Foto: Kai Wiedenhöfer

    Musik zwischen den Kulturen

    „Klash“: König des saudi-arabischen Rap
    Rebellion und Rap in der Immigrantenstadt Jeddah

    In Jeddah, der Hauptstadt der Immigranten, hört man inmitten der saudi-arabischen Musikerstimmen vor allem eine heraus: die rebellische Stimme des jungen Rappers Klash.

    „Die Kommission zur Ermittlung und strafrechtlichen Verfolgung klagt die berühmte Band Klash einer Reihe von Vergehen an. Sie schreibt und führt Lieder auf, deren Texte Schimpfwörter, Flüche und Beleidigungen beinhalten, die auf bestimmte soziale Schichten (Schwarze und urbanisierte Stadtbewohner) abzielen. Das Gericht hegt die Absicht, in zwei Wochen mit der Strafverfolgung zu beginnen …“

    Einige saudi-arabische Leser bemerkten diese Nachricht in der lokalen Zeitung Ukaz, doch vielleicht nahm zu dieser Zeit noch niemand wahr, dass es sich bei diesem Aufruf zu einem feindseligen Prozess um den jungen Rapper Klash (Mohammed al-Ghambi, geboren 1986) handelte. Klash ist ein Gründungsmitglied der Rap-Band Boys of the West. Er wurde wegen seines beliebten dreiteiligen Rap-Songs „The Goal“ und wegen des Liedes „Dogs of Jeddah“ zur Zielscheibe. Hinzu kamen noch andere Songs, für die er sich verantworten sollte, die allerdings nicht von ihm geschrieben wurden. Von 2007 bis 2008 war er drei Monate lang inhaftiert.

    Dieser Vorfall zeigt, dass die Saudis zu Beginn des 21. Jahrhunderts feststellen mussten, dass ihre Kinder sie mitten in eine Konfrontation mit sich selbst und ihrer eigenen Gesellschaft befördert hatten. Eine Konfrontation, die in einem Kontrast zu der internationalen Meinung über Saudi-Arabien steht, die dieses Land nur als Nukleus und Produzenten von Terrorismus, ideologischem Extremismus, Jihad-Islam und der Feindseligkeit gegenüber Fremden par excellence betrachtet.

    Der Erfolg von Klash wetteiferte mit demjenigen Osama Bin Ladens, der inmitten der arabischen Revolutionen 2011 ermordet wurde. Der junge Rapper Klash wurde zu einem „gekrönten König“ im World Wide Web, und darüber hinaus entwickelte er sich zu einem der einflussreichsten und regelmäßig angeklickten jungen Leute auf Youtube im Jahre 2010. Er schaffte es, sich selbst in ein Symbol zu verwandeln. Sein Name inspirierte Webseiten und Foren, und Satellitenkanäle schickten ihm begierige Einladungen für die Teilnahme an Diskussionsveranstaltungen und Interviews. Seine Teilnahme wirkte sich positiv für die Kanäle aus und erhöhte die Anzahl der Fernsehzuschauer.

    Die Meerjungfrau und ihr Volk

    Die Stadt Jeddah erhielt ihren Spitznamen „Meerjungfrau“ (Huriyyah) durch ihre Lage am Roten Meer. Dieser Name lässt die kulturelle Bedeutung der Stadt erkennen, die es ihr ermöglichte, ein bestimmtes Image ihrer selbst in das kollektive Gedächtnis ihres Volkes einzuprägen. Jeddah kann auf keine lange Geschichte zurückgreifen, denn sie wurde aus einer ökonomischen Notwendigkeit heraus auf den Randgebieten älterer Städte gegründet.

    Jeddah ist eine Immigrantenstadt par excellence. Vielleicht sind alle großen Städte Immigrantenstädte und verwandeln sich dann später in Städte der Stabilität und des transformativen Wachstums. Dennoch ist Jeddah eher ein Hafen zwischen zwei heiligen Städten: Mekka und Medina. Die erste ist die Stadt Gottes, die zweite die Stadt des Propheten. Jeddah ist außerdem das zweite Gesicht für beide heiligen Städte. Sie ist die Stadt mit dem entweihten Gesicht. Diese Entweihung ist ein Spiegelbild von Verboten, Geheimhaltungen und Repressionen, die durch die Hintertür dieser beiden Städte nach Jeddah durchsickern, besonders aus Mekka. Anfangs war Jeddah eine Stadt der Entweihung, bevor sie schließlich zu einer Stadt der Immigranten wurde. Sie ist auch eine Stadt des Schocks und der Krise. So ist sie in der Lage, ihren Immigranten die Möglichkeit zu bieten, ihr Leben neu zu ordnen, indem sie diese Unordnung hinter sich lassen und auf eine „Wiedergeburt“ zustreben. Außerdem hilft sie ihnen dabei, ihre produktiven Fähigkeiten zu entwickeln.

