Foto: Kai Wiedenhöfer

    Flucht und Vertreibung

    Über Fikrun

    Fikrun wa Fann war eine von 1963 bis 2016 vom Goethe-Institut herausgegebene Kulturzeitschrift, die den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den islamisch geprägten Ländern gefördert und mitgestaltet hat. Mit dem Erscheinen der letzten Ausgabe „Flucht und Vertreibung“ (Heft 105) im Herbst 2016 wurde auch die Pflege und Aktualisierung dieses Online-Portals eingestellt.
    Foto: Kai Wiedenhöfer

    Editorial

    Als im Sommer 2015 das Thema ‚Displacement‘ für diese Ausgabe (Sommer 2016) gewählt wurde, war bereits absehbar, dass dies das Thema unserer Epoche ist. Aber es war noch nicht klar, wie brisant sich die Flüchtlingskrise und die Reaktionen darauf in den folgenden Monaten bis heute entwickeln würden. Von Stefan WeidnerMehr ...
    Syrische Flüchtlinge vor ihrer Unterkunft in einem bayerischen Dorf. Foto: Achim Wagner


    Der deplatzierte, deplatzierende Blick
    Wie man sich und den anderen fremd wird, auch wenn man es gar nicht ist

    Man kann auch fremd sein, wenn man gar nicht fremd ist: nämlich dann, wenn man von den anderen immer für fremd gehalten wird. Was aber passiert, wenn plötzlich ganz viele andere, neue, echte Fremde hinzukommen? Dann kann es passieren, dass der, der fälschlich von Rassisten für fremd gehalten wurde, selbst eine Art Rassismus gegen Fremde empfindet. Über die Dialektik des Rassismus in dem Zuwanderungsland Deutschland. Von Steven UhlyMehr ...
    Syrische Flüchtlinge bei einem Spaziergang auf einer Dorfstraße in Bayern. Foto: Achim Wagner

    Weihnachtsbäume in Jeddah, Bamiya in Deutschland
    Wie man im Displacement heimisch werden kann

    Eine bikulturelle Herkunft ruft erstaunlicherweise immer noch Erstaunen hervor – aber nicht mehr ganz so viel wie früher. Unsere Autorin hat es am eigenen Leib erfahren, hat sich zunächst über ihr Deplaziertsein gewundert und es mit Hilfe von Büchern und Reisen schließlich lieben gelernt. Von Rasha KhayatMehr ...
    Streetart in Berlin-Friedrichshain. Foto: Achim Wagner

    Der Tod als Waffe
    Flüchtlinge und ihre Träume

    Einer der großen Warteräume für Menschen, die von Afrika nach Europa einreisen möchten, ist die nordmarokkanische Stadt Tanger. Wie sich die Migranten ein Leben in Europa vorstellen, wie sie die Wartezeit in Marokko überbrücken und wie sie, meist vergeblich, versuchen nach Europa zu gelangen, davon erzählt diese Reportage. Von Alfred Hackensberger Mehr ...
    Provisorisches Hinweisschild auf dem Gelände des Lageso (Landesamt für Gesundheit und Soziales) in Berlin-Moabit, der Erstanlaufstelle für Asylsuchende in Berlin. Foto: Achim Wagner

    „Klischees sind keine Menschen“
    Ein Interview mit den Leitern einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin

    Wollen die Flüchtlinge irgendwann zurück in ihr Heimatland oder wollen sie dauerhaft hierbleiben? Gibt es Probleme oder Vorurteile von Anwohnern bezüglich der Notunterkünfte? Unser Autor Alem Grabovac besuchte eine Flüchtlingsunterkunft in Berlin und sprach mit den Leitern Mathias Hamann und Dragana Duric. Von Alem Grabovac Mehr ...
    Syrisches Flüchtlingskind in der Ibn Tulun Moschee in Kairo. Foto: Amira El Ahl

    Lost in Translation
    Syrische Flüchtlinge in Ägypten

    Viele Flüchtlinge, besonders aus Syrien, werden von arabischen Staaten aufgenommen, auch von Ägypten. Dort haben sie oft andere Probleme als im Westen. Die Journalistin Amira El Ahl hat sich über die Lage der syrischen Flüchtlinge in Ägypten informiert. Von Amira El Ahl Mehr ...
    Griechische Flüchtlinge in Aleppo während des Bevölkerungsaustausches zwischen der Türkei und Griechenland im Jahre 1923. Unbekannter Fotograf.

