Goethe-Institut Inhalt

Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen:
Lernen, lehren, beurteilen
Anhang D   Die Kann-Beschreibungen von ALTE

Dieser Anhang enthält eine Beschreibung der ALTE Kann-Beschreibungen, die Teil eines langfristigen Forschungsprojekts der Association of Language Testers in Europe (ALTE) sind. Beschrieben werden die Zwecke und die Inhalte der Kann-Beschreibungen. Sodann wird dargestellt, wie die Beschreibungen entwickelt wurden, wie sie auf die Prüfungen der ALTE bezogen und wie sie im Referenzrahmen verankert sind. Die Deskriptoren in diesem Projekt wurden skaliert und nach Methode 12c (Rasch-Modell), die im Anhang A in ihren Grundzügen umrissen ist, mit den Niveaus des Referenzrahmens gleichgesetzt.

DER RAHMENPLAN DER ALTE UND DAS PROJEKT DER KANN-BESCHREIBUNGEN

Der Rahmenplan der ALTE

Die Kann-Beschreibungen der ALTE bilden einen zentralen Teil eines langfristigen Forschungsprojekts der ALTE, dessen Ziel es ist, einen Rahmenplan für die 'Schlüsselniveaus' der Sprachleistung zu schaffen, in dem Prüfungen objektiv beschrieben werden können.

Die Prüfungen der ALTE-Mitglieder wurden anhand einer sorgfältigen Analyse ihrer Inhalte, Aufgabentypen und anhand von Kandidatenprofilen untersucht und einer der Leistungsstufen des Rahmenplans zugeordnet. Das ALTE Handbuch: Europäische Sprachprüfungen und Prüfungsverfahren zeigt die Einstufung der Prüfungen (S. 4) und enthält eine umfassende Einführung in die Prüfungssysteme und Projekte der ALTE (S. 1 - 15).

Die Deskriptoren der ALTE sind benutzerorientierte Skalen

Ziel des 'Kann'-Projekts ist es, ein System von leistungsbezogenen Skalen zu entwickeln und zu validieren, das beschreibt, was Lernende in der Fremdsprache tatsächlich tun können.

Bezogen auf Aldersons (1991) Unterscheidung zwischen Skalen für Benutzer, Skalen für Beurteilende und Skalen für Testautoren sind die ALTE Kann-Beschreibungen ihrer ursprünglichen Idee nach benutzerorientiert. Sie unterstützen die Kommunikation zwischen den verschiedenen Interessenten im Testprozess und besonders die Interpretation von Testergebnissen durch Nichtfachleute. Somit sind sie:

  1. ein nützliches Werkzeug für alle, die mit Sprachlehren und mit dem Prüfen von Sprachlernenden befasst sind. Sie können als Checkliste für Dinge benutzt werden, die Sprachverwendende tun können, und somit die Stufe definieren, auf der sich diese befinden;

  2. eine Basis für die Entwicklung diagnostischer Testaufgaben, aktivitätsbasierter Curricula und Lehrmaterialien;

  3. ein Mittel, um eine aktivitätsbasierte Sprachprüfung durchzuführen, wie sie Personen benötigen, die sich in Firmen mit Sprachtraining und Einstellungen befassen;

  4. ein Mittel, um die Ziele von Kursen und Materialien in verschiedenen Sprachen zu vergleichen, die im gleichen Kontext stehen.

Sie können auch für Personen nützlich sein, die in Fortbildungszentren und in der Personalentwicklung tätig sind, weil sie leicht verständliche Leistungsbeschreibungen zur Verfügung stellen, die man benutzen kann, um Sprachtrainern spezielle Anforderungen mitzuteilen, Arbeitsplatzbeschreibungen zu formulieren, und die sprachlichen Anforderungen für neue Stellen zu spezifizieren.

Die Deskriptoren der ALTE sind mehrsprachig

Ein wichtiger Aspekt der Kann-Beschreibungen ist, dass sie mehrsprachig sind, da sie bislang in zwölf der Sprachen übersetzt wurden, die in ALTE repräsentiert sind. Diese Sprachen sind: Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Katalanisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch. Als sprachneutrale Beschreibungen von Sprachkompetenzniveaus bilden sie einen Referenzrahmen, auf den verschiedene Sprachprüfungen auf unterschiedlichen Niveaus bezogen werden können. Sie bieten daher die Möglichkeit, in den Prüfungssystemen der Mitglieder von ALTE gleichwertige Komponenten aufzuzeigen, und sie tun dies mit sinnvollen Formulierungen, die sich auf sprachliche Fertigkeiten im wirklichen Leben beziehen, wie sie höchstwahrscheinlich Personen zur Verfügung stehen, die solche Prüfungen erfolgreich bestehen können.

Die Organisation der Deskriptoren

Die 'Kann'-Beschreibungen bestehen zurzeit aus ungefähr 400 Items, die in drei allgemeine Bereiche organisiert sind: den Bereich Soziales und Tourismus, den Berufs- und den Bildungsbereich. Diese Bereiche sind für die meisten Lernenden von großem Interesse. Jeder umfasst eine Anzahl von spezielleren Gebieten; z.B. ist der Bereich Soziales und Tourismus unterteilt in Einkaufen, im Restaurant essen, Unterkunft usw. Für jede dieser Gruppen gibt es wiederum bis zu drei Skalen für die Fertigkeiten Hörverstehen/Sprechen, Lesen und Schreiben. Der Fertigkeitsbereich Hörverstehen/Sprechen verbindet die Skalen für Interaktion.