    Jeder, der Jeddah kennt, oder vielleicht besser: der es sorgfältig beobachtet hat, – darunter Historiker und Reisende wie der Richter Najm al-Din al-Maliki (1388 gestorben), der Perser Nassir Khasru Qabadiani (1004-1088), der Schweizer Jean-Louis Burckhardt (1784-1817) und gegenwärtige Wissenschaftler der Soziologie, Politikwissenschaft und Wirtschaft – betont, dass sie eine Stadt der Immigration und des Handels ist. Die Stadt ist zu einem globalen Menschenmagneten geworden – daher überrascht es nicht, dass Jeddah gegenwärtig die Hochburg ökonomischer und diplomatischer Aktivitäten in der Hedschas-Region ist.

    Eine der wohl wichtigsten ökonomischen Wandlungen, die neue Bewohner nach Jeddah zogen, war der Öl-Boom aus dem Jahre 1974, als sich in der Stadt wirtschaftliche Unternehmungen entwickelten und Forderungen nach einem neuen Lebensstil weitere Migrationen aus dem Inneren Saudi-Arabiens zur Folge hatten. Ebenfalls wurden vermehrt asiatische Arbeitskräfte (organisierte Migration) rekrutiert, um eine Reihe an Arbeitsplätzen im Dienstleistungsbereich, u. a. in der Medizin, im Tourismus und im Bankwesen, zu besetzen.

    Dennoch waren auch die unkontrollierten oder willkürlichen Migrationen offenkundig, obwohl sie in der Mitte des 20. Jahrhunderts begannen, als Jeddah einen gewissen Wohlstand erreichte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jeddah sich bereits in eine große Stadt mit abgelegenen Vororten verwandelt, die von Migrationswellen aus Asien (Indien, Pakistan und Indonesien) und Afrika (Äthiopien, Somalia und Nigeria) geschaffen worden waren. Diese ethnischen Gruppen bildeten untergeordnete Kulturen und verwandelten sich in isolierte Inseln, die sich nicht an die Mainstream-Gesellschaft Jeddahs anpassten. Öffentliche und private Institutionen waren ebenfalls nicht in der Lage, diese Gruppen zu integrieren oder ihnen Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Dadurch wurden sie immer weiter in die verschiedenen Formen der Armut und Ignoranz getrieben, die typisch für die subalterne Gesellschaft Jeddahs sind. Daher hat Jeddah heute verschiedene Gesichter: Ein asiatisch-indonesisches, ein asiatisch-türkisches, ein afrikanisches, ein arabisch-syrisches und ein arabisch-ägyptisches.

    Als Resultat daraus entwickelte sich eine Kultur, in der entweder alles als „völlig egal“ angesehen wurde, oder in der man so tat, als wüsste man nicht, was vor sich ging, oder in der das, was vor sich ging, keinerlei Aufmerksamkeit wert war. Diese Kultur ähnelt stark der Kultur der Apathie mit ihrer Konzeption der „Coolness“, die während der Sklavenzeit unter jungen schwarzen Männern in den Vereinigten Staaten gang und gäbe war.

    Diese Kultur der Apathie ist das Spiegelbild sozialer Unruhen. Sie ist ein negatives Verhalten, das ein mangelndes Pflichtgefühl gegenüber sozialen und rechtlichen Belangen hervorruft. Gleichzeitig verursacht sie die Intensivierung von Mechanismen zwanghafter Kontrolle, z. B. eine Verschärfung von Gesetzen und Methoden der Sozialisierung. Ebenso intensiviert diese Kultur die maskierten Formen von Kontrolle, z. B. Bräuche und Traditionen, die die Nicht-Zugehörigkeit und Instabilität dieser Menschen widerspiegeln. Es gibt vielfache Arten der Entfremdung in der Kultur Saudi-Arabiens. Diese Entfremdungen sind untergeordnete Seinszustände, die auf die Wandlung von einer traditionellen, kooperativen Gesellschaft in eine vertragsgemäße globalisierte Gesellschaft zurückzuführen sind.

    Die erste Art und Weise der Entfremdung wurde von Talal Maddah (1942 - 2000) in dem Lied „Strangers“ (1975) ausgedrückt. Interessanterweise stammt der Songschreiber aus Jeddah. Er ist der Dichter Muhammad al-Abdullah al-Faisal, der außerdem ein Prinz ist. Der Komponist der Musik zu diesem Song ist Sarraj Umar, der jemenitisch-hadramitischer Abstammung ist, und der Sänger selbst ist ägyptisch-hadramitischer Herkunft.

    Erst nach langen Phasen ernsthafter Versuche, eine Identität aufzubauen, die mit der unvertrauten Realität vereinbar ist, schaffte es diese Generation im Laufe des letzten Drittels des 20. Jahrhunderts ihre Talente zu festigen und gemeinsam ihre Werke zu produzieren. Diese kollektive künstlerische Identität strebte danach, ihr Umfeld mittels verschiedener Kunstformen zu begreifen, die sie entwickelte, um „eine Art der Kommunikation und des Dialogs zwischen einander“ auszudrücken.

