Foto: Kai Wiedenhöfer

    Psychologie

    Über Fikrun

    Fikrun wa Fann war eine von 1963 bis 2016 vom Goethe-Institut herausgegebene Kulturzeitschrift, die den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den islamisch geprägten Ländern gefördert und mitgestaltet hat. Mit dem Erscheinen der letzten Ausgabe „Flucht und Vertreibung“ (Heft 105) im Herbst 2016 wurde auch die Pflege und Aktualisierung dieses Online-Portals eingestellt.
    Kuppel der Gebetsnische in der Wazir Khan-Moschee in Lahore. Foto: Stefan Weidner

    Editorial

    Mit der Erfindung der Psychoanalyse durch Sigmund Freud Ende des 19. Jahrhunderts ist die Psychologie zu einer Wissenschaft und Theorie mit universalem Anspruch geworden, ähnlich wie die Medizin. Aber ist dieser Anspruch auch berechtigt? Haben die Schriften Sigmund Freuds für die Menschen in Indien oder der arabischen Welt heute irgendeine Bedeutung? Von Stefan WeidnerMehr ...
    Eule oder anderer Raubvogel mit ausgebreiteten Schwingen. Dieses wiederkehrende, leicht variierte Motiv befindet sich oberhalb der Vasenbilder am oberen, in das Gewölbe übergehenden Ende in den Durchgängen zum Gebetssaal der Wazir Khan-Moschee. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Gilt Freud für die ganze Welt?
    Psychoanalyse und die nicht-westliche Welt

    Sowohl die psychoanalytische Untersuchung von Literatur, Poesie und autobiographischen Werken aus aller Welt als auch die Arbeit in der klinischen Praxis mit eingewanderten Patienten unterschiedlichen nationalen und ethnischen Ursprungs zeigen überzeugend, dass die Freudsche Metapsychologie ebenso nützlich ist, um die ‚östlicheʻ Psyche zu verstehen, wie sie es für die ‚westlicheʻ Psyche ist. Doch gilt dies auch für die anderen Bereiche von Freuds Theorie, z. B. für seine Hypothesen über die Persönlichkeitsentwicklung oder seine Ansichten zu Religion und Zivilisation? Von Salman AkhtarMehr ...
    Ein sudanesischer Sufi bei einer Dhikr-Zeremonie auf dem Al-Bakri Friedhof in Omdurman. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Aktueller denn je
    Psychologie in der arabischen Welt heute
    Interview mit Jalil Bennani

    Marokko zählt zu den afrikanischen und arabischen Ländern, die die Psychoanalyse derzeit am stärksten aufnehmen. Über die Gründe dafür und über die Schwierigkeiten, mit denen die Psychoanalyse in der islamischen Welt noch zu kämpfen hat, sprach Martina Sabra mit dem bekannten marokkanischen Psychotherapeuten Jalil Bennani. Von Martina SabraMehr ...
    Der Schuh eines kleinen Mädchens in den Ruinen eines Hauses in Syrien. Foto: Ziad Homsi © Goethe-Institut

    Die Vergewaltigung von Frauen in Zeiten des Krieges
    Psychoanalytische Überlegungen

    Vergewaltigung als einer der brutalsten Aspekte von Kriegen und Bürgerkriegen wird als psychologische Waffe eingesetzt. Wie Fälle aus Syrien und Irak zeigen, ist der daraus resultierende seelische Schaden enorm. In einem kulturellen Kontext, der stark patriarchalisch geprägt ist und von den Rechtsauskünften reaktionärer Religionsgelehrter (Fatwas) genährt wird, ist die Geringschätzung des anderen Geschlechts noch immer ein zentrales Problem – das sich deutlich in der gegenwärtigen Krise in der islamischen Welt bemerkbar macht. Von Houria AbdelouahedMehr ...
    Syrische Kinder in einer zerstörten Straße in Aleppo. Foto: Nour Kelze © Goethe-Institut

    Kriegskinder in Syrien
    Gegenwart und Zukunft

    Die syrische Revolution war nicht nur eine der Überraschungen des Arabischen Frühlings, sie war auch eine der faszinierendsten Revolutionen, weil sie vor dreieinhalb Jahren durch ganz normale Kinder und Jugendliche in der Stadt Deraa ausgelöst wurde, die noch nie zuvor in einer Nachrichtensendung erwähnt worden war. Doch zu jenem Zeitpunkt begann für Syriens Kinder ein neues Zeitalter, das von Not und Leid geprägt ist. Von Jamal Khalil SobehMehr ...
    Back to School von dem syrischen Künstler Tammam Azzam © Goethe-Institut

    Das Ende eines Tabus?
    Auch Iran diskutiert über Kindesmissbrauch

    Es ist überall auf der Welt schwierig, über sexuellen Missbrauch von Kindern zu sprechen. Im Iran galten Diskussionen über das Thema aufgrund der islamischen Traditionen und der so genannten „Norm der Gesellschaft“ bis vor einigen Jahren als Tabu. Seit einiger Zeit scheint dieses Tabu gebrochen und die iranische Gesellschaft hat trotz allen Schwierigkeiten begonnen, dem Problem entgegenzutreten. Die Gesetze im Iran und die Skepsis der Sicherheitsorgane gegenüber NGOs erschweren allerdings die Arbeit. Von Parisa TonekaboniMehr ...
    Fresken im Gebetssaal der Wazir Khan-Moschee. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Projektionsfläche Islam
    Die psychologischen Hintergründe der Islamfeindschaft