Jede Skala umfasst Items auf mehreren Niveaus. Einige Skalen decken nur einen Teil des gesamten Kompetenzspektrums ab, weil es viele Situationen gibt, in denen für erfolgreiche Kommunikation nur eine elementare Kompetenz erforderlich ist.

Der Entwicklungsprozess

Der Entwicklungsprozess des Formulierens der Deskriptoren durchlief folgende Schritte:

  1. Die Benutzer von Sprachtests der ALTE wurden mit Hilfe von Fragebögen, Berichten aus Schulen usw. beschrieben;

  2. diese Information wurde benutzt, um das Spektrum der Bedürfnisse der Kandidaten zu bestimmen und deren Hauptinteressen zu identifizieren;

  3. Testbeschreibungen und international anerkannte Niveaustufen wie Waystage und Threshold wurden benutzt, um die Ausgangsitems zu konstruieren;

  4. die Items wurden vorrevidiert und ihre Relevanz für Testteilnehmer wurde überprüft;

  5. die Items wurden mit Lehrenden und Lernenden erprobt, um ihre Relevanz und ihre Transparenz zu überprüfen;

  6. unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Erprobung wurden die Formulierungen der Items korrigiert, revidiert und vereinfacht.

Empirische Validierung der Deskriptoren der ALTE

Die Skalen, die auf die oben beschriebene Weise entwickelt wurden, sind ausführlich empirisch validiert worden. Der Validierungsprozess zielt darauf ab, die Items aus einem im Kern subjektiven System von Niveaubeschreibungen in ein kalibriertes Messinstrument umzuformen. Dies ist ein langfristiger und immer noch andauernder Prozess, der fortgesetzt werden wird, sobald weitere Daten aus allen weiteren Sprachen, die in ALTE vertreten sind, zur Verfügung stehen.

Bislang basierte die Datenerhebung hauptsächlich auf introspektiven Verfahren, wobei die Kann-Beschreibungen den Probanden als ein Satz von miteinander verbundenen Fragebögen präsentiert wurden. Fast 10.000 Probanden haben solche Fragebögen ausgefüllt. Für viele dieser Probanden gibt es auch zusätzliche Daten in Form von Ergebnissen einer Sprachprüfung. Dies ist wahrscheinlich die bei weitem größte Datensammlung, die jemals zur Validierung einer beschreibenden Sprachkompetenzskala erstellt wurde.

Mit der empirischen Arbeit wurde begonnen, indem man die interne Kohärenz der 'Kann'-Skalen mit folgenden Zielen überprüfte,

  1. die Funktion eines jeden einzelnen Items innerhalb der jeweiligen 'Kann'-Skala zu ermitteln;
  2. die verschiedenen Items aufeinander zu beziehen, d.h. die relative Schwierigkeit der Skalen festzustellen;
  3. herauszufinden, ob die 'Kann'-Skalen sprachneutral sind.

Außer auf sehr fortgeschrittenem Niveau, und vor allem in europäischen Ländern füllten die Probanden die Fragebögen in ihrer Muttersprache aus. Den Probanden wurden angemessene Fragebögen zugeteilt - die Skalen für 'Beruf' wurde Personen gegeben, die eine Fremdsprache beruflich benutzen, die Skalen für 'Bildung' solchen Probanden, die in einem fremdsprachigen Studiengang eingeschrieben waren oder die sich darauf vorbereiteten. Die Skalen für 'Soziales und Tourismus' wurden wiederum anderen Probanden gegeben, wobei allerdings ausgewählte Skalen aus diesem Bereich auch als "Anker" in die Fragebögen für 'Beruf' und für 'Bildung' aufgenommen wurden.

Man benutzt Ankeritems bei der Datensammlung für eine Rasch-Analyse, um verschiedene Tests oder Fragebögen miteinander zu verbinden. Wie in Anhang A erklärt, schafft eine Rasch-Analyse einen Messrahmen, indem man als Design eine Matrix für die Datensammlung benutzt bzw. eine Serie von überlappenden Testformaten, die durch Ankeritems verbunden sind, also durch solche, die in beiden der aneinander grenzenden Skalen enthalten sind. Solch eine systematische Benutzung von Ankeritems ist notwendig, damit man die relative Schwierigkeit der allgemeinen Bereiche und der speziellen Skalen feststellen kann. Skalen für 'Soziales und Tourismus' wurden als Anker benutzt in der Annahme, dass diese Bereiche einen gemeinsamen Kern von Sprachkompetenz aktivieren und dass man daher erwarten kann, dass sie die besten Referenzpunkte für einen Vergleich der Skalen für die Bereiche 'Beruf' und 'Bildung' liefern.

Revision der Deskriptoren

Ein Ergebnis der ersten Erprobungsphase war die Überarbeitung der Formulierungen der 'Kann'-Beschreibungen. Besonders Items mit negativer Orientierung sind dabei entfernt worden, weil diese sich vom Standpunkt der Statistik her als problematisch erwiesen und weil es schien, dass sie für eine Beschreibung von Lernerfolgsniveaus nicht angemessen sind. Hier sind zwei Beispiele für solche Veränderungen:

  1. Negative Items wurden positiv umformuliert, wobei die ursprüngliche Bedeutung beibehalten wurde:

    • Erste Fassung: KANN NICHT mehr als einfache, vorhersagbare Fragen beantworten.
    • Geändert zu: Kann einfache, vorhersagbare Fragen beantworten.