    Das oben Genannte offenbart das kämpferische Gesicht dieser Stadt. Sie präsentiert ein Schlachtfeld, das gleichzeitig Lernmethoden der Verteidigung und des Angriffs erforderlich macht, am besten unter Zuhilfenahme von Witzen, Aphorismen, Wortspielen, Ironie und Insider-Sarkasmus. Die verschiedenen Formen dieser Künste hintergehen einander. Während es beispielsweise die dominante Kultur schafft, dem Rap ihre Sprache, ihre Syntax und ihren poetischen Stil aufzuerlegen, haben der musikalische Stil, der Rhythmus und dessen Variationen nicht denselben kulturellen Ursprung wie die Texte. Multikulturelle Städte bieten die Möglichkeit, isolierte Identitätskomponenten zu bilden, aber ebenso schaffen sie eine neue Identität einer globalen Gesellschaft.

    Protest und Ablehnung

    Innerhalb der Kunst des literarischen Schreibens entstand eine Vielzahl von Genres, die über die literarische Herkunft der maqamas und die traditionelle Form des Gedichts mit seinen festen Themen wie Romantik, Lobpreisung und Klage hinausgehen und sich modernen Formen der Kurzgeschichte, des Romans und den freien Versen zuwenden. Es tauchten neue literarische Schulen auf, darunter die romantische, die symbolische, die realistische, die modernistische und die postmodernistische Schule. Gleichermaßen erhob sich die Kunst des Singens über ihre traditionellen Formen des mawwal und muwashshah, und wandte sich dem neuen Song mit seinen romantischen und dramatischen Prägungen zu.

    Dennoch hat der Pop-Song, der die Antithese des traditionellen, des modernen und des Volksliedes ist, eine kommerzielle Qualität erlangt, die auf eine politische Kontrolle hindeutet. Daher beschränkte er sich schließlich auf einen einzigen repetitiven Stil, der nur wertlose und einfache Ideen beinhaltete, und entfremdete sich vom Erbe der traditionellen Kultur. Außerdem hat der Pop-Song den Geschmack der Alten untergraben und den Geschmack der Kinder und Jugendlichen deformiert. Er entkräftete die soziale Struktur der Menschen, so dass sie es nicht mehr schaffen, erfolgreich miteinander zu interagieren. Die Menschen werden zunehmend isoliert, finden nur noch auf der Ebene totalitärer offizieller Ideologie, politisierten Mainstream-Medien und Quacksalber-Intellektualität zueinander.

    Die Kunst der arabischen Rap-Musik tauchte zuerst als marginale, alternative Kunst auf, die einen Bruch mit der Vergangenheit durchmachte. Einige Rap-Künstler verfolgen die Ursprünge des Rap bis zur Kunst der arabischen Poesie und zur so genannten antithetischen Poesie (18. Jahrhundert) zurück, die sich auf die Mittel der Spottreden, der Beleidigung und Erniedrigung des Feindes stützt, indem sie seine Schwächen und Fehler offenlegt. Gleichzeitig wird der Stolz auf die noble Herkunft, auf heroische Taten und tugendhafte Verhaltensweisen, wie Gastfreundschaft gegenüber Fremden und das Beschützen der Schwachen, ausgedrückt.

    Der antithetischen Poesie im klassischen Arabisch könnte man die Qilta-Poesie in der Umgangssprache hinzufügen. Sie ist ein Produkt der Volkskultur und ihre Ursprünge reichen mindestens zurück bis ins 16. Jahrhundert. Sie ist mit der umgangssprachlichen Nabati-Poesie verwandt, denn sie bildete einen der poetisch-musikalischen Stile, die gemeinsam von zwei Dichtern in musikalischer Begleitung aufgeführt wurden. Sie besteht aus einem Rhythmus und einer simplen Tanzform (Füßestampfen und Händeklatschen). 

    Diese beiden Ansichtsweisen stellen eine Perspektive dar, die die Rolle von Rhythmus und Musik auf die zeitgenössischen Formen der Kommunikation mit der Welt durch ein gemeinsames Kunstmedium reduziert, wie sie bereits von den Afrikanern praktiziert wurde. Diese Afrikaner waren keine authentischen Afrikaner, als sie in den Vereinigten Staaten mit verschiedenen Künstlern unterschiedlicher Herkunft zusammenkamen und diese Kunst heraufbeschworen. Der bekannteste von denen, die Rap in eine Form des Singens verwandeln wollten, war der Jamaikaner Kool Herc (1955 geboren).

