Foto: Kai Wiedenhöfer

    Mauerfälle – 1989 und die Folgen

    Parallelgeschichten
    Migranten im Wiedervereinigten Deutschland

    Wo einst die Mauer stand; Foto: Stephan Kaluza © Dumont Verlag, Köln 2009
    Wenn von der gesellschaftlichen Umbruchphase 1989 die Rede ist, dominiert stets eine deutsch-deutsche Perspektive. Diese Sichtweise stellt nicht den Gedanken einer Transformation der Zugehörigkeit durch Bekenntnis und Sozialisation in den Vordergrund, sondern die Unveränderbarkeit der Herkunft.

    Perspektiven von Migranten finden kaum Eingang in die Debatten. Diese Perspektive soll hier nachgezeichnet werden. So wurde der Wiedervereinigungssatz „Wir sind ein Volk“ zu einem atavistischen Projekt erklärt, das die zwei vorher getrennten Staaten und vor allem ihre Bewohner zusammenführen sollte. Aus der Perspektive von Migranten scheint das Land nun tatsächlich vereint, da für die Aufnahme in die Gesellschaft nicht die Zugehörigkeit durch Bekenntnis und die Aufenthaltsdauer ausschlaggebend waren und sind, sondern das Blut. Daran anknüpfend wird Erinnerung zu einem Vorrecht für Angehörige aus der Mehrheitsgesellschaft. Mehr noch: Dieses Vorrecht zeigt, dass den Migranten das Potential abgesprochen wird, erfahren und erinnern zu können. In dieser gesellschaftlichen Stimmung bildet es eine Ausnahme, über die Erfahrungen der Migranten im West- und Ostteil der Republik zu sprechen. Dabei ist der Zusammenhang zwischen der neuen gesellschaftlichen Konstellation, die durch Mauerfall und Wiedervereinigung ausgelöst wurde, und der Neuverortung von Migranten nach 1989 ausschlaggebend, um nicht nur deren vergangene, sondern auch die gegenwärtige Situation zu verstehen.

    Neuverortung der Migranten

    Die Neuverortung von Migranten in der Gesellschaft hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst ist sie an die Ausgangsbasis geknüpft, die Eingewanderte in der neuen Gesellschaft vorfinden. Zentral ist dabei die Frage, ob sie als angeworbene Arbeitskräfte beziehungsweise Studierende nach Deutschland gekommen sind oder aber Nachfahren von Einwanderinnen und Einwandern sind. Eine weitere Ebene, die berücksichtigt werden muss, um die verschiedenen Formen der Zugehörigkeit zu verstehen, stellt die Beheimatung in der neuen gesellschaftlichen Struktur dar. Es geht also darum, inwiefern Eingewanderte und ihre Nachfahren die Vorgaben, Werte und Normen der neuen Gesellschaft übernehmen und als ihre eigene Sichtweise, als ihre eigene Welt verstehen und dementsprechend handeln. Die Frage, ob eine positive Zugehörigkeit zu Deutschland gelingt, hängt auch von der Bereitschaft der Mehrheitsgesellschaft ab, Neuankömmlinge und ihre Nachfahren als ein Teil der eigenen Gesellschaft zu begreifen. Erst die Berücksichtigung beider Seiten vervollständigt das Bild. Daher ist hier nicht von einem Standort oder einer Meinung die Rede, sondern von einer Verortung. Der Begriff der Verortung hebt den gesellschaftlichen Raum hervor, der beladen ist mit Fremdbildern und Annahmen über Migranten, die durch die Wende noch potenziert wurden. In diesem Raum bewegen sich die betroffenen Gruppen, dazu müssen sie eine Haltung entwickeln. Es ist also die Mehrdimensionalität, die die Sichtweise und damit die Verortung prägt beziehungsweise ausmacht. In der Zeit der Wende und in den Folgejahren war der gesellschaftliche Raum geprägt von einer Revitalisierung des Nationalgefühls, das in seinen Auswüchsen zu einer Reduzierung der Einwohner Deutschlands auf Ethnie und Herkunft führte. Diese Zuspitzung erlaubte lediglich eine Adaption an die neue gesellschaftliche Struktur aus einer verengten Handlungssphäre heraus. Migranten reagierten nicht mehr als werdende Deutsche, sondern als Außenseiter. Das Außenseiterdasein zeigt sich jedoch in verschiedenen Formen, die sich von Generation zu Generation und in West und Ost unterschiedlich äußern. Die Frage ist, ob diese Verschiedenheit sich tatsächlich als eine Ausnahmesituation oder vielmehr als ein Teil der deutschen Einigungsgeschichte darstellt und sich damit nicht am Rande, sondern in der Mitte der Gesellschaft abspielt.