  2. Beschreibungen, die auf niedrigerem Niveau als negative Einschränkungen formuliert waren, wurden zu positiven Beschreibungen auf einem höheren Niveau geändert.

    • Erste Fassung: KANN KEINE unsichtbaren Symptome beschreiben, wie z.B. verschiedene Arten von Schmerz wie 'dumpf', 'stechend', 'pochend' usw.
    • Geändert zu: KANN unsichtbare Symptome beschreiben, wie z.B. verschiedene Arten von Schmerz wie 'dumpf', 'stechend', 'pochend' usw.

Wie die 'Kann'-Beschreibungen zu den Prüfungen von ALTE in Beziehung gesetzt werden?

Nach der anfänglichen Kalibrierung der Kann-Deskriptoren und der Revision der Formulierungen, wie sie oben beschrieben wurde, richtet sich die Aufmerksamkeit jetzt darauf, die Verbindung zwischen den Kann-Beschreibungen und anderen Indikatoren für Sprachniveaus herzustellen. Insbesondere haben wir begonnen, Leistungen bei ALTE-Prüfungen und die Beziehung der 'Kann'-Skalen zu den Referenzniveaus im Framework des Europarats zu untersuchen.

Seit Dezember 1998 werden Daten gesammelt, um die Selbsteinschätzungen anhand der Kann-Beschreibungen mit den Einstufungen zu verbinden, die durch die Prüfungen von UCLES (University of Cambridge Local Examinations Syndicate) ermittelt werden. Dabei wurde eine sehr klare Beziehung festgestellt, die es ermöglicht damit zu beginnen, die Bedeutung eines Prüfungsergebnisses in Form von typischen Profilen der 'Kann'-Kompetenz zu beschreiben.

Wenn die 'Kann'-Bewertungen jedoch auf Selbsteinschätzungen beruhen und aus einer großen Zahl von Ländern und Probandengruppen stammen, findet man einige Variabilität in der globalen Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten. Das heißt, dass Menschen dazu neigen, 'kann' jeweils etwas anders zu verstehen - abhängig von Faktoren, die mit dem Alter oder dem kulturellen Hintergrund zu tun haben. Für einige Probandengruppen schwächt dies die Korrelation mit den Prüfungsergebnissen ab. Deshalb wurden analytische Verfahren benutzt, um die Beziehung zwischen den 'Kann'-Selbstbewertungen und den als Kriterium benutzten Kompetenzniveaus, wie sie in Prüfungsbewertungen gemessen werden, so klar wie möglich festzustellen. Weitere Forschungen, die auf den 'Kann'-Bewertungen durch erfahrene Beurteilende basieren, werden wahrscheinlich nötig sein, um die Beziehungen zwischen Prüfungsergebnissen und typischen 'Kann'-Profilen der Kompetenz vollständig zu beschreiben.

Ein konzeptuelles Problem, das in diesem Zusammenhang angesprochen werden muss, betrifft das Konzept von zielerreichendem Lernen - d.h. was genau meint man mit 'kann'? Benötigt wird eine Definition im Sinne von: Mit welcher Wahrscheinlichkeit dürfen wir erwarten, dass eine Person Aufgaben auf einem bestimmten Niveau erfolgreich bewältigt? Sollte es sicher sein, dass die Person die Aufgabe immer perfekt löst? Diese Anforderung wäre sicherlich zu streng. Andererseits wäre eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 50 Prozent zu niedrig, um als Lernerfolg zu zählen.

Die Zahl 80 Prozent wurde gewählt, weil 80 Prozent oft in bereichs- oder kriteriumsorientierten Tests als Indiz für Lernerfolg in einem bestimmten Bereich benutzt wird. Deshalb sollten Kandidaten, die eine Prüfung der ALTE auf einem bestimmten Niveau mit 'befriedigend' bestehen, eine achtzigprozentige Chance haben, Aufgaben erfolgreich zu lösen, die als charakteristisch für dieses Niveau betrachtet werden. Daten, die bislang über Kandidaten der Cambridge-Prüfungen gesammelt wurden, zeigen, dass dieser Wert gut harmoniert mit der durchschnittlichen Wahrscheinlichkeit, dass ein Kandidat auf diesem Niveau auch die entsprechenden Kann-Beschreibungen wählt.

Indem man 'Kann' auf diese Weise explizit definiert, hat man eine Basis für die Interpretation bestimmter ALTE-Niveaustufen als 'Kann'-Fertigkeiten.

Während die Beziehungen zu Prüfungsleistungen bislang auf den Cambridge Prüfungen basierten, werden weiterhin Daten gesammelt, die die 'Kann'-Deskriptoren mit Leistungen in anderen ALTE-Prüfungen verbinden. Dies wird den Nachweis zulassen, dass die verschiedenen Prüfungssysteme im Wesentlichen alle in der gleichen Weise auf die fünf Niveaustufen des ALTE-Rahmenplans bezogen sind.

Verankerung im Referenzrahmen des Europarats

Im Jahr 1999 wurden Antworten gesammelt, in denen Anker in Form von Items enthalten waren, die aus dem Framework des Europarats von 1996 stammen. Diese Anker umfassten:

  1. die Deskriptoren im Raster für die Selbstbeurteilung in den wichtigen Kategorien des Sprachgebrauchs auf verschiedenen Niveaus, dargestellt als Tabelle 2 in Kapitel 3;

  2. 16 Deskriptoren bezogen auf die kommunikativen Aspekte von Flüssigkeit aus den Beispielskalen in Kapitel 5.