    Die Entwicklung des Rap verlief zweifach: Einerseits entstand eine Richtung afrikanischer Volksdichter, die soziale und politische Belange thematisierten, beispielsweise die Diskriminierung gegenüber Schwarzen, die Schwangerschaft Minderjähriger und die Brutalität der Polizei. Andererseits entstand eine Gruppe von Rappern, die die Verbrecherszene und das Leben von Gangstern thematisierten. Das Bemerkenswerteste am Rap, egal ob er afro-amerikanisch oder arabisch ist, ist die Tatsache, dass er sich sowohl mit menschlichen Themen beschäftigt, die das Leben ausgegrenzter Menschen betreffen, als auch mit Themen wie Verbrechen, Gewalt, Diskriminierung und Rassismus.

    Dennoch sollte man den Rap – so wie man es zuvor mit dem Jazz und Blues getan hat – als eine Form der Kunst verstehen, die aufgrund des Zusammenspiels verschiedener Faktoren entstanden ist. Einer davon ist der afrikanische Faktor. Die Afrikaner, die nach Amerika immigrierten oder die gewaltsam dorthin transportiert wurden, waren einst Sklaven der Araber Andalusiens (711-1492) und vielleicht auch Sklaven der Stämme Bani Hilal und Bani Salim, die sich während der Fatimiden-Herrschaft (969-1171) in Nordafrika ausgebreitet haben. Sie gaben die Kultur ihrer „Master“ weiter, darunter war auch die arabische Komponente von Melodien und traditionellen poetischen Bräuchen der Beduinen-Dichtung (auch bekannt als Nabataean). Diese umfasst auch die zuvor erwähnte Qilta-Dichtung, die eine Kunst des poetischen Dialogs ist.

    Es war fast so, als hätte der Tod zweier legendärer Rapper, Tupac (gestorben 1996) und B.I.G. (gestorben 1997), dem weißen amerikanischen Rapper Eminem (1972) den Weg bereitet, um die „schwarze“ Kunst der Rap-Musik anzuführen. Dieses Phänomen brachte der weißen Welt ein Geschenk: Sie entdeckte die Schätze der „schwarzen“ Kultur, die darin versteckt waren. Vielleicht ist dies auch eine Erinnerung daran, dass Jazz, Blues und Rock’n Roll von den Schwarzen an die Weißen überliefert wurden.

    Laut dem algerischen Rapper Rabah Ourrad ist die Rap-Musik die Nachfolgerin der rai-Musik, die langsam ausstirbt. Der politische Grund für die Verbreitung der Rap-Musik in Algerien als Ausdruck von Protest und Ablehnung sind die Ereignisse von 1988, als eines Tages Tausende von Studenten und arbeitslosen Jugendlichen auf die Straße gingen, um gegen die hohen Lebensmittelpreise und das zerfallene Bildungssystem während der Präsidentschaft von Chadli Bindjedid (Regierungszeit von 1979-1992) zu protestieren. Die algerische Armee tötete fünfhundert der Demonstranten.

    Die Globalisierung der neuen Sklaven

    Die arabische Rap-Musik unterstreicht die Persönlichkeit junger arabischer Künstler, die Migration, Exil, Kritik, soziale und politische Zurückweisung sowie nichtprofessionelle künstlerische Randgruppen repräsentieren. Daher entwickelte sich die arabische Rap-Musik in einem Rahmen immerwährender Gewaltakte und diskriminierender Ausgrenzung im Bezug auf Alter oder Geschlecht.

    Wir sind Zeugen junger Palästinenser (oft in Flüchtlingscamps im Libanon und den besetzten palästinensischen Gebieten), die Verfolgung, inneres Exil und die Unerreichbarkeit einer Heimat erfahren. Folgende Künstler gehören dazu: al-Trash band, Battalion 5, I-Voice, MC Walled und DAM. Dieselben Erfahrungen sind auch unter arabischen Immigranten (Tunesiern, Algeriern und Marokkanern) in Europa (in Frankreich, Belgien und Holland) im Bezug auf ihre chronische Entfremdung, ihre mangelnde Integration und ihre soziale, politische und juristische Ausgrenzung zu beobachten. Deutlich ist dies in den Werken des holländischen Rappers Salah Edin (morakkanisch-algerischer Herkunft) zu erkennen, der mit den amerikanischen Rappern des Wu-Tang Clans auf Welttournee gegangen ist.

    Die palästinensische Band DAM veröffentlichte ihren ersten Song „Stop selling Drugs“ (1998), gefolgt von ihrem zweiten Werk „Who’s Terrorist?“ (2001). Die bekannte Sängerin Samira Said trat mit dem Rap-Song „May God Help, How Do I Love“ auf, der einer der Songs auf ihrem beliebten Album „Day After Day“ (2002) war. Der saudische Rapper Qusai Kheder produzierte in den USA „The Life of a Lost Soul“ (2002). Urban Legacy produzierte „Rebirth of Kamelion: American-Made“ (2005). Nach DAM erschien die ägyptische Band MTM im Jahre 2003 mit einem Musik-Album, das einen sarkastischen Song namens „My Mom Is Away“ und einen bekannten Videoclip enthielt. Kurz darauf folgte der beliebte Song „My Phone Is Ringing“ (2004). Plötzlich und sukzessive tauchte der ägyptische Rapper MC Amin in mehr als einem Album auf, darunter „Black Attack“ (2006), „Arab Rap Soldiers“ (2007), „Desert Saga“ (2008) und „Hiroshima“ (2009).

