Referenten

1. Konferenztag
Datum: Freitag 18.09.2009

Matthias Makowski (Goethe-Institut)
Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache in der Zentrale des Goethe-Institut, studierte Theologie, klassische Philologie und Germanistik. Nach Referendariat und Schuldienst in Bottrop und Duisburg wechselte er als Lektor des DAAD an die Tongji-Universität in Shanghai / VR China. Seit 1990 Dozent am Goethe-Institut in Rotterdam, Iserlohn, Krakau, Riga und Prag.

Michael Milanovic (ALTE)
Michael Milanovic ist seit Mai 2003 Direktor des Cambridge ESOL. Er arbeitet seit 1989 im Testbereich von Cambridge, erst als Leiter der Abteilung für Evaluation in EFL und dann als stellvertretender Direktor von EFL. Er ist außerdem Manager der ALTE (Association of Language Testers in Europe), die 1989 gegründet wurde und heute aus über 30 Mitgliedsorganisationen besteht, die fast 30 Europäische Sprachen repräsentiert. Die ALTE hat das Ziel allgemeine Standards in der Sprachzertifizierung zu etablieren und in europaweiten Anschlussprojekten zusammenzuarbeiten.
Michael Milanovic hat seinen PH.D an der University of London 1988 in Prüfungswesen im Bereich Sprache gemacht. Er arbeitete drei Jahre als Studienleiter, bevor er sieben Jahre nach Hong Kong ging zunächst für den British Council, dann schließlich als Dozent an der City Polytechnic of Hong Kong.
Er etablierte 1995 die Serie „Studies in Language Testing“, die in der Cambridge University Press erscheinen und ist heute Mitherausgeber.

Piet van Avermaet (ALTE)
Piet Van Avermaet ist der Direktor des Centre for Diversity and Learning an der Universität von Gent, Belgien. Er ist Sprachwissenschaftler (Universität von Tilburg, Niederlande) und hat einen PHD in Soziolinguistik („language shift among Italian immigrants in Flanders“, Universität von Leuven, Belgien). Er unterrichtet „Multikulturelle Studien“ an der Universität Gent. Seine Schwerpunkte sind Zweitspracherwerb, Sprachwissenschaft, mehrsprachige und multikulturelle Pädagogik, Vielfalt und soziale Ungleichheit in der Bildungsarbeit, Soziolinguistik und Sprachtests.

Philia Thalgott (Europarat)
Nach ihrem Sprachstudium kam Philia Thalgott 1979 zum Europarat. Sie arbeitete in unterschiedlichsten Arbeitsbereichen wie Kommunikation und PR, politische Arbeit, in der Entwicklungsbank des Europarates und im Europäischen Jugendzentrum. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sie sich der Arbeit in der Sprachpolitik (Language Policy Division) gewidmet; dies beinhaltete die Entwicklung der Website und Mitwirkung an verschiedenen Publikationen; zuletzt koordinierte sie Programme zur sprachlichen Integration von erwachsenen Migranten und Methoden um das Romani (die Sprache der Roma) zu unterrichten.
www.coe.int/lang

Alan Davies
Alan Davies ist emeritierter Professor für Linguistik an der Universität Edinburgh. Er ist ehemaliger Redakteur der Zeitschriften „Applied Linguistics“ und „Language Testing“ und führte den Vorsitz der Kommittees, die den „Code of Ethics“ und Richtlinien für die Praxis („Guidelines for Practice“) der Internationalen Sprachtest-Vereinigung (International Language Testing Association) entwickelt haben.
Zu seinen neuesten Veröffentlichungen zählen:
An Introduction to Applied Linguistics: from practice to theory (Edinburgh University Press 2007)
Assessing Academic English (Cambridge University Press 2008) and Professional advice versus political imperatives, In Alderson J.C.(ed) The Politics of Language Education (Multilingual Matters 2009: 45-63).