    Generationsvergleich

    Sicher scheint zunächst, dass die neuen gesellschaftlichen Konstellationen – ausgelöst durch die Ereignisse 1989/90 – nicht kreativ in Form einer neuen Definition von Zugehörigkeit genutzt werden konnten. Welche Bedeutung hatte nun diese gesellschaftliche Konstellation für die Ausgeschlossenen? Bei einem Generationenvergleich wie der türkischen Generationenbeziehung werden Veränderungen besonders deutlich. Vergleicht man die erste Einwanderergeneration mit der Generation ihrer Kinder, so sticht eines schnell ins Auge: Die erste Generation richtet ihren Blick bei der Bewertung der Wende auf die entfallenen Arbeitsmöglichkeiten, auf den ökonomischen Status, der sich verschlechterte, kurz: auf die Arbeitswelt, die sich mit der Wende zu ihrem Nachteil entwickelte. Safiye Kargı, die mit der Wende in Rente ging, da ihre Firma die Produktion aus Kostengründen ins Ausland verlagerte, beschreibt im Interview die oben beschriebene Situation als einen ökonomischen Rückschritt – insbesondere für die Nachkommengeneration, die trotz guter Sprachkenntnisse kaum noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt gehabt hätte. „Wir sind die erste Generation hier und können vielleicht nicht so gut deutsch, aber selbst die zweite Generation, die weitaus besser deutsch lesen und schreiben kann, hat es schwer gehabt, Arbeit zu finden und wurde irgendwie ausgeschlossen. Die Türken haben hier jahrelang fleißig gearbeitet und wurden von den Veränderungen überrumpelt. Die Atmosphäre wurde kälter. Es ist zwar normal, dass man erst an sein eigenes Volk, also die Ostdeutschen gedacht hat. Die Folge war aber eine hohe Arbeitslosigkeit unter den Türken.“ Als Folge würden türkische Migranten in schlechteren Wohnungen leben und könnten ihren Kindern keine gute Ausbildung mehr bieten. Der Fokus auf die Veränderungen in der ökonomischen Welt wird auch von Migranten in der ehemaligen DDR, den so genannten Vertragsarbeitern, geteilt. Sie betonen darüber hinaus, dass ihr Aufenthaltsstatus nach dem Ende der DDR bedroht war. Phan Huy Thao, der ein Jahr vor der Wende als Sprachmittler aus Vietnam in die DDR kam, erzählt, dass die Neuankömmlinge ihr Leben bereits organisiert vorfanden. Den Vertragsarbeitern habe man Sprachmittler und Pädagogen zur Seite gestellt, die die Arbeiter zu Behördengängen und zum Einkaufen begleitet, sie vor Arbeitsbeginn geweckt und ihnen so alles abgenommen hätten. Mit der Wende hätten die so genannten Vertragsarbeiter keine Orientierung in der Gesellschaft mehr gehabt, da diese Hilfeleistungen weggefallen seien. Der über einen längeren Zeitraum ungeklärte Aufenthaltsstatus habe schließlich dazu geführt, dass ein Großteil der Angeworbenen in ihr Herkunftsland zurückkehren musste. Durch engagierte Organisationen und Einzelpersonen habe man schließlich ein Bleiberecht für einige Vertragsarbeiter erreichen können, so auch für Herrn Phan. Er arbeitet heute als Pädagoge in der Organisation Reistrommel e.V., die sich für die Belange von vietnamesischen Migranten in Ost-Berlin engagiert.

