Foto: Kai Wiedenhöfer

    Deutsche Orientalistik

    Über Fikrun

    Fikrun wa Fann war eine von 1963 bis 2016 vom Goethe-Institut herausgegebene Kulturzeitschrift, die den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den islamisch geprägten Ländern gefördert und mitgestaltet hat. Mit dem Erscheinen der letzten Ausgabe „Flucht und Vertreibung“ (Heft 105) im Herbst 2016 wurde auch die Pflege und Aktualisierung dieses Online-Portals eingestellt.
    Die deutsche und europäische Orientalistik hat aufgrund ihrer teils verklärenden Stereotypen in der islamischen Welt oft keinen guten Ruf. Diese prägen noch heute häufig die Haltung des Westens gegenüber dem Orient. Die moderne Islamwissenschaft jedoch entwirft wesentlich differenziertere Bilder.

    Ihre Meinung zu diesem Thema? Schreiben Sie an kulturzeitschriften@goethe.de!

    Owusu-Ankomah: Mouvement No.39, 2004. From the exhibition Africa Remix, Hayward Gallery, London. Reproduction from the catalogue.

    "Licht ins Dunkel"
    Der Koran als philologischer Steinbruch

    Christoph Luxenbergs Buch „Die syro-aramäische Lesart des Koran“ hat eine breite Debatte über den sprachlichen Zustand und das richtige Verständnis des überlieferten Korantexts ausgelöst. Im Interview erläutert der Sprachwissenschaftler seine Vorgehensweise, seine wissenschaftlichen Standpunkte und seine Absichten. Er respektiert die muslimische Überlieferung, möchte jedoch nicht darauf verzichten, Koranstellen zu diskutieren, die aus linguistischer Sicht bislang nur unzureichend geklärt worden sind.
    Christoph Burgmer im Gespräch mit Christoph LuxenbergMehr ...
    Soly Cissé: Le monde perdu, 2003. Drawing No. VII. From the exhibition Africa Remix, Hayward Gallery, London. Reproduction from the catalogue.

    Plädoyer für den Trialog
    Zur Zukunft der Islamwissenschaft

    Der bekannte Islamwissenschaftler plädiert in diesem programmatischen Beitrag dafür, die Islamwissenschaften aus dem modischen, jedoch zu engen Korsett der „Regional Studies“ zu befreien und den Islam im größeren Zusammenhang mit den anderen monotheistischen Religionen zu studieren. Dies würde nicht nur zu einem besseren Verständnis der jeweiligen Kulturen, sondern auch zu ihrer Versöhnung führen.
    Von Navid KermaniMehr ...