Nick Saville
Nick Saville ist Direktor der Forschung und Gültigkeitsprüfung von Cambridge ESOL (English for speakers of other languages) der Universität von Cambridge, wo er seit 1989 tätig ist. Vorher war er an der Universität von Cagliari in Italien und in Japan tätig.
Er war der Vertreter des Cambridge ESOL innerhalb der ALTE (Association of Language Testers in Europe) seit es 1990 gegründet wurde und war eingebunden in die Zusammenarbeit von Europarat und den anderen europäischen Initiativen, die den „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“, speziell das englische Profil Programm und die Sprachtests für Zuwanderer entwickelt haben.
Seine gegenwärtigen Forschungsinteressen schließen die Korpus-basierte Forschung innerhalb des englischen Profil Programms ein und die Erforschung von Auswirkungen in Zusammenhang mit den Tests von Cambridge ESOL. In seiner Doktorarbeit hat er ein Modell entwickelt um den Einfluss von Sprachtest-Anbietern auf Bildungszusammenhänge zu untersuchen.
Er ist außerdem Mitherausgeber der Zeitschrift „Language Assessment Quarterly“.

Claire Extramiana
Claire Extramiana arbeitet im französischen Kultusministerium in Paris, in der Abteilung für die Französische Sprache und die Sprachen Frankreichs (Délégation générale à la langue française et aux langues de France = DGLFLF). Sie ist für Sprachkompetenz in Bezug auf soziale- und berufliche Integration verantwortlich, was auch Sprachtests, Unterricht für Migranten und Sprache als berufliche Kompetenz einbezieht.

Henk Kuijper
Henk Kuijper ist Fachberater bei CITO (Central Institute for Test Development). Er arbeitet an Projekten zur Sprachtestentwicklung für Niederländisch als Muttersprache in der Berufs- und Erwachsenenbildung. Er hat in internationalen Beratungsprojekten für Sprachtests gearbeitet. Er ist Mitglied des ständigen Ausschusses für Qualitätssicherung der ALTE (Association of Language Testers in Europe), des Lenkungsausschusses der ALTE und der ALTE-Interessenvertretung für Sprachprüfungen für Migration und Integration

Michaela Perlmann (Goethe-Institut)
Michaela Perlmann-Balme arbeitet seit 1990 in Projekten der Testentwicklung in den Bereich Sprachkurse und Prüfungen des Goethes-Instituts. Davor war sie an den Universitäten von Otago in Dunedin, Neuseeland und der LM Universität München tätig. Seit 1994 ist sie Vertreterin des Goethe-Instituts in der ALTE (Association of Language Testers in Europe) und dort Mitglied des Executive Committee sowie Vorsitzende des Standing Committee zur Organisation des Qualitätskontrollsystems. Im Rahmen von Projekten des Europarates zur Implementierung des „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ ist sie im Bereich Benchmarking der Fertigkeit Sprechen (gesprochenen Sprache) tätig. An der Entwicklung des seit Juli 2009 eingeführten skalierten „Deutsch-Tests für Zuwanderer“ wirkte sie als Projektleiterin mit. Aktuell ist sie Repräsentantin des Goethe-Instituts im Surveylang-Konsortium, verantwortlich für die deutschen Testeinheiten in diesem Europäischen Projekt zur Feststellung der Fremdsprachenkompetenz von Schülern.

Gitte Østergaard Nielsen
Im Ministerium für Erziehungsministerium zuständig für die Entwicklung des Curriculums für den Zweitsprachenunterricht für Erwachsene. Seit 2001 im Dänischen Ministerium für Flüchtlinge, Immigration und Integrationsbelange, heute zuständig für Test entwicklung und Prüfungen von Dänisch als Zweitsprache auf den Niveaus A2, B1, B2 und C1.
Mitglied des ständigen Ausschusses der ALTE.

Szilvia Papp
Szilvia Papp ist Qualitätsprüferin für die University of Cambridge ESOL Examinations, in Großbritannien. Sie arbeitet seit 2006 gemeinsam mit wissenschaftlichen- und Testexperten an Sprach-, Migrations- und Staatsbürgerschaftsbelangen und präsentiert diese bei internationalen Konferenzen.
Aktuell leitet sie eine Studie zu den Auswirkungen von Sprachtests für Migrations- und Integrationszwecke.

Lorenzo Rocca
Lorenzo Rocca ist Literaturwissenschaftler und arbeitete nach einem zusätzlichen Abschluss an der University for Foreigners of Perugia dort als Dozent für Italienisch und Tutor für den Masterstudiengang in Didaktik.
Im Jahr 2004 ging er zum Centre of Testing and Certification of the Italian Language, wo er eine Folge von Prüfungen für die unterstützende Integration und Einbindung von speziellen Zielgruppen (Erwachsene Migranten mit geringer Schulbildung) entwickelt.