Tabelle 2 wurde gewählt, weil sie als zusammenfassende Beschreibung von Niveaustufen in der Praxis weite Verbreitung gefunden hat. Dass ALTE Antwortdaten in einer großen Zahl von Sprachen und aus vielen Ländern sammeln konnte, eröffnete die Möglichkeit, zur Validierung der Skalen in Tabelle 2 beizutragen.

Die Items für 'Flüssigkeit' waren empfohlen worden, weil es sich herausgestellt hatte, dass sie die stabilsten Schwierigkeitsschätzungen enthielten, als sie in den verschiedenen Kontexten des Schweizer Projekts (North 1996/2000) gemessen wurden. Es wurde erwartet, dass sie deshalb eine gute Angleichung der ALTE Kann-Beschreibungen an das Framework des Europarats ermöglichen würden. Die geschätzten Schwierigkeiten der Items für Flüssigkeit, so fand man, stimmten sehr eng mit den von North (1996/2000) bekannten überein und zeigten eine Korrelation von r=0.97. Dies stellt einen hervorragenden Anker zwischen den Kann-Beschreibungen und den Beispielskalen des Framework des Europarats dar.

Die Rasch-Analyse, mit der man Item-Systeme (Skalen) aufeinander beziehen kann, ist jedoch nicht einfach. Die Daten passen niemals genau ins Modell: Es gibt Probleme mit der Dimensionalität, der Diskrimination und mit Differential Item Functioning (systematische Variation bei der Interpretation durch verschiedenen Gruppen), die man identifizieren und verarbeiten muss, um die exaktest mögliche Beziehung zwischen den Skalen zum Vorschein kommen zu lassen.

Dimensionalität bezieht sich auf die Tatsache, dass die Fertigkeiten Hörverstehen/Sprechen, Lesen und Schreiben zwar hoch korrelieren, aber dennoch deutlich selbständig sind: Analysen, bei denen sie getrennt sind, produzieren kohärentere und diskriminierendere Unterscheidungen der Niveaus.

Varibalendiskrimination wird augenfällig, wenn man Tabelle 2 und die Kann-Beschreibungen vergleicht. Tabelle 2, so hat man herausgefunden, produziert eine längere Skala (zur feineren Unterscheidung der Niveaustufen) als die Kann-Beschreibungen. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass Tabelle 2 das Endprodukt eines ausführlichen Prozesses der Auswahl, Analyse und Verfeinerung darstellt. Das Ergebnis dieses Prozesses ist, dass jede Niveaubeschreibung eine Zusammensetzung von sorgfältig ausgewählten typischen Elementen ist, was es den Probanden auf einem gegebenen Niveau einfacher macht, das Niveau zu erkennen, das sie am besten beschreibt. Dies produziert ein kohärenteres Antwortmuster, was wiederum eine längere Skala produziert. Dies steht im Gegensatz zur gegenwärtigen Form der 'Kann'-Beschreibungen, die immer noch kurze, atomare Items sind, die noch nicht zu solchen abgerundeten, holistischen Niveaubeschreibungen gruppiert worden sind.

Gruppeneffekte (differential item functioning) werden in der Tatsache sichtbar, dass bestimmte Gruppen von Probanden (d.h. solche, die mit den Fragebögen für 'Soziales und Tourismus', 'Beruf' und 'Bildung' arbeiteten) die Niveaustufen auf bestimmten Ankerskalen erheblich feiner unterscheiden - und dies aus Gründen, die nur schwer zu identifizieren waren.

Keiner dieser Effekte ist unerwartet, wenn man für die Angleichung von Skalen den Ansatz des Rasch-Modells wählt. Sie zeigen, dass eine systematische und qualitative Untersuchung der Formulierungen der einzelnen Items selbst ein notwendiger und wichtiger Schritt bei der "endgültigen" Angleichung der Skalen bleibt.

Kompetenzniveaus im Rahmenplan der ALTE

Zurzeit ist der Rahmenplan der ALTE ein System aus 5 Niveaustufen. Die oben beschriebene Validierung bestätigt, dass diese im Großen und Ganzen den Referenzniveaus A2 bis C2 im Referenzrahmen entsprechen. Die Arbeit an der Definition eines weiteren Eingangsniveaus (Breakthrough) geht voran, und das 'Kann'-Projekt trägt zur Beschreibung dieses Niveaus mit bei. Somit kann man die Beziehung zwischen den beiden Rahmenplänen wie folgt sehen:

Europarat-Niveaus A1 A2 B1 B2 C1 C2
Niveaus der ALTE ALTE
Breakthrough Niveau
ALTE
Niveau 1
ALTE
Niveau 2
ALTE
Niveau 3
ALTE
Niveau 4
ALTE
Niveau 5

Die wichtigsten Merkmale der einzelnen ALTE-Niveaus sind die Folgenden:

ALTE Niveau 5 (Good User): Die Fähigkeit, mit akademisch oder kognitiv anspruchsvollem Material umzugehen und Sprache mit gutem Erfolg auf einem Leistungsniveau zu benutzen, das in mancher Hinsicht fortgeschrittener sein mag als das eines durchschnittlichen Muttersprachlers.

Beispiel: KANN Texten relevante Information entnehmen, die Hauptgedanken eines Texts verstehen und dabei fast so schnell lesen wie ein Muttersprachler.