    Der lange Marsch
    Europa im globalen Wanderungsgeschehen

    Migration ist kein neues Phänomen, sondern ist für das Menschsein konstitutiv und hat auch in Europa eine lange Geschichte. Dieser Text des Migrationsforschers Jochen Oltmer ordnet die Migration historisch ein und hilft uns, das Geschehen der Gegenwart besser einschätzen zu können. Von Jochen Oltmer Mehr ...
    Flüchtlinge protestieren mit einem selbstgemachten Banner gegen das Grenzregime der EU, Idomeni, Griechenland. Foto: Kai Wiedenhöfer

    Die neue europäische Flüchtlingsordnung
    Export von Grenzen, Import von Menschen

    Die Flüchtlingskrise ist nicht neu, auch wenn sie derzeit wegen des Bürgerkriegs in Syrien auf einen neuen Höhepunkt zusteuert. Die Hintergründe und Vorgeschichte werden dabei gern verdrängt. Der Migrationsforscher und Aktivist Bernhard Schmid erläutert sie für uns vor dem Hintergrund der jüngsten politischen Entwicklungen. Von Bernhard SchmidMehr ...
    Flüchtlingszelte am frühen Morgen in der Nähe der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni, Griechenland, März 2016. Foto: Kai Wiedenhöfer

    Von Flüchtlingen und falschen Helden
    Wie Polen sein eigenes Displacement vergisst

    Viele osteuropäische Länder weigern sich besonders hartnäckig, Flüchtlinge aufzunehmen, darunter auch Polen. Eigentlich sollte dies verwundern, da es den historischen Erfahrungen dieser Länder widerspricht, die selbst durch ein häufiges Displacement ihrer Länder und ihrer Bürger geprägt sind. Der polnische Autor Stanisław Strasburger erläutert die herrschende Mentalität und hält die Geschichte seiner eigenen Familie und die Wahrheit der polnischen Literatur dagegen. Von Stanisław Strasburger Mehr ...
    Aufnahmen aus den Konfliktgebieten im Osten der Ukraine. Fotos: Barbara Lehmann

    Flüchtlinge sind wir alle
    Wie die Deutschen und andere mit ihrem Displacement umgehen – oder nicht

    Die Bereitschaft der Deutschen, mehr Flüchtlinge aufzunehmen als andere Europäer, hängt auch mit der deutschen Geschichte zusammen: Denn viele Deutsche wurden nach dem Krieg aus ihrer ursprünglichen Heimat vertrieben. Allerdings scheuten sich die Deutschen lange, sich mit diesem Teil ihrer Vergangenheit zu beschäftigen. Unsere Autorin schildert die tragische Geschichte ihrer Familie und zieht lehrreiche Parallelen zur Gegenwart. Von Barbara Lehmann Mehr ...
    Versorgungszelte auf dem Gelände des Lageso in Berlin-Moabit. Foto: Achim Wagner

    Der Mythos vom Paradies Europa
    Eine Analyse der Beziehung zwischen Migrant und Raum

    Der Flüchtling ist ein Mensch, der durch sein Verhältnis zum Raum bestimmt ist, aber nicht dadurch begrenzt wird. Denn egal, wo sich der Flüchtling real aufhält, trägt er in sich immer noch einen zweiten Raum, einen Innenraum, seine Erinnerungen, Ängste, Hoffnungen. Diese stehen in einem Spannungsverhältnis zur alten und neuen Realität des Flüchtlings und bergen ein subversives Potential, das auch die Gesellschaften ansteckt, zu denen der Flüchtling geflohen ist. Von Bakhtiyar Ali Mehr ...
    Streetart in Berlin-Mitte. Foto: Achim Wagner

    Die Angst vor dem Tyrannen
    Meine Flucht nach Deutschland

    Nicht erst seit ein paar Jahren, sondern seit Jahrzehnten fliehen Syrer vor der Gewaltherrschaft des syrischen Regimes nach Deutschland. Im letzten Jahrhundert flohen sie vor dem Despoten Hafez al-Assad, nun werden sie von dessen Sohn, dem Diktator Baschar al-Assad, vertrieben. Von Ahmad Hissou Mehr ...
    Wegweiser zu einer Flüchtlingsunterkunft des Roten Kreuzes in Berlin-Karlshorst. Foto: Achim Wagner

    Der Weg nach Deutschland
    Was es heißt, Flüchtling zu sein

    Unsere Autorin, die in Syrien als Fotografin die Revolution und den Bürgerkrieg dokumentiert hat, kam mit der großen Flüchtlingswelle von 2015 über die Balkanroute. Sie berichtet über die Fluchtgründe und über ihre Erfahrungen, Gefühle, Ängste und Hoffnungen. Von Nour Kelze Mehr ...
    Provisorisches Hinweisschild auf dem Gelände des Lageso in Berlin-Moabit. Foto: Achim Wagner

    ,Zwiebeltechnik‘
    Zusammenstoß mit dem Exil

    Wenn das Ziel der Flucht erreicht ist, bedeutet das noch lange nicht, dass man auch innerlich wirklich angekommen ist. Bei dem Versuch, sich in der Fremde zu akklimatisieren, spielen die Freunde eine besondere Rolle. Unsere Autorin, eine preisgekrönte Journalistin, beschreibt ihre diesbezüglichen Erfahrungen in Berlin. Von Doha HassanMehr ...
    Flüchtling nach der Essensausgabe in Berlin-Moabit. Foto: Achim Wagner

    Leben aufgeben und wiederfinden
    Auch wer mit dem Flugzeug kommt, tauscht Heimat gegen Fremde

    Die syrische Fernsehjournalistin Roshak Ahmad musste Syrien verlassen, um ihrem Beruf nachgehen zu können. Sie hatte das Glück, ein Visum zu bekommen. In Deutschland gibt es aber ganz andere Hindernisse. Auf der Suche nach dem Sinn in der Fremde. Von Roshak AhmadMehr ...

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