Giuiliana Grego-Bolli
ist Außerplanmäßige Professorin an der Universit à pro Stranieri in Perugia, wo sie Language Testing unterrichtet. Seit 2005 ist Prof. Grego Bolli verantwortlich für die Richtung des CVCL (Centro per la Valutazione e la Certificazione Linguistica), das ein Forschungszentrum für Prüfung und Sprachzertifikate formell an der Universität etabliert.
Sie war seit dem Anfang der neunziger Jahre für mehrere Forschungsprojekte in Kooperation mit dem Europarat und der Europäischen Kommission verantwortlich. Sie ist eines der Gründungsmitglieder der europäischen Vereinigung ALTE.

Sonja Haug
PD Dr. Haug ist Referatsleiterin im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und dort zuständig für den Bereich der empirischen Migrations- und Integrationsforschung. Zudem ist sie Privatdozentin am Institut für Soziologie der Universität Mainz. Seit 1997 forscht sie zur Migration und Integration in Deutschland. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Migrationsprozesse, Sozialstruktur, soziale Beziehungen und Sprachkenntnisse von Migranten.
In diesem Zusammenhang leitet sie das seit 2007 laufende Integrationspanel, eine Studie zum Integrationsverlauf von Integrationskursteilnehmern. Dabei werden Integrationskursteilnehmer mehrmalig zu ihren Sprachkenntnissen, Einstellungen und zu unterschiedlichen Aspekten der Integration befragt. Ziel ist die Erforschung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Integrationskurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.
Teilnehmerbefragung: Integrationsverlauf von Integrationsteilnehmern

Elana Shohamy
Dr Elana Shohamy ist Professorin für Sprachwissenschaft an der School of Education der Universität Tel Aviv. Ihre Forschung und Schriften behandeln schwerpunktmäßig Themen, die mit Sprachprüfungen und Sprachpolitik im Zusammenhang mit Konflikten und Zusammenleben in mehrsprachigen Gesellschaften verbunden sind.
Ihre neueren Veröffentlichungen zu Sprachprüfungen konzentrieren sich auf die Erforschung politischer und sozialer Folgen von Tests (zum Beispiel die Macht von Tests, Sprachtests in Schulen, speziell hinsichtlich akademischer Leistungen von Einwanderern) und den sprachlichen Teil von Einbürgerungstests.
Ihre aktuelleren Veröffentlichungen in der Sprachpolitik konzentrieren sich im weitesten Sinne auf Sprachpolitik, Sprachenrechte, Einwanderung, Sprachpflege und Sprachlandschaft (das heißt soziale und politische Implikationen der Sprache im öffentlichen Raum).
Ihre aktuellsten Publikationen:
The power of tests: 2001, Longman; Language policy: Hidden agendas and new approaches, 2006, Routledge; Volume 7 Encyclopedia of Language and Education: Language Testing and Assessment (ed. with Nancy Hornberger, Springer, 2008); Linguistic landscape: expanding the scenery, (ed. with Durk Gurter, 2009, Routledge)
Sie ist außerdem Redakteurin der Zeitschrift „Language Policy“.


Podium
Kurse und Prüfungen – wie müssen sie gestaltet sein, um positive Ergebnisse zu erzielen?


Margret Rodi (Lehrkraft Integrationskurs)
• * 1964 in Schwäbisch Gmünd
• Studium Deutsch als Fremdsprache, Germanistik, Italienisch und Erziehungswissenschaften in Tübingen, München und Freiburg
• längere Auslandsaufenthalte in Italien und Indien
• seit 1996 in Berlin
• derzeit Dozentin in Integrationskursen & in der Fortbildung, Autorin von Unterrichtsmaterial und Tests, Prüfertrainerin, Landesprüfungsbeauftragte in Berlin

Ljudmilla Baryshnikova aus Russland
Teilnehmerin eines Integrationskurses in München

Ana Lobor aus Kroatien
Teilnehmerin eines Integrationskurses in München

Michaela Perlmann-Balme

Ali Mahdjoubi
Kursteilnehmer beim GI und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag

Barbara John
Berliner Senat, Bewertungskommission.