    Der Sänger Mohamed Hamaki lud den holländischen Rapper Berry Mystic zu seinem Song „The Nicest Thing About You“ aus dem Album „We Are Done Talking“ (2006) ein. Die Band Arabian Knights wirkte bei Songs mit, die für ägyptische Filme geschrieben wurden, darunter „Life Is If“ (für den Film „Fish Garden“, 2008). Die Band trat außerdem mit dem Schauspieler Ahmad Fishawi in einem Song für den Film „Code Paper“ (2008) auf. Samira Said arbeitete mit der marokkanischen Band Fnaire zusammen, und nahm den Song „Be a Winner“ (2010) auf. Die Band Y-Crew nahm an den Dreharbeiten zum Film „Microphone“ (2011) mit ihrem Song „We’re Too Many“ teil. 

    Die Band Battalion-5 produzierte ihr erstes Album „Welcome to the Refugee Camps“ (2008) und anschließend ihr zweites Album „One Decreed Road“ (2011). Die libanesische Band Fareeq al-Atrash produzierte ihr namenloses erstes Album im Jahre 2011. Qusai Kheder produzierte zwei weitere Werke, „Don Legend the Kamelion“ (2008) und „Experimental Edutainment“ (2010). Für sein letztes Album arbeitete er mit dem Sänger Abdul Fattah Jraini und der Sängerin Muna Amrsha in dem Song „Any Given Day“ (2010) zusammen.

    Es gibt arabische Rapper und Rap-Bands, die bekannt werden, ohne Alben zu produzieren. Einer dieser bekannten Rapper ist der Tunesier Hamada bin Amr (bekannt als „El General“), der seinen Song „President, Your People Are Dying“ wenige Tage nach dem Beginn der Jasmin-Revolution veröffentlichte. Darin kritisiert er die Flucht des Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali, der das Land kurz nach den Ereignissen des 14. Januar 2011 verließ. Auch die ägyptische Band Arabian Knights veröffentlichte ihren Song „Rebel“ als eine aggressive Antwort, als die ägyptischen Rebellen vom 25. bis 27. Januar ihrer medialen Kommunikationsmöglichkeiten beraubt wurden. Auch der Protagonist dieser Betrachtung, Klash, hatte seit 2004 die Gelegenheit, seine Talente und Fähigkeiten in Rap-Wettkämpfen unter Beweis zu stellen. Einige Jugendliche seiner Generation nahmen ebenfalls an diesen Wettkämpfen teil, darunter auch Abbadi, der Klash 2002 besiegte, Klashs eigene Band Boys of the West und einige junge arabische Männer aus Ägypten und Jordanien. Sein Erfolg blühte im Jahre 2007 auf, als er die Clubs hinter sich lassen konnte und seine Songs auf Youtube und über Bluetooth zu hören waren. Seine Songs prägten seinen legendären Namen in das Gedächtnis einer ganzen Generation saudi-arabischer Jugendlicher ein.

    Klash, dessen Name die Abkürzung seines Künstlernamens „Kalashnikov“ ist, schaffte es aus mehreren Gründen, sich eine breite Basis zu errichten. Sein Erfolg lag nur bedingt daran, dass er Obszönitäten und Erniedrigungen in seine gewalttätigen und rebellierenden Songs wie „Goal“, „Dogs of Jeddah“ und „Jeddah’s Crisis“ einarbeitete. Auch die feierliche und unterwürfige Bedeutung in Songs wie „Mother“ und „Union“ trug nur teilweise dazu bei. Vielmehr sind die tieferen Gründe für seinen Erfolg erst zu verstehen, wenn man sich aufmerksam die Songs von anderen Bands und anderen Rappern anhört, und folgende Vergleiche vornimmt:

    - Klash verfügt über eine eigene Art der Performance und Variation von poetischen Formulierungen, Dialogen und Kommentaren. Außerdem beherrscht er die Imitation verschiedener Stimmen und Dialekte, die sich an den sozialen und ethnischen Klassen der Menschen ausrichten, um die es in den Songs geht.
    - Seine Texte sind einzigartig, da sie nicht die konventionellen poetischen Formeln wiederholen oder von anderen „borgen“. Außerdem fiel mir auf, dass seine Texte über eine große Vielfalt von Rhythmen und Endreimen verfügen.
    - Klash erreicht sein Ziel, indem er seine Gegner mit niederschmetternden Treffern in Form von Hakenschlägen wie beim Boxen erwischt, beinahe so, als wäre Rap eine Art verbales Boxen.
    - Die verbesserte Soundtechnik sowie die musikalische und rhythmische Wiedergabe machen die Produktion der Rap-Songs von Klash zu einem besonderen Prozess.