ALTE Niveau 4 (Competent User): Die Fähigkeit zu kommunizieren, mit Betonung darauf, wie gut etwas erledigt wurde in Hinblick auf Angemessenheit und Feingefühl und die Fähigkeit, mit nicht vertrauten Themen umzugehen.

Beispiel: KANN mit unfreundlichen Fragen sicher umgehen. Kann zu Wort kommen und das Wort behalten.

ALTE Niveau 3 (Independent User): Die Fähigkeit, die meisten Ziele zu erreichen und sich über eine Vielzahl von Themen ausdrücken.

Beispiel: KANN Besucher und Besucherinnen herumführen und detaillierte Beschreibungen eines Orts geben.

ALTE Niveau 2 (Threshold User): Die Fähigkeit, sich auf begrenzte Weise in vertrauten Situationen auszudrücken und auf allgemeine Weise nicht-routinemäßige Informationen zu bewältigen.

Beispiel: KANN die Eröffnung eines Kontos auf der Bank beantragen, vorausgesetzt das Verfahren ist unkompliziert.

ALTE Niveau 1 (Waystage User): Die Fähigkeit, mit einfachen, unkomplizierten Informationen umzugehen und der Beginn der Fähigkeit, sich in vertrauten Kontexten auszudrücken.

Beispiel: KANN sich an einer routinemäßigen Unterhaltung über vorhersagbare Themen beteiligen.

ALTE Breakthrough Niveau: Die elementare Fähigkeit, auf einfache Weise zu kommunizieren und Informationen auszutauschen.

Beispiel: KANN einfache Fragen über eine Speisekarte stellen und einfache Antworten verstehen.

Verweise

Alderson, J. C. 1991: Bands and scores. In: Alderson, J.C and North, B. (eds.): Language testing in the 1990s London: British Council / Macmillan, Developments in ELT, 71-86.

North, B. 1996/2000: The development of a common Framework scale of language proficiency. PhD thesis, Thames Valley University. Nachdruck 2000, New York, Peter Lang.

ALTE Handbook of Language Examinations and Examination Systems (erhältlich über das ALTE Sekretariat bei UCLES)

Weitere Informationen über das ALTE-Projekt von Marianne Hirtzel: Hirtzel.m@ucles.org.uk

Neil Jones, Marianne Hirtzel, University of Cambridge Local Examinations Syndicate, März 2000

 

Kann-Beschreibungen der ALTE:

Zusammenfassungen der Fertigkeitsniveaus der ALTE
Zusammenfassung der Kann-Beschreibungen der ALTE im Bereich 'Soziales und Tourismus'
ALTE Items im Bereich 'Soziales und Tourismus': Überblick über erfasste Sachverhalte und Aktivitäten
Zusammenfassung der Kann-Beschreibungen im Bereich 'Beruf'
ALTE Items im Bereich 'Beruf': Überblick über erfasste Sachverhalte und Aktivitäten
Zusammenfassung der Kann-Beschreibungen im Bereich 'Bildung'
ALTE Items im Bereich 'Bildung': Überblick über erfasste Sachverhalte und Aktivitäten
 
Dokument D1
Zusammenfassungen der Fertigkeitsniveaus der ALTE
ALTE Stufe Hören / Sprechen Lesen Schreiben
ALTE Stufe 5 KANN über komplizierte oder heikle Angelegenheiten sprechen und darüber beraten, umgangssprachliche Anspielungen verstehen und sicher mit unfreundlichen Fragen umgehen. KANN Unterlagen, Schriftwechsel und Berichte verstehen, unter Einschluss der Einzelheiten in komplexen Texten. KANN mit gutem Ausdruck und Genauigkeit Briefe über jedes Thema schreiben und sorgfältige und vollständige Aufzeichnungen über Besprechungen oder Seminare machen.
ALTE Stufe 4 KANN erfolgreich zu Besprechungen und Seminaren innerhalb des eigenen Arbeitsgebiets beitragen oder ein alltägliches Gespräch aufrechterhalten und sich ziemlich fließend über abstrakte Themen unterhalten. KANN schnell genug lesen, um die Anforderungen eines Universitätskurses zu bewältigen; kann Zeitungen/Zeitschriften zu Informationszwecken lesen und nicht-standardisierte Schriftwechsel verstehen. KANN Geschäftsbriefe entwerfen, während Besprechungen verhältnismäßig genaue Aufzeichnungen machen oder einen kommunikativ angemessenen Aufsatz schreiben.
ALTE Stufe 3 KANN einer Präsentation über ein vertrautes Thema folgen, eine Präsentation geben oder ein Gespräch über ein relativ breites Spektrum an Themen in Gang halten. KANN Texten relevante Informationen entnehmen und detaillierte Anweisungen oder Ratschläge verstehen. KANN sich Notizen während eines Gesprächs / Vortrags machen oder einen Brief schreiben, der auch nicht-standardisierte Anfragen enthält.
ALTE Stufe 2 KANN begrenzt Meinungen zu abstrakten / kulturellen Themen äußern, innerhalb eines vertrauten Bereichs beraten, und Anweisungen oder öffentliche Durchsagen verstehen. KANN einfache Anleitungen und Artikel sowie die Hauptinforma-tionen in nicht-standardisierten Texten zu einem vertrauten Thema verstehen. KANN Briefe schreiben oder sich Notizen zu Inhalten machen, deren Thematik vertraut oder vorhersehbar ist.
ALTE Stufe 1 KANN in einem vertrauten Kontext einfache Meinungen ausdrücken oder Wünsche äußern. KANN einfache Informationen zu einem vertrauten Thema verstehen, z.B. in Produktinfor-mationen, Hinweisen oder Berichten. KANN Formulare ausfüllen und kurze, einfache Briefe oder Postkarten schreiben, die sich auf Persönliches beziehen.
ALTE Break-
through
KANN einfache Anweisungen verstehen oder an einem einfachen Gespräch über ein vorhersehbares Thema teilnehmen. KANN einfache Hinweise, Anleitungen oder Informationen verstehen. KANN einfache Formulare ausfüllen und Notizen schreiben, z.B. zu Zeiten, Terminen und Orten.