    Neue Gewalt gegen Migranten

    Für die erste Generation der Arbeiter aus dem Westen und Osten scheint die Arbeitswelt ein zentrales Thema. Der ursprüngliche Migrationsgrund und die spätere Legitimation hier zu bleiben – beides an die Aufwertung des ökonomischen Status gebunden – entfiel nach der Wende, da die Arbeitsplätze nicht mehr vorhanden waren. In einer dynamischen Zeit für Deutschland sahen sie sich einem Stillstand ausgesetzt. Dieser Stillstand wurde überschattet durch die Brandanschläge und Übergriffe, die ihren Anfang im Ostteil der Republik nahmen, später auch den Westteil der Republik erreichten und – zumal in einem demokratischen Land – verheerende Ausmaße annahmen. Mit den Übergriffen von Eberswalde (24./25.11. 1990) und den Brandanschlägen von Hoyerswerda (24./25.9.1991), Rostock-Lichtenhagen (22.8.1992), Mölln (23.11.1992) und Solingen (29.5.1993) wurden Migranten zur Zielscheibe erklärt. Augusto Jone Munjunga, der 1987 in die DDR kam und im Schlachthof Vorbereitungskombinat Eberswalde arbeitete, kann sich an einen Übergriff noch sehr genau erinnern, der seinem Freund und Arbeitskollegen Antonio Amadeu zum Verhängnis wurde. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1990 umstellten Rechtsradikale die Kneipe, die als Treffpunkt für Nicht-Deutsche bereits zu DDR-Zeiten in Eberswalde bekannt war und wo Augusto Jone Munjunga an jenem Abend mit seinen Freunden den Abschied einiger seiner mosambikanischen Kollegen feierte. „Meine Kollegen haben getanzt, so wie immer, und um drei Uhr, wenn ich mich noch erinnere, war Schluss und alle wollten nach Hause gehen. Die Deutschen waren von überall nach Eberswalde gekommen, um die Ausländer zu jagen, aber wir haben nichts gewusst, keiner hat uns gesagt, „Passt auf euch auf“ oder so, keiner. Manche Leute, Kollegen und Kumpel haben gesagt, also die Situation für euch ist nicht sehr gut, ihr sollt bitte nicht rausgehen. Manchmal gab es solche Informationen, privat von Kumpels, aber in diesem Moment hat keiner etwas gesagt. Meine Kollegen wollten ins Wohnheim gehen und die Mosambikaner auch, sie haben sich so gefreut: „Morgen fliegen wir nach Mosambik!“ Die deutschen Jugendlichen haben gewusst, wo die Wohnheime sind, und haben alle Straßen blockiert. Mein Kollege Amadeu Antonio wurde das erste Opfer von Deutschland, von der Vereinigung… Und die Polizei hat sich versteckt, kein Auto zu sehen.