Foto: Kai Wiedenhöfer

    Über Literatur

    Editorial
    Zur Lage der Literatur

    Die Literatur fängt mit dem Publizieren an. Was in Europa seit Gutenberg im 16. Jahrhundert eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich dass Bücher gedruckt, von Verlagen vertrieben und von Buchhandlungen verkauft werden, galt in vielen Ländern vor allem Afrikas immer nur eingeschränkt, und wir wissen auch heute im reichen Westen nicht mehr, ob es bei diesem Modell des Publizierens bleiben wird. E-Books und Online-Buchhandlungen sind im Begriff, den traditionellen Buchhandel zu zerstören. Allmählich müssen wir uns fragen, was das für die Literatur bedeutet, wie sie darauf reagiert und sich ändert. Von Stefan WeidnerMehr ...
    Istanbul, Verse von Cemal Süreya: „Betten gibt es, um zu reden, zum Küssen sind die Telefonhäuschen da.“ Foto: Achim Wagner © Goethe-Institut

    Schreiben und Publizieren heute
    In Afrika und anderswo

    Von Doris Lessing stammt die Aussage, ohne die Literaturen Afrikas fehle dem Orchester der Weltliteratur eine wichtige Klangfarbe. Das Gleiche ließe sich natürlich auch mit Blick auf die Literaturen Asiens, der arabischen Welt, Ozeaniens, Osteuropas oder Lateinamerikas sagen. Denn auch im 21. Jahrhundert gilt, dass das, was außerhalb Westeuropas und Nordamerikas geschrieben und verlegt wird, nur selten den Weg zu weltweiter Beachtung findet. Im Folgenden schauen wir uns ein wenig um in der bunten Bücherwelt und fragen, was da eigentlich los ist und was man tun kann. Von Holger EhlingMehr ...
    Istanbul, Treppe in Burgazada, die während der Prostete bunt bemalt worden ist. Foto: Achim Wagner © Goethe-Institut

    Publizieren in Afrika
    Von Sackgassen und neuen Wegen

    Welche Alternativen gibt es für das Verlegen auf einem extrem schwierigen Buchmarkt wie dem afrikanischen? Der südafrikanische Verleger Arthur Attwell berichtet von seinen Erfahrungen mit der Herstellung und Verteilung von Büchern in Regionen, die von schlechter Infrastruktur und allgegenwärtiger Armut geprägt sind. Das Lesen ist hier nicht nur ein angenehmer Zeitvertreib: Oft ist es ein Mittel zum Überleben. Von Arthur AttwellMehr ...
    Ankara: An eine Absperrung gehängtes Foto eines Demonstranten, der mit einem Blumentopf gegen Tränengasgranaten protestiert. Foto: Achim Wagner © Goethe-Institut

    Von Alt-Lit zur SEO-Literatur?
    Das literarische Kunstwerk im Zeitalter digitaler Monopole

    Das Internet hat das Potential, unser Verständnis von Literatur radikal zu verändern. Vorher undenkbare Formen des Publizierens und Schreibens sind entwickelt worden – jedoch nicht nur um der Literatur willen, sondern auch, weil die Autoren gar nicht mehr existieren können, ohne die Bedingungen des Internets zu berücksichtigen. Wie weit diese Veränderungen gehen können und wie gefährlich sie zum Teil sind, zeigt der Internet-Theoretiker Johannes Thumfart. Von Johannes ThumfartMehr ...
    John Sandoe Buchladen in Chelsea, London. Foto: Jakob Burgi.

    Bücher wird es auch weiterhin geben – aber welche?

    Die Angst der Büchermacher vor dem Ende des Buchs treibt seltsame Blüten: Die Bücher werden immer schöner, selbst solche, deren Inhalt nicht besonders wertvoll ist. Andererseits wandern die wertvollen Inhalte in neue Medien ab. Überlegungen zur Frage, wie Medien und Inhalte jetzt und in Zukunft zusammenpassen. Von Thorsten KrämerMehr ...
    Ankara, Verse von Nazim Hikmet: „Und das schönste Wort, das ich dir sagen will, ist das Wort, das ich noch nicht gesagt habe.“ Foto: Achim Wagner © Goethe-Institut

    Medienwandel in der Literatur
    Warum ich für das E-Book und nicht gegen Amazon bin

    Der deutschsprachige Buchhandel gilt als einer der besten der Welt. Aber die technische Entwicklung zum E-Book und die aggressive Geschäftspolitik des Online-Händlers Amazon werden von Buchhandlungen und Verlagen als Bedrohung wahrgenommen. Ist diese Entwicklung aber auch eine Bedrohung für die Autoren? Nein, sagt Stefan Weidner. Sie ist eine Chance. Von Stefan WeidnerMehr ...
    Raimund Fellinger. Foto: Wolfgang Borrs.

    Im Dienst von Autor, Leser und Verlag
    Gespräch mit dem Cheflektor eines der führenden deutschen Verlage

    Die digitale Revolution verändert nahezu alle unsere Lebensbereiche – auch das Lesen. Wie begegnet einer der größten deutschen Verlage diesen Herausforderungen? Unser Autor Alem Grabovac sprach mit Raimund Fellinger, Cheflektor des Suhrkamp Verlages, über E-Books, Vorwürfe der Verknöcherung und über die Stimme des Lektors im Buch. Von Alem GrabovacMehr ...
    FF-103_7_Boehm_Bild1: Screenshots aus Spec Ops: The Line von Yager Development. Foto: Fikrun wa Fann.