Liste

 

Dokument D2
Zusammenfassung der Kann-Beschreibungen der ALTE im Bereich 'Soziales und Tourismus'
ALTE Stufe Hören / Sprechen Lesen Schreiben
ALTE Stufe 5 KANN über komplizierte und heikle Sachverhalte sprechen, ohne ungeschickt zu wirken. KANN einen Mietvertrag im Einzelnen verstehen, z.B. technische Details und deren rechtliche Implikationen. KANN mit gutem Ausdruck und Genauigkeit Briefe über jedes beliebige Thema schreiben.
ALTE Stufe 4 KANN Gespräche informeller Art über längere Zeit aufrechterhalten und über abstrakte / kulturelle Themen relativ flüssig und mit relativ breitem Wortschatz sprechen. KANN komplexe Meinungen / Argumente, wie sie in anspruchsvollen Zeitungen vorkommen, verstehen. KANN Briefe über die meisten Themen schreiben. Die Schwierigkeiten, die der Leser haben könnte, werden vorwiegend durch lexikalische Fehler verursacht.
ALTE Stufe 3 KANN ein Gespräch über eine relativ breite Auswahl von Themen aufrechterhalten, z.B. über persönliche und berufliche Erfahrungen oder aktuelle Ereignisse in den Nachrichten. KANN detaillierte Informationen, z.B. eine große Zahl kulinarischer Begriffe auf einer Speisekarte sowie die meisten Wörter und Abkürzungen in Wohnungsanzeigen verstehen. KANN sich nach den Serviceleistungen eines Hotels erkundigen, zum Beispiel zu Einrichtungen für Behinderte oder zur Zubereitung einer speziellen Diät.
ALTE Stufe 2 KANN in begrenztem Umfang Meinungen zu abstrakten / kulturellen Themen äußern und Nuancen von Bedeutungen / Meinungen verstehen. KANN sachliche Artikel in einer Zeitung / Zeitschrift, Routineschreiben von Hotels und Briefe verstehen, in denen persönliche Meinungen ausgedrückt werden. KANN in Briefen über eine begrenzte Anzahl von vorhersehbaren Themen im Bereich der persönlichen Erfahrungen schreiben und Meinungen äußern.
ALTE Stufe 1 KANN in vertrauten Situationen das, was ihm/ihr gefällt oder nicht gefällt mit einfachen Worten ausdrücken. KANN einfache Informationen verstehen, z.B. Hinweise auf Nahrungsmitteln, einfache Speisekarten und Hinweisschilder. KANN die meisten Formulare ausfüllen, die sich auf persönliche Daten beziehen.
ALTE Break-
through
KANN einfache, sachliche Fragen stellen und die Antworten verstehen, soweit diese in einfacher Sprache gegeben werden. KANN einfache Hinweise und Informationen verstehen, z.B. in Flughäfen, Kaufhäusern oder auf Speisekarten.KANN einfache Hinweise auf Medikamenten oder einfache Wegbeschreibungen verstehen. KANN eine einfache Nachricht für die Gastfamilie hinterlassen oder einfache Dankesbriefe schreiben.

Liste

 

Dokument D3
ALTE Items im Bereich 'Soziales und Tourismus': Überblick über erfasste Sachverhalte und Aktivitäten
Sachverhalt Aktivität Umgebung / Ort erforderliche sprachliche Fertigkeit
Überleben im Alltag 1. einkaufen Selbstbedienungsladen, Läden mit Bedienung, Marktplatz Hörverstehen / Sprechen, Lesen
2. im Restaurant essen Restaurant, Selbstbedienung (Fastfood) Hörverstehen / Sprechen, Lesen
3. Unterkunft (Typ: Hotel) Hotel, Bed & Breakfast usw. Hörverstehen/Sprechen, Lesen, Schreiben (Formulare ausfüllen)
4. vorübergehend eine Unterkunft mieten (Wohnung, Zimmer, Haus) Agentur, private Vermieter Hörverstehen / Sprechen, Lesen, Schreiben (Formulare ausfüllen)
5. sich in einer Unterkunft niederlassen Gastfamilien Hörverstehen / Sprechen, Lesen, Schreiben (Briefe)
6. Finanz- oder Postdienstleistungen nutzen Banken, Wechselstuben, Postämter Hörverstehen / Sprechen, Lesen, Schreiben
Gesundheit gesund werden / gesund bleiben in der Apotheke, beim Arzt, im Krankenhaus, beim Zahnarzt Hörverstehen / Sprechen, Lesen
Reisen in einem Land ankommen, herumreisen, Wegbeschreibungen erhalten und geben, mieten Flughafen / Hafen, Bahnhof / Busbahnhof, Straße, Werkstatt usw., Reisebüro, Firmen, die etwas vermieten (Autos, Boote usw.) Hörverstehen / Sprechen, Lesen, Schreiben (Formulare ausfüllen)
Notfälle mit Notfallsituationen umgehen (Unfall, Krankheit, Verbrechen, Autopannen usw.) öffentliche Orte, private Orte, z.B. Hotelzimmer, Krankenhaus, Polizeidienststelle Hörverstehen / Sprechen, Lesen
Besichtigungen Informationen erhalten, eine Rundreise machen, Personen herumführen Touristenbüro, Reisebüro, touristische Sehenswürdigkeiten (Denkmäler usw.), Städte, Großstädte, Schulen / Hochschulen / Universitäten Hörverstehen / Sprechen, Lesen
Geselligkeit informelle Zusammenkünfte / mit Leuten zurechtkommen, unterhalten Discotheken, Partys, Schulen, Hotels, Zeltplätze, Restaurants usw., Zuhause, außerhalb des Hauses Hörverstehen / Sprechen
Medien / kulturelle Ereignisse Fernsehfilme / Filme / Theaterstücke usw. ansehen, Radio hören, Zeitungen / Zeitschriften lesen Zuhause, im Auto, Kino, Theater, 'Son et lumière' usw. Hörverstehen / Lesen
Persönliche Kontakte (über eine Distanz) Briefe und Postkartenschreiben usw. Zuhause, außerhalb des Hauses Hörverstehen / Sprechen (Telefon), Lesen, Schreiben