“ Er beschreibt weiter, dass die betroffenen Arbeiter im ersten Moment gar nicht realisieren konnten, was geschah. Sie hätten zunächst daran gedacht, dass die Jugendlichen von einer Feier zurückkommen. „Amadeu war in der Mitte, wo die angefangen haben, „Neger“ und „Ausländer“ zu rufen, hat aber nicht reagiert. Wie soll man auch reagieren, wenn du siehst, egal wohin du gehst, das ist alles voll von Leuten, du hast keinen Platz. Die Situation war für uns schon total schlecht, da kann keiner mehr den Mund auf machen. Trotzdem haben sie sich Amadeu genommen, geschlagen und verprügelt. Es gab zwar Polizei – vom Gericht haben wir das gehört –, die Polizisten haben aber gesagt: „Lasst mal, der Junge ist ja schon tot.“ Die Polizei soll selber Angst gehabt haben, das haben wir im Gericht gehört.“ Wenig später erliegt Antonio Amadeu im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Übergriff, der sich Augusto Jone Munjunga tief ins Gedächtnis eingegraben hat, beschreibt eine prägende Erfahrung für Migranten im Osten und später auch im Westen der Republik. Die Anschläge und Übergriffe werden als eine Konsequenz des Nationalisierungsprozesses gesehen und somit als eine Folgewirkung von Mauerfall und Wiedervereinigung. Die Gefahr, Opfer eines Übergriffes zu werden, war zu jener Zeit sehr präsent. Mit dieser Situation vor Augen möchte ich noch kurz auf die jüngere Generation der türkischen Migranten eingehen. Die Nachkommengeneration, die in ihren Verortungsversuchen heterogen ist, richtet ihre Perspektive auf einen sehr interessanten und entscheidenden Punkt, der sie von der Elterngeneration unterscheidet. Sie spricht über die Verschlechterung ihrer gesellschaftlichen Situation, über Ausschluss und fehlende Anerkennung, wie meine Interviewpartnerin Ayten S., die zum Interviewzeitpunkt Ende 30 war und eine akademische Ausbildung genossen hat. „Auf einmal ist einfach vieles, was Türken und Minderheiten betrifft, was ja davor sehr aktuell war, politisch gesehen einfach untern Tisch gefallen. Und diese Sprüche von Politikern, mit ihren Reden über das Volk, über das deutsche Volk und über die Schwestern und Brüder drüben und so weiter – na dann fragt man sich, man hat ja hier so lange gelebt, wo ist dein Stellenwert, was ist mit dir?“ Diese Frage greift den Zweifel an der eigenen Situation auf – ein Zweifel, dem andere Interviewte mit der grundsätzlichen Infragestellung ihrer Position auch vor der Wende begegnen, wie beispielsweise Bülent T. „Ja, plötzlich stelle ich mir diese Frage, und dieser Zweifel, ob’s nicht schon damals, auch vor dem Mauerfall schon Leute gab, die eine negative Meinung gehabt haben von Türken und Ausländern, aber das nie zur Sprache gebracht haben, weil es sich nicht ziemte. Wie gesagt, weil die Atmosphäre da doch ein bisschen anders war in Deutschland, man war noch nicht souverän und hat nach außen einfach jedes negative Bild von sich nicht preisgegeben.“