    Inspiration für Literatur
    Das Computerspiel als Kunstform

    Computerspiele galten lange Zeit als populärer Zeitvertreib ohne kulturellen Wert. Mittlerweile jedoch erkennt man, dass das Computerspiel eine starke Verwandtschaft zu Film und Literatur aufweist und das Zeug hat, zu einer eigenständigen Kunstform zu werden. Welche Rolle die Literatur beim kulturellen Erwachsenwerden des Computerspiels spielt und worin seine Potentiale liegen, erklärt der Literaturvermittler Thomas Böhm. Von Thomas BöhmMehr ...
    Ankara, Vers von Cemal Süreya: „In welcher Stadt ich auch bin, du weißt, dort ist die Hauptstadt der Einsamkeit.“ Foto: Achim Wagner © Goethe-Institut

    Wohin entwickelt sich die iranische Blogosphäre?

    Es ist etwas mehr als zehn Jahre her, dass das Fieber der Blogosphäre viele Iraner gepackt hat. Es dauerte nicht lange, bis Bloggen als Hoffnung für die Verbreitung der Meinungsfreiheit und Demokratie galt. Die iranischen Blogger begegneten zum einen der internationalen Begeisterung, Bewunderung und Ermutigung, zum anderen waren sie den Beschuldigungen der Sicherheitsorgane und der Internetzensur ausgesetzt. Was für einen Stellenwert hat das Bloggen heute in Iran? Von Parisa TonekaboniMehr ...
    Buchmesse in Teheran. Foto: Markus Kirchgessner © Goethe-Institut

    Schreiben ist eine gefährliche Angelegenheit
    Die Situation von Autoren in Iran

    Schreiben ist in Iran fast ein Ding der Unmöglichkeit geworden, und die iranische Geschichte ist reich an der Unterdrückung und Ermordung von Schriftstellern. Dennoch will Iran 2018 in Frankfurt auf der Buchmesse als Ehrengast auftreten. Einer der bekanntesten iranischen Autoren der Gegenwart bezieht hier dazu Stellung. Von Amir Hassan CheheltanMehr ...
    Auf dem Bücherbasar in Kabul. Foto: Ursula Neumann © Goethe-Institut

    Autor oder afghanischer Autor?
    Schreiben wie überall – und doch nicht

    Wie kommt ein afghanischer Schriftsteller zum Schreiben, was bewegt ihn, was inspiriert ihn? Während vieles genau so auch für Autoren in anderen Weltgegenden gilt, kommen spätestens dann, wenn der Autor an die Publikation denkt, die besonderen Probleme Afghanistans ins Spiel. Eine Meditation über das innere und das äußere Dasein des Schriftstellers von Taqi Akhlaqi. Von Taqi AkhlaqiMehr ...
    Internationale Buchmesse Kairo, Verkauf gebrauchter Bücher. Foto: Markus Kirchgessner © Goethe-Institut

    Wie uns die Revolution vom Schreiben abhielt
    Eine Art Zeugnis

    Wie verhält sich ein Schriftsteller mit politischem Bewusstsein angesichts der turbulenten politischen Gezeiten in Ägypten? Wie hält er sich über Wasser, ohne mit dem Strom zu schwimmen? Ohne nur noch politisch zu werden, oder ohne der Politik für immer Adieu zu sagen? Saad al-Kirsh versucht, mit der Machete des Worts einen Weg durch den politisch-literarischen Dschungel zu schlagen. Von Saad al-KirshMehr ...
    Nisrine Boukhari: 360° Pilgrimage. Aus der Ausstellung „I Will Never Get Used to Wait“, Galerie Hinterland, Wien 11.03.–11.04.2015. Foto: Galerie Hinterland © Goethe-Institut

    Warum schreiben wir?
    Fragile Kreativität in Zeiten der Revolution

    Die arabischen Revolutionen, insbesondere die syrische, haben die Selbstwahrnehmung der Autoren verändert. Für einige ist diese Veränderung so gravierend, dass sie sich nicht länger in der Lage sehen zu schreiben. Diese Erfahrung hat auch Dima Wannous gemacht, eine der herausragenden Schriftstellerinnen der jüngeren Generation Syriens. Ein Bericht von einer Autorin im Standby-Modus. Von Dima WannousMehr ...
    Izmir, Aufforderung: „Schließ das Heft, das Gedicht ist auf der Straße.“ Foto: Achim Wagner © Goethe-Institut

    Das Gedicht ist auf der Straße
    Über die Bewegung #şiirsokakta in der Türkei

    In Folge der Gezi-Proteste und in Wechselwirkung mit den sozialen Medien ist in der Türkei eine Bewegung entstanden, die den öffentlichen Raum mit Lyrik beschriftet und zum Bestandteil des literarischen Lebens in der Türkei wurde. Von Achim WagnerMehr ...
    Gramedia Buchladen in der Ambassador Mall (Mal Ambasador), Kuningan, Jakarta. Foto: Charlie Ramos.

    Mit der Literatur gegen die Traumata – Indonesien auf der Frankfurter Buchmesse

    Die Einladung zur Frankfurter Buchmesse ist für Indonesien eine einmalige Gelegenheit. Dennoch stellt die dortige Rolle als Ehrengast dieses Land mit seinen vielen Sprachen und der weltweit größten muslimischen Gemeinschaft vor große Schwierigkeiten. Von Marco StahlhutMehr ...

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