diverse Marken die Zusammenarbeit mit ihr und verschiedene Ehrenpreise wurden ihr aberkannt, darunter ein Ehrenpreis für beste Schauspielerin und beliebtesten TV-Star. Außerdem wurde die Schauspielerin von der chinesischen staatlichen Medienanstalt boykottiert, musste umgerechnet 40 Millionen Euro in Steuernachzahlungen und Geldstrafen leisten und wurde schließlich vom Chinesischen Verband für Darstellende Künste auf eine schwarze Liste gesetzt und damit von der chinesischen Unterhaltungsindustrie ausgeschlossen.

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