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Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen:
Lernen, lehren, beurteilen
Kapitel 7   Die Rolle kommunikativer Aufgaben beim Fremdsprachenlernen und -lehren

7.3 Schwierigkeitsgrade kommunikativer Aufgaben

Betrachtet man die Ausführung kommunikativer Aufgaben in pädagogischen Kontexten, so sind folgende Aspekte zu berücksichtigen: Die Kompetenzen der Lernenden und die jeweiligen Bedingungen und Einschränkungen für eine bestimmte Aufgabe (die verändert werden können, um den Schwierigkeitsgrad von Aufgaben im Unterricht zu variieren), sowie das strategische Zusammenspiel von Lernerkompetenzen und Aufgabenparametern bei der Bewältigung einer Aufgabe.

Ein und dieselbe kommunikative Aufgabe kann von verschiedenen Personen ganz unterschiedlich angegangen werden. Folglich sind die Schwierigkeit, die eine Aufgabe für einen Lernenden darstellt, und die Strategien, die er einsetzt, um die Anforderungen der Aufgabe zu bewältigen, das Ergebnis mehrerer zusammenhängender Faktoren. Diese ergeben sich zum einen aus den (allgemeinen und kommunikativen) Kompetenzen und den individuellen Persönlichkeitsmerkmalen des Lernenden und zum anderen aus den speziellen Bedingungen und Einschränkungen, unter denen die Aufgabe ausgeführt wird. Aus diesem Grund lässt sich die Leichtigkeit oder Schwierigkeit einer Aufgabe nicht mit Sicherheit vorhersagen, am allerwenigsten für einen bestimmten Lernenden. In Sprachlernsituationen ist somit zu prüfen, auf welche Weise Elemente von Flexibilität und Differenzierung in die Entwicklung und Durchführung einer Aufgabe integriert werden können. .

Trotz der Probleme, die mit der Bestimmung des Schwierigkeitsgrads einer kommunikativen Aufgabe einhergehen, muss die Auswahl und Sequenzierung von Aufgaben bestimmten Prinzipien folgen und kohärent sein, um Lernerfahrungen im Klassenzimmer effektiv zu nutzen. Ein solcher Ansatz berücksichtigt die speziellen Kompetenzen des Lernenden sowie die Faktoren, die die Schwierigkeit einer Aufgabe beeinflussen; dies bedeutet auch, dass die Aufgabenparameter variiert werden, um die Aufgabe den Bedürfnissen und Fähigkeiten des Lernenden anzupassen.

Die Schwierigkeitsgrade kommunikativer Aufgaben sind daher unter Beachtung folgender Gesichtspunkte zu betrachten:

  • die Kompetenzen und Merkmale der Sprachverwendenden/Lernenden, einschließlich ihrer eigenen Absichten und Lernstile;

  • Bedingungen und Einschränkungen der Aufgaben, die die Leistung der Sprachverwendenden / Lernenden bei der Ausführung einer Aufgabe beeinflussen können, und die in einer Sprachlernsituation auf die Kompetenzen und Merkmale der Lernenden abgestimmt werden können.

 
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