Liste

 

Dokument D4
Zusammenfassung der Kann-Beschreibungen im Bereich 'Beruf'
ALTE Stufe Hören / Sprechen Lesen Schreiben
ALTE Stufe 5 KANN in komplizierten, heiklen und umstrittenen Angelegenheiten sprachlich handeln und beraten, z.B. bei juristischen und finanzpolitischen Fragen, wenn er/sie die dafür notwendigen Kenntnisse besitzt. KANN die meisten Artikel verstehen, mit denen er/sie in seinem/ihrem Bereich zu tun hat, einschließlich komplexer Ideen, die in komplexer Sprache ausgedrückt werden. KANN sorgfältige und vollständige Aufzeichnungen machen und sich gleichzeitig an der Besprechung oder am Seminar beteiligen.
ALTE Stufe 4 KANN erfolgreich zu Besprechungen und Seminaren innerhalb des eigenen Arbeitsgebiets beitragen und gegen oder für einen Standpunkt diskutieren. KANN auch Schriftwechsel verstehen, die in nicht-standardisierter Sprache abgefasst sind. KANN eine große Bandbreite von alltäglichen und nichtalltäglichen Situationen bewältigen, in denen professionelle Leistungen von Kollegen oder externen Ansprechpartnern verlangt werden.
ALTE Stufe 3 KANN die meisten Mitteilungen annehmen und weitergeben, die während eines normalen Arbeitstages anfallen. KANN die meisten Schriftwechsel, Berichte und Produktbeschreibungen, die er/sie erhält, verstehen. KANN alle Routineanfragen hinsichtlich Waren oder Dienstleistungen bewältigen.
ALTE Stufe 2 KANN innerhalb des eigenen Arbeitsgebiets Kunden in einfachen Angelegenheiten beraten. KANN innerhalb des eigenen Arbeitsgebiets die allgemeine Bedeutung von nicht-alltäglichen Briefen und theoretischen Artikeln verstehen. KANN in einer Besprechung oder einem Seminar ziemlich genaue Notizen machen, wenn die Thematik vertraut und vorhersehbar ist.
ALTE Stufe 1 KANN innerhalb des eigenen Arbeitsgebiets einfache Wünsche äußern, z.B.: "Ich möchte 25 ... bestellen". KANN die meisten kurzen Berichte oder Handbücher vorhersehbarer Art verstehen, die im eigenen Arbeitsgebiet anfallen, vorausgesetzt es steht genügend Zeit zur Verfügung. KANN eine kurze Anfrage an einen Kollegen oder an einen bekannten Ansprechpartner in einer anderen Firma schreiben.
ALTE Break-
through
KANN einfache Mitteilungen verstehen und weiterleiten, z.B. "Treffen Freitag um 10. Uhr". KANN einen kurzen Bericht über ein vertrautes Thema verstehen, vorausgesetzt dieser ist in einfacher Sprache ausgedrückt und die Inhalte sind vorhersehbar. KANN eine einfache alltägliche Anfrage an einen Kollegen schreiben vom Typ "Kann ich 20 ... haben?".

Liste

 