Grit Hofmann (Deutsche Welle) (Moderation)


2. Konferenztag:
Datum: Samstag 19.09.2009

Patrick Stevenson
Professor Dr. Patrick Stevenson hat an den Universitäten Oxford, Sussex and Reading Neuphililogie, Linguistik und Erziehungswissenschaften studiert. Er unterrichtete ab 1979 in Southhampton und hat derzeit den Lehrstuhl für Germanistik und Linguistik inne. Er ist außerdem Forschungsleiter in Neuphilologie und geisteswissenschaftlicher Koordinator für Postgraduate Studien. Schwerpunkte Seine Schwerpunkte beinhalten Germanistische Soziolinguistik, Sprachpolitik in Deutschland, Soziolinguistik, Sprache und Kommunikation und Übersetzung.

Rita Franceschini
Studium der Romanistik und Germanistik an der Universität Zürich (PhD), Bielefeld und Basel (Habilitation in Romanischer Philologie). Aktuell hat sie den Lehrstuhl für Sprachwissenschaft an der Freien Universität Bozen-Bolzano inne und ist Direktorin des Forschungszentrums Sprachen:
www.unibz.it/en/public/research/language/languagestudies/
Sie ist Co-Autorin der Zeitschriften „LiLi-Literaturwissenschaft und Linguistik“ und „Vox Romanica“
2006-2007 war sie Mitglied der „High Level Group on Multilingualism“ der Europäischen Union in Brüssel.
Forschungsschwerpunkte:
Konversationsanalyse, Kontaktlinguistik, Code-Switching, Zweitsprachenakquise, Morphologie, Neurobiologie der Mehrsprachigkeit.

Anil Bhatti
Anil Bhatti ist emeritierter Professor am Centre of German Studies, Jawaharlal Nehru University, New Delhi.
Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich vergleichender kulturwissenschaftlicher Studien zwischen Deutschland/Europa und Indien. Er war Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung und wurde mit dem Jacob-und Wilhelm-Grimm-Preis des DAAD 2001 und mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2005 ausgezeichnet.
Er ist derzeit Präsident der Goethe Society of India.

Tanja Anstatt
Prof. Dr. Tanja Anstatt ist Inhaberin des Lehrstuhls für Slavistische Sprachwissenschaft (Schwerpunkt Russistik und Polonistik) an der Ruhr-Universität Bochum. Sie forscht seit mehreren Jahren zu Erwerb und Entwicklung der russisch-deutschen Mehrsprachigkeit. Aktuell arbeitet sie an einem Forschungsprojekt zu Sprachfähigkeiten und Spracheinstellungen russisch-deutscher Jugendlicher, für das sie eine umfangreiche empirische Erhebung vorbereitet.
www.slavistik.rub.de/index.php?anstatt

Rosemarie Tracy
Prof. Dr. Rosemarie Tracy hat den Lehrstuhl für Anglistische Linguistik an der Universität Mannheim inne. Arbeitsschwerpunkte: Spracherwerb (monolingual und doppelter Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb) und Mehrsprachigkeit im Allgemeinen; Leitung der Forschungs- und Kontaktstelle Mehrsprachigkeit der Universität Mannheim (demnächst: Mannheimer Zentrum für empirische Mehrsprachigkeitsforschung), wissenschaftliche Begleitung von Sprachförderprojekten.
www.anglistik.uni-mannheim.de/anglistik_i/team/prof_dr_rosemarie_tracy_lehrstuhlinhaberin/

Inci Dirim
Prof. Dr. Inci Dirim ist Deutschlehrerin, Übersetzerin, Germanistin, Linguistin und Erziehungswissenschaftlerin. Geb. in Deutschland, Schullaufbahn in Ankara. Studium in Ankara, Bremen und Hamburg. Promotion an der Universität Hamburg mit einer Arbeit zum türkisch-deutschen Sprachkontakt in einer Grundschulklasse. Seit 2007 Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogische Diagnostik und Förderplanungen im Elementarbereich und in der Grundschule, unter besonderer Berücksichtigung von sozial, kulturell und sprachlich heterogenen Lebenswelten.
www.epb.uni-hamburg.de/node/368

Inken Keim
Prof. Dr. Inken Keim ist apl. Prof. an der Universität Mannheim; bis 2008 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Sprache. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der ethnografischen, interaktionalen Soziolinguistik und Soziostilistik. Jüngste Arbeiten beschäftigen sich mit unter Migrationsbedingungen entstandenen Sprach- und Kommunikationsformen und zeigen den Zusammenhang zwischen Sprachvariation, kommunikativen Stilen und sozial-kultureller Identität der jugendlichen Sprecher/innen.
www.ids-mannheim.de/org/personal/ehem-ids/keim.html