    Es ist an der Zeit, die emotional geführten Islamdebatten im Westen einmal unter psychologischem Blickwinkel zu betrachten. Womöglich bietet der Islam eine Projektionsfläche für Ansichten und Empfindungen, die mit dem Islam selbst wenig zu tun haben, und häufig wird den Islamkritikern „Islamophobie“ vorgeworfen, das heißt eine irrationale Angst vor dem Islam. Der folgende Beitrag geht der Frage nach, wo Vorbehalte gegenüber dem Islam und den Muslimen begründet sind, wo irrationale Ängste vor dem Islam mitschwingen, und wofür genau der Islam als Projektionsfläche und Blitzableiter genutzt wird. Von Stefan WeidnerMehr ...
    Sigmund Freud, the father of psychoanalysis, in 1926. Photo: Ferdinand Schmutzer

    „Herr Frau Doktor“
    Interview mit Dr. med. Schouler-Ocak

    Meryam Schouler-Ocak wurde 1962 in der Türkei geboren. Mit sieben Jahren kam sie nach Deutschland. Sie ist leitende Oberärztin an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St.-Hedwigs-Krankenhaus zu Berlin und Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und psychosoziale Gesundheit e.V. (DTGPP). Einer ihrer Forschungsschwerpunkte liegt im Bereich der Transkulturellen Psychiatrie und Psychotherapie. Von Alem GrabovacMehr ...
    Ein Junge in einem sudanesischen Dorf. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Der Geruch der Fremde
    Migration und die Vertreibung aus der Kindheit

    Eine Psychotherapeutin berichtet aus ihrer Praxis mit Patienten aus Nordafrika und Nahost – viele von ihnen sind als Kinder nach Deutschland gekommen oder als Kinder von Einwanderern hier aufgewachsen. Diese Situation verursacht sehr spezifische psychische Belastungen für die Kinder, die auch das Erleben der Erwachsenen prägen. Ein durch die psychoanalytische Behandlung herbeigeführtes Verständnis kann hier helfen. Von Sigrid ScheifeleMehr ...
    Can you hear? von dem syrischen Künstler Wissam al Jazairy. Die Bilder und Fotos syrischer Künstler, die in dieser Ausgabe abgebildet sind, stammen aus dem Buch Innenansichten aus Syrien (Inside Syria), herausgegeben von Larissa Bender, edition faust, Frankfurt 2014 © Goethe-Institut

    Heimweh
    Wenn die Heimat zur Fremde, die Fremde aber nicht zur Heimat wird

    In einer globalisierten und dicht vernetzten Welt, in der geistige und körperliche Mobilität eine immer höhere Relevanz bekommen, noch von Heimat und Heimweh zu sprechen, scheint kontraintuitiv oder zumindest klärungsbedürftig zu sein. Gerade deshalb soll hier gezeigt werden, wie eine Beschäftigung mit Heimweh auch gegenwärtig, philosophisch, psychologisch, sozialpolitisch sowohl sinnvoll als auch notwendig ist. Hierzu werden Erkenntnisse der psychologischen Wissenschaft mit Fragen der Migrationsforschung verknüpft und einige Ergebnisse einer eigenen empirischen Forschung mit türkeistämmigen Zuwanderern in Deutschland vorgestellt. Von Haci-Halil UslucanMehr ...
    Rosa Yassin Hassan. Foto: Larissa Bender © Goethe-Institut

    Das Unvergessene übersetzen
    Trauma in der zeitgenössischen arabischen Literatur

    Ähnlich wie andere Gebiete der globalen Wissensproduktion konzentrierte sich die moderne Traumaforschung bis vor Kurzem auf ,weiße‘, westliche Betroffene und ging wie die psychologische Forschung im Allgemeinen von den Lebenswirklichkeiten westlicher Industriegesellschaften aus. Aber welche Traumata entwickeln sich in kolonisierten oder postkolonialen Gesellschaften? Von Stephan MilichMehr ...
    Blick von der Hofseite auf das Vestibülgebäude mit den beiden Chatri-Kiosken, das den Eingang zur Wazir Khan-Moschee in Lahore bildet.
Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Zahir und Batin
    Islamischer Barock und die Bilderrätsel von Lahore

    Das 17. Jahrhundert gilt als die Blütezeit der Moghulherrschaft auf dem indischen Subkontinent. Im Bereich der Malerei und Architektur griffen die Moghulen vorhandene islamische Traditionen auf, erweiterten sie jedoch um Elemente, die in der islamischen Kunst bis dahin selten waren. In kaum einer Epoche der islamischen Geschichte wurde mit dem Bilderverbot derartig kreativ und spielerisch umgegangen.Von Stefan WeidnerMehr ...

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