Dokument D5
ALTE Items im Bereich 'Beruf': Überblick über erfasste Sachverhalte und Aktivitäten
Sachverhalt Aktivität Umgebung / Ort erforderliche sprachliche Fertigkeit
Berufsbezogene Dienstleistungen 1. berufsbezogene Dienstleistungen anfordern Arbeitsplatz (Büro, Fabrik usw.) Hörverstehen / Sprechen, Schreiben
2. berufsbezogene Dienstleistungen anbieten Arbeitsplatz (Büro, Fabrik usw.), Zuhause beim Kunden Hörverstehen/Sprechen, Schreiben
Sitzungen und Seminare an Sitzungen und Seminaren teilnehmen Arbeitsplatz (Büro, Fabrik usw.), Konferenzzentrum Hörverstehen / Sprechen, Schreiben (Notizen)
Formelle Präsentationen und Vorführungen etwas präsentieren oder vorführen oder einer Präsentation oder einer Vorführung folgen Konferenzzentrum, Ausstellung, Fabrik, Labor usw. Hörverstehen / Sprechen, Schreiben (Notizen)
Korrespondenz Faxe, Briefe, Memos, E-Mail usw. verstehen und schreiben Arbeitsplatz (Büro, Fabrik usw.) Lesen, Schreiben
Berichte Berichte schreiben und verstehen (von beträchtlicher Länge und hohem Grad an Formalität) Arbeitsplatz (Büro, Fabrik usw.) Lesen, Schreiben
Öffentlich zugängliche Information Wichtige Information beschaffen (z.B. aus Produktbeschreibungen, Fachzeitschriften, Handelsblättern, Anzeigen, Websites usw.) Arbeitsplatz (Büro, Fabrik usw.), Zuhause Lesen
Anweisungen und Handreichungen Hinweise verstehen (z.B. Sicherheit), Anleitungen verstehen und schreiben (z.B. in Handbüchern für die Installation, den Betrieb und die Wartung) Arbeitsplatz (Büro, Fabrik usw.) Lesen, Schreiben
Telefon jemanden anrufen, angerufen werden (einschließlich Nachrichten festhalten/Notizen machen) Büro, Zuhause, Hotelzimmer usw. Hörverstehen / Sprechen / Schreiben (Notizen)

Liste

 

Dokument D6 Zusammenfassung der Kann-Beschreibungen im Bereich 'Bildung'
ALTE Stufe Hören / Sprechen Lesen Schreiben
ALTE Stufe 5 KANN auch Witze sowie umgangssprachliche und kulturelle Anspielungen verstehen. KANN alle Informationsquellen schnell und sicher nutzen. KANN im Verlauf eines Seminars, Tutoriums oder Kurses genaue und vollständige Aufzeichnungen machen.
ALTE Stufe 4 KANN einer abstrakten Argumentation folgen, z.B. dem Abwägen von Alternativen und dem Ziehen von Schlussfolgerungen. KANN schnell genug lesen, um die Anforderungen eines Studiums zu bewältigen. KANN Aufsätze schreiben, deren Lektüre dem Leser wenig Schwierigkeiten bereitet.
ALTE Stufe 3 KANN eine klare Präsentation über ein vertrautes Thema geben und vorhersehbare faktische Fragen beantworten. KANN Texten relevante Informationen entnehmen und die Hauptinformationen verstehen. KANN einfache Aufzeichnungen machen, die für Aufsätze oder zu Lernzwecken von Nutzen sein können.
ALTE Stufe 2 KANN Anweisungen im Unterricht und zu Hausarbeiten verstehen, die der Lehrer /Dozent gibt. KANN mit etwas Hilfe einfache Anleitungen und Hinweise verstehen, z.B. Bibliothekskataloge im Computer. KANN sich während einer Vorlesung Notizen machen, vorausgesetzt diese werden mehr oder weniger diktiert.
ALTE Stufe 1 KANN seine Meinung in einfacher Sprache ausdrücken, z.B.: "Ich bin nicht einverstanden". KANN die allgemeine Bedeutung eines vereinfachten Lehrbuchtextes oder Artikels verstehen, wenn er/sie sehr langsam liest. KANN einen einfachen Bericht oder eine Beschreibung verfassen, z.B. "Mein letzter Urlaub".
ALTE Break-
through
KANN einfache Anweisungen hinsichtlich Unterrichtszeiten, Terminen und Klassenräumen sowie Anweisungen zu Hausaufgaben verstehen. KANN einfache Ankündigungen und Hinweise verstehen. KANN Zeiten, Termine und Orte von Ankündigungen an der Tafel oder am Schwarzen Brett abschreiben.

Liste

 

Dokument D7
ALTE Items im Bereich 'Bildung': Überblick über erfasste Sachverhalte und Aktivitäten
Sachverhalt Aktivität Umgebung / Ort erforderliche sprachliche Fertigkeit
Vorlesungen, Referate, Präsentation und Vorführungen 1. einer Vorlesung, einem Referat, einer Präsentation oder einer Vorführung folgen Hörsaal, Klassenzimmer, Labor usw. Hörverstehen / Sprechen, Schreiben (Notizen)
2. eine Vorlesung, ein Referat halten, etwas vorführen
Seminare und Tutorien an Seminaren und Tutorien teilnehmen Klassenzimmer, Arbeitszimmer Hörverstehen / Sprechen, Schreiben (Notizen)
Fachbücher, Artikel usw. sich Information beschaffen Arbeitszimmer, Bibliothek usw. Lesen, Schreiben (Notizen)
Aufsätze Aufsätze schreiben Arbeitszimmer, Bibliothek, Prüfungsraum usw. Schreiben
Berichte einen Bericht schreiben (z.B. über ein Experiment) Arbeitszimmer, Labor Schreiben
Techniken der Informationsbeschaffung sich Information erschließen (z.B. aus einer Computer-Datenbank, einer Bibliothek, einem Wörterbuch usw.) Bibliothek, Archiv usw. Lesen, Schreiben (Notizen)
Organisation des Studiums Vereinbarungen treffen, z.B. mit Mitarbeitern der Hochschule über Abgabetermine für eine einzureichende Arbeit Hörsaal, Klassenzimmer, Arbeitszimmer usw. Hörverstehen / Sprechen, Lesen, Schreiben

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