    Seit Anfang 2003 kann man seine Leistungen und seine Teilnahme an Wettkämpfen, gemeinsam mit Rappern aus dem arabischen Golf, auf den Seiten von Qatar Rap und UAE Rap verfolgen. Die Gründung der association of Saudi Arabian rap von dem Rapper 2 MAM könnte der früheste Beginn der Geschichte des saudischen Rap sein. Sie wurde KSA Connection genannt, und unter ihrer Fahne traten die Rapper Abbadi (der wahre Begründer des saudischen Rap), Satam, Mooony und die Bands Boys of the West und Boys of Mecca auf.

    All diese Rapper haben an Wettkämpfen mit Rappern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und aus Kuwait teilgenommen, und ihre Namen sind im Internet veröffentlicht worden. Klash und seine Band arbeiteten mit Abbadi gegen dessen Gegner zusammen (der später die Band Hell Committee gründete). Manchmal legt eine solche Opposition eine Unvereinbarkeit von Persönlichkeiten offen, welche die bestehenden Unterschiede der sozialen und ökonomischen Klassen enthüllt. In der Regel sind es diese ökonomischen, sozialen und kulturellen Differenzen, die die Motive hinter den elektronischen Battles sind.   

    Mooony beispielsweise arbeitete mit der Band Sparrow’s Lair zusammen, die von Hashim Qazzaz (der aus einer bekannten Handelsfamilie aus dem Hedschas stammt) angeführt wird. Klash hingegen arbeitete mit Abbadi zusammen, um diesen Krieg zu führen. Mooony und Sparrow’s Lair haben Songs gemacht, in denen sie die „Surub“ attackieren und beleidigen. „Surub“ ist eine neue pejorative Bezeichnung, die dem alten Ausdruck „Shrouq“ ähnlich ist, der ebenso pejorativ auf die Beduinen Bezug nimmt, wohingegen die Menschen aus dem Hedschas (Jeddah, Mekka und Taif) – da sie die Küstenstreifen bewohnen und die Nachfahren der Pilger sind – als Eindringlinge und Neulinge auf der arabischen Halbinsel angesehen werden. Die Bewohner der südlichen Region werden „07“ genannt – in Anlehnung an die Telefonvorwahl dieser Region. Die Angriffe gegen Klash waren ausgelöst durch den Neid seiner Rivalen auf seinen Erfolg und seine Beliebtheit. Obwohl er voll und ganz in seine Wettkämpfe eingetaucht war, bekam Klash mit, was über ihn gesagt wurde. In diesen Songs beschrieben sie ihn mit abwertenden Bezeichnungen wie „der Diener“ oder „das gegrillte Hühnchen“, in Anspielung auf seine Herkunft außerhalb von Jeddah und dem Hedschas und seine erniedrigende soziale Stellung als Diener. Er schlug zurück, indem er ihnen sein künstlerisches Können präsentierte. Dennoch beunruhigten ihn diese Konfrontationen nicht sehr, deshalb überließ er sie Abbadi und den Mitgliedern seiner Band Boys of the West.

    Coolness und Reue

    Klash geht mit seiner Kunst ernst um, und er arbeitet stets daran, seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Ebenso wie Qusai Kheder, der ihm etwas voraus hat im Bezug auf die Anzahl der Jahre, die er schon in der Welt des Untergrund-Rap mit seiner Band Legends of Jeddah verbracht hat, sehe ich in ihm jemanden, der mit seiner Kunst und seinem Business sehr verantwortungsbewusst umgeht.

    Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis bekam Klash die Gelegenheit, öffentlich in den Medien aufzutreten: 2008 im Programm „Red in Bold Font“ auf dem libanesischen Satellitenkanal LBC und 2010 auf dem Kulturkanal des saudischen Fernsehens. Er nahm als saudischer Künstler eine Vorbildfunktion ein, da er sich stark von seinen Zeitgenossen unterscheidet, die die traditionelle Volkskultur repräsentieren.

    Was auch immer die Gründe und Absichten hinter seinen Debütsongs der „Goal“-Trilogie waren: Durch sie wurde er zum König des saudischen Rap. Und obwohl er als eine der Legenden des arabischen Rap angesehen ist, repräsentiert er dennoch eine „schwarze“ Kultur, die in der arabisch-islamischen Gesellschaft unterdrückt wird. Klash unternahm keine Versuche, dagegen Position zu beziehen – denn Rap ist eine Kunst „schwarzen“ Ursprungs.

    Abgesehen von der Tatsache, dass er das „schwarze“ Image repräsentiert, gibt Klash in seinen Texten auch zu, dass er ein Sohn des Ghamid-Stammes (‘Asir-Region) ist, und dass er den einheimischen Ausdruck „07“ benutzt. Indem er dies tut, stellt er das Image einer unterdrückten Kultur dar, die durch die Kunst des Rap transportiert wurde – jener „schwarzen“ Kunst, die aus den Erfahrungen von Rassismus und einem Gangsterleben entstand. Er fügte diesem Image dasjenige der unterdrückten saudischen Kultur hinzu: Das Image des Sohnes aus dem Süden, der von der Mainstream-Kultur Saudi-Arabiens verachtet wird, und das Image des Außenseiters mit der aufsässigen Persönlichkeit, der einfach nicht zu der Gesellschaft des Hedschas gehören kann.