    Rückschlag für die Integration

    Die Begutachtung der eigenen Situation vor und nach der Wende, die grundsätzliche Infragestellung der eigenen Perspektive, führt neben der hier angesprochenen Irritation dazu, dass die Wende als eine Zäsur in der Beziehung zwischen den türkischen Migranten, ihren Nachkommen und der deutschen Gesellschaft aufgefasst wird. Die Bemühung, ein Teil der Gesellschaft zu werden, wurde durch die Wende empfindlich gestört. Einige Interviewpartnerinnen und Interviewpartner berichteten mir, dass sie sich vor der Wende durchaus als Deutsche begriffen haben. Dabei wird das Deutschsein nicht als ein biologisch determinierter und auf Abstammung reduzierter Status begriffen, sondern als ein Prozess, an dessen Ende die Aufnahme in die Gesellschaft steht. Dieser Transformationsgedanke, eine Transformation der sozialen Stellung vom Türkischsein zum Deutschsein, fand mit der Wende zunächst ein Ende. Anstelle dessen wurde der Handlungsspielraum auf das Türkischsein reduziert und damit die Außenseiterposition bekräftigt. An das Ende der Ära, die primär durch Transformationsbemühungen gekennzeichnet war, schließt die Suche nach neuen Bezugsquellen an. Woran orientiert man sich, wenn nicht mehr ausschließlich an den Vorgaben dieser Gesellschaft? Bei dieser Suche erscheint die ursprüngliche elterliche Rückkehrvorstellung in einem neuen Licht, ebenso wie die Enklaven – Viertel mit hohem Migrationsanteil –, die eine Umdeutung erfahren. Zwar hat keiner meiner Interviewpartnerinnen und Interviewpartner eine Rückkehr tatsächlich umgesetzt: Über die elterliche Rückkehridee nachzudenken, weist jedoch darauf hin, dass die eigene Deutungs- und Bezugswelt sich verschoben hat. Gleiches gilt auch für die Lesart der Enklave. Wurde sie vor der Wende als ein Ort begriffen, der im Bemühen, ein Teil dieser Gesellschaft zu werden, hinderlich war, wird ihr nach der Wende die Funktion zugeschrieben, Schutz vor Angriffen und Vorurteilen zu gewähren. Die Verschiebungen in der Deutungswelt der Nachkommengeneration sind als eine Reaktion auf die veränderte gesellschaftliche Situation in der Nachwendezeit zu werten. Das Neue an ihrer Situation könnte man auch mit den Worten der Sicht- und Unsichtbarkeit erklären. Waren Nachkommen vor der Wende um eine Unsichtbarkeit ihrer Herkunft durch eine Transformation bemüht, hat die Wende sie zu sichtbaren Außenseitern gemacht. Aus diesem Grund gewinnen Rückkehridee und Enklaven eine neue Interpretation, werden der eigenen aktuellen Situation gerecht umformuliert. Die so genannten Vertragsarbeiter in der DDR wiederum mussten sich in einer Gesellschaft zurechtfinden, die ihnen die anfänglichen Hilfeleistungen nicht mehr gewährte; der ungeklärte Aufenthaltsstatus hinterließ sie in einem gesellschaftlichen Vakuum. Gleichzeitig bedeutete die Wende aber auch, dass staatliche Reglementierungen nicht mehr in die Lebensplanung eingreifen konnten. Diese Freiheit musste neu erlernt werden.

    Resümee

    Der Mauerfall und die Wiedervereinigung sind zunächst als Ereignisse zu sehen, die als Demokratisierungsprozess beschrieben werden könnten, da Deutschland seine Souveränität wiedererlangte. Richtet man jedoch den Fokus auf Erfahrungen von Migranten und ihren Kindern, tritt ein Widerspruch zu Tage. Gehört es zu einer Demokratie, dass der Freudentaumel über den Mauerfall und die Wiedervereinigung in eine Nationalisierung der Gesellschaft umschlägt und somit Teile der Bevölkerung zur Zielscheibe macht? Oder ist es ein notwendiges Übel, dass der Demokratisierungsprozess in Deutschland auch den „Anderen“ geschaffen hat, um ihn von den gesellschaftlichen Errungenschaften auszuschließen? Ein Übel, das von der Gesellschaft bereitwillig in Kauf genommen wurde. Diese Fragen deuten nicht nur auf die Stellung von Migranten hin, sondern auch auf das Selbstverständnis der Gesellschaft. Deren Beschaffenheit hängt auch davon ab, ob Geschichten von Migranten als eine Geschichte des Landes oder als eine Sondergeschichte aufgefasst werden. „Wir sind ein Volk“ – dieser Wiedervereinigungssatz wäre mit einem Selbstverständnis, das fern von einer Wiederentdeckung des Nationalen entwickelt worden wäre, anders gedeutet worden – nämlich als „Wir sind eine Bevölkerung“.
    Nevim Çil,
    Migrationsforscherin, forscht und publiziert zu Migration und Verwandtschaftsbeziehungen. 2007 erschien ihre Dissertation Topographie des Außenseiters. Türkische Generationen und der deutsch-deutsche Wiedervereinigungsprozess. Bis 2008 war Çil wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihr derzeitiges Projekt befasst sich mit Europaimaginationen türkischer Migranten. Der Text stammt aus dem Buch: „1989 / Globale Geschichten“. Herausgegeben von Susanne Stemmler, Valerie Smith und Bernd M. Scherer. © Wallstein Verlag, Göttingen 2009.

    Copyright: Goethe-Institut e. V., Fikrun wa Fann
    Dezember 2009

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