Digitales Festival Latitude-Festival

Latitude-Festival
© EL BOUM
Mit künstlerischen Beiträgen und Debatten erkundete das digitale Latitude‑Festival, wie koloniale Strukturen in die Gegenwart wirken und wie sie überwunden werden können.

Ausgehend von Projekten, die das Goethe‑Institut in den vergangenen Jahren weltweit initiiert und unterstützt hat, brachte das digitale Latitude‑Festival (4.–6. Juni 2020) internationale Positionen aus Kultur, Wissenschaft und Politik zusammen. Asymmetrien und Machtverhältnisse, die seit der Kolonialzeit fortwirken, wurden in vier Themensträngen reflektiert:
  • Wirtschaftliche Ungleichheiten
  • Globale Digitale Gleichheit
  • Umgang mit Kulturgut sowie
  • Rassismus, Identität und Erinnerung.
Künstlerische und diskursive Beiträge fragten nach der Bedeutung von Kolonialgeschichte, spürten den verdrängten Geschichten in Erinnerungsdiskursen nach und beleuchteten unseren Umgang mit strukturellem Rassismus in der Gegenwart. Wie stark globale Machtstrukturen unseren Alltag und unser Zusammenleben beeinflussen, machen gerade Krisensituationen sichtbar. Welche Narrative bemühen wir, wenn wir über die Ungleichheit zwischen Norden und Süden sprechen? Wie sehen die Visionen eines fairen Internets der Zukunft aus? Vor welche ethischen und juristischen Herausforderungen stellt uns der Umgang mit geraubtem Kulturgut und welches Potenzial für gesellschaftliche Veränderung birgt die Diskussion um Museen?

Das im Livestream gezeigte Hauptprogramm mit Diskussionen, Interviews, Performances, Konzerten und anderen Formaten wurde begleitet von einem Radioprogramm in Kooperation mit dem freien Künstlerradio reboot.fm sowie dem Radio Netzwerk Berlin und einem Filmangebot in Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst. Darüber hinaus bestand eine Medienpartnerschaft mit Deutschlandfunk Kultur. Insgesamt waren 72 Mitwirkende (Referent*innen, Künstler*innen, Moderator*innen) aus 29 Ländern an den 32 Programmpunkten des Hauptprogramms beteiligt.

Die Mitschnitte der einzelnen Programmpunkte können auf dem YouTube‑Kanal des Goethe‑Instituts abgerufen werden.