    Die drei Teile der „Goal“-Trilogie beinhalten grundlegende Ideen, die persönliche und gesellschaftlich-moralische Situationen über die Coolness-Kultur der Stadt offenbaren, ausgedrückt durch Schimpfwörter und verachtenden Hohn. In den Songs werden sexuelle Begriffe genannt; außerdem verachtet Klash darin das unzivilisierte Verhalten der zivilisierten männlichen und weiblichen Jugendlichen in Jeddah. Diese Trilogie machte Klash berühmt. Seine Songs verbreiteten sich und lösten Medienberichte in Saudi-Arabien aus, nachdem sie über die Handys der Jugendlichen an den Schulen und Universitäten ausgetauscht wurden. Diese Songs provozierten andere Rapper, die eine Klash entgegengesetzte Kultur verkörperten. Es gingen Gerüchte um, dass Klash zusammengeschlagen oder ermordet wurde. Andere versuchten, ihn nachzuahmen, und produzierten schlechte Songs in seinem Namen. Klash antwortete darauf gemeinsam mit seinem Freund Abbadi, der Klashs Anhängern und Fans bald besser bekannt wurde. Diese Antwort erschien in Form des Songs „Dogs of Jeddah“. Darin wurde das Recht auf Verteidigung betont, selbst wenn dazu sexuelle Rache gegen den Feind erforderlich wäre. Der Song beinhaltete eine extra Portion „Machismo“, viel unterdrückte Homosexualität und einige defensive Rechtfertigungen von seinem Freund.

    Dieser Song erschien im Rahmen von Wettkämpfen als ein Angriff gegen seine Kontrahenten, die nicht aufhörten, ihn noch mehr gegen sie aufzuhetzen. Die Band Sparrow’s Lair brachte Songs heraus, die gegen Klash gerichtet waren, darunter „Klash’s Family, the Return of the Surub“. Der Rapper Mooony tat es ihnen gleich. Dennoch veranlassten Klash seine unendliche Zuversicht und seine Beschäftigung mit anderen Wettkämpfen dazu, eine Antwort zu vermeiden. Diese Strategie verschleierte sein Überlegenheitsgefühl und seinen Triumph, bis er „Klash al-‘amm ysakkir al-famm“ veröffentlichte und erneut mit Abbadi für den Song „Only a Warm-up“ zusammenkam.

    Nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde, versprach Klash, sich dem zielgerichteteren, „kultivierten“ Rap zuzuwenden. Er führte seinen Song „Mother“ in seinem ersten Videoclip anlässlich des Muttertages am 21. März auf, der in der saudischen Gesellschaft nicht generell anerkannt ist, ebenso wenig wie jede andere Feier, abgesehen von den zwei offiziellen religiösen Festen Eid al-Fitr und Eid al-Adhha. Dies erweckte den Eindruck, als bereue er seinen vorherigen Stil der Rebellion und der Beleidigung.

    Im Winter 2009 wurden viele Gebiete von Jeddah überflutet. Der Grund dafür war die seit 1980 anhaltende Veruntreuung von Geldern, die für die Sanierung der Kanalisation beabsichtigt waren. Dieses Ereignis war die Gelegenheit für Klash, sein Ansehen wiederzuerlangen und seine Stellung als der alleinige Rap-Sänger, der solche Geschehnisse in seinen Songs behandeln kann, zu bestätigen. Er reichte bei Vertretern der Regierung eine Petition ein, aber sein Anliegen wurde nicht ernst genommen. Im nächsten Jahr wiederholte sich dieselbe Katastrophe. Trotzdem bleibt sein Song „Jeddah’s Crisis“ Zeuge der Korruption innerhalb der Regierung in Saudi-Arabien.

    Nachdem er das Gefängnis verlassen hatte, nahm Klash an dem berühmten Ramadan-Programm „Between You and Me“ teil. Er führte einen Song auf, der die expansionistische Rolle der Vereinigten Staaten verurteilte. Er tat sich mit zwei Stars aus seiner Region zusammen: Den Schauspielern Faez al-Maliki und Hasan al-‘Asiri. Wiederholt kündigte er sein erstes Album an, das noch immer nicht erschienen war. Diese Tatsache schreckte ihn aber nicht davon ab, weiterhin neue Songs zu veröffentlichen, nachdem er damit begann, in Park-Konzerten und bei einigen Privatpartys aufzutreten, deren Gastgeber den Rap als moderne Kunst in einem zeitgenössischen kulturellen Lebensstil ansehen und unterstützen. 

    In seinem neuen Song, „Life Goes On“ (2011), geht es um einen existentialistischen Zustand, in dem er sich an die Tage seiner Kindheit erinnert. Der Song berichtet über seinen Eintritt in die Welt der Jugend und die unterschiedlichen Verantwortungen, die dies mit sich brachte. Er erinnert sich an seine Kindheitsliebe zurück, an seine Klassenkameraden und an seine Freunde aus der Nachbarschaft. Mit einer überströmenden religiösen Empfindsamkeit denkt er über seine Zukunft nach. Diese Religiosität erinnert an die transformativen Phasen der Rap-Musik in den Vereinigten Staaten gegen Ende der Neunziger, als einige Rapper zum Islam übertraten und eine Gegenkultur in den Vereinigten Staaten schufen, die sich von der „schwarzen“ Komponente und der Nonchalance hin zu einer Konversion zum Islam wandelte. Dadurch wurde eine kulturelle Waffe gegen das Christentum und das Judentum geschaffen, also gegen die zwei Religionen, die die amerikanische Kultur dominieren und kontrollieren. Offenbar kümmert sich Klash nicht um die Frage, ob das Singen im Islam erlaubt ist oder nicht; eine Frage, die normalerweise in einigen extremistischen religiösen Milieus in Saudi-Arabien aufkommt. Gemeinsam mit Qusai Kheder und den meisten anderen arabischen Rappern, repräsentiert er weiterhin eine ausgegrenzte Kultur, die noch nicht vollständig anerkannt wurde, wenn auch manche von ihnen die Gelegenheit hatten, mit hingebungsvollen traditionellen Sängern zusammenzuarbeiten, die Musikalben und Videoclips produziert haben.

    Die folgenden Sätze zeigen eine Art der Versöhnung zwischen Klash und seinem Rapper-Dasein:

    Als Klash in einem Fernsehinterview nach seiner künstlerischen Zukunft gefragt wurde, sagte er, dass er eventuell mehr Songs schreiben und produzieren und dafür sein Rapper-Dasein etwas zurückstellen werde. Diese Antwort ähnelt der Antwort des Gründers der saudischen Rap-Band 2 MAM, der mit dem Interviewer folgenden Dialog führte:
    Petro B: OK, wo siehst du dich selbst in zehn Jahren?
    2MAM: Verheiratet. Ich werde diese Tage in der größten Toilette im Nahen Osten herunterspülen.

    Sehen sie für die Rap-Musik keine Zukunft? Entsteht diese Ansicht aus einem Bedürfnis heraus, zu rechtfertigen, dass das, was in der Jugend machbar ist, in fortgeschrittenen Jahren nicht mehr möglich ist? Es scheint so, als sei dies eine strategische, aber unbewusste Verteidigung, ein Bereuen von begangenen Fehlern, das trotz der Verlockungen von Ruhm und Heldentum einsetzt. Erwarten sie den Tod durch Rache, wie ihre Vorbilder The Notorious B.I.G. (1972-1997) und Tupac Amaru Shakur (1971-1997)? Jeder von ihnen weiß, dass es zahlreiche Gegner gibt, die von Neid und Eifersucht getrieben sein könnten, und andere, die sich vielleicht zu einer Rache provoziert fühlen, wenn ihr Stolz verletzt ist.

    In einem Videoclip, der aufgenommen wurde, um auf Klashs offizieller Website übertragen zu werden, jagt die Kamera Klash, der gerade in dem Studio eintrifft, wo das Ramadan-Programm „Between You and Me“ gedreht werden soll. Einige Jugendliche und junge Männer, die sich offenbar über seine Gegenwart freuen, sammeln sich um ihn und grüßen ihn. Er winkt ihnen mit der typischen Geste der Rap-Sänger zu. Er trägt sein Baggy-Shirt und Blue Jeans und dreht sich zur Kamera um, um zu zeigen, dass er die Früchte seiner harten Arbeit erntet. Trotz seines großen Erfolges, ist der Ertrag sehr begrenzt; aber er ist ausreichend für Ruhm und Selbstzufriedenheit. Seine Freude daran, die anderen Rapper besiegt und auf ihre Plätze verwiesen zu haben, ist klar erkennbar. Obwohl seine Augen vor Freude und Eitelkeit nur so strahlen, gibt es Anzeichen für ein schlechtes Ende. Wie der Landstreicher und Dichter Tarfa bin al-‘Abd, der Rap-Mann des Zeitalters der Ignoranz, sagte: Die Zeit ist die Wächterin über die Zukunft!
    Ahmed Al-Wasel
    ist ein saudi-arabischer Dichter, Romanautor und Kritiker. Er wurde 1976 geboren. Er hat bisher fünf Gedichtbände, zwei Romane und zwei Studien über Musik in Saudi-Arabien veröffentlicht.

    Übersetzung: Simone Falk
    Copyright: Goethe-Institut e. V., Fikrun wa Fann
    November 2011

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