Bernd Meyer
Dr. Bernd Meyer ist wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Germanistik der Universität Hamburg. Zusammen mit Prof. Dr. Kristin Bührig leitet er am Sonderforschungsbereich Mehrsprachigkeit ein Projekt zur Entwicklung von Dolmetscherfortbildungen für den medizinischen Bereich. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Diskursanalyse, Sprache in Institutionen und Mehrsprachigkeit.
www.slm.uni-hamburg.de/ifg1/Personal/Meyer_Bernd/Meyer_Bernd-home.html

Albrecht Plewnia
Dr. Albrecht Plewnia ist wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Deutsche Sprache, Mannheim, davor an den Universitäten Kiel und Mannheim. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Grammatik des Deutschen sowie Minderheitensprachen und Mehrsprachigkeit. Aktuell leitet er ein Forschungsprojekt zu Spracheinstellungen in Deutschland.

Podium
Ludwig M. Eichinger
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig M. Eichinger ist seit 2002 Direktor des Instituts für Deutsche Sprache und Ordinarius für Germanistische Linguistik an der Universität Mannheim. Nach dem Studium an der Universität Regensburg und dem University College London und Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bayreuth war er Heisenberg-Stipendiat an der Universität München, dann Professor für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Passau und hatte bis 2002 den Lehrstuhl für Deutsche Philologie (Sprachwissenschaft) an der Universität Kiel inne.
Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Grammatik und Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache, der soziolinguistischen Regionalsprachforschung, der Sprachenpolitik und der Wissenschaftsgeschichte.

Pramod Talgeri
Prof. Dr. Pramod Talgeri, der bis vor kurzem als Vice-Chancellor der Universität für Englisch und Fremdsprachen (Central Institute of English and Foreign Languages) in Hyderabad tätig war, ist als Professor für Germanistik an der Jawaharlal Nehru University emeritiert. Gegenwärtig ist er Rektor (Vice-Chancellor) einer neugegründeten India International Multiversity, einer Privatuniversität in Pune. Er war der Gründungleiter des Centre of German Studies und Dean, School of Languages der Jawaharlal Nehru University, New Delhi. Er war Stipendiat des DAAD (1963-70) und der Alexander von Humboldt-Stiftung (1980-82) und hat zahlreiche akademische Auszeichnungen erhalten.
Gegenwärtig ist Herr Prof. Talgeri der ehrenamtliche Direktor des Centre for Literary Translation, Delhi.
Unter seinen zahlreichen Publikationen sind folgende zu erwähnen: "Otto Ludwig und Hegels Philosophie" (Niemeyer, Tuebingen 1972), "Literature in Translation. From Cultural Transference to Metonymic Displacement" (Bombay-London 1988), "India 2000 - Global Civilisation and Cultural Roots" (New Delhi 1995), “Farewell to a Classical University - Essays on Education and Culture” (Hyderabad 1999). 

Gaspar Cano Peral (EUNIC)
Gaspar Cano Peral studierte Germanistik und Kunstwissenschaft, unter anderen in Berlin. Theaterregisseur und Dramaturg, Leiter der Theaterabteilung des „ Círculo de Bellas Artes“ in Madrid und Direktor der Spanischen Kulturinstitute in Stockholm und seit 2007 in Berlin, vertieft seine Bindung zum kulturellen Bereich mit seinem Engagement als Sprecher von EUNIC Berlin seit März 2009.

Paul Hampel (Moderation)
Armin-Paul Hampel begann seine Karriere als politischer Korrespondent bei den seinerzeit neuen Privatsendern SAT1 und RTL. Für Letzteren berichtete er umfassend über die deutsche Wiedervereinigung.
Anfang 1992 ging Armin-Paul Hampel als Chefreporter zum neu gegründeten ARD-Sender, dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) nach Dresden und half dort beim Aufbau der aktuellen Nachrichtenredaktion. Über kurze Aufenthalte im ARD-Studio Prag wurde er von 1996-1999 als Korrespondent und Studioleiter in das ARD-Südasienstudio nach Neu Delhi entsandt. Mit einer fünfjährigen Unterbrechung in der Gründungsmannschaft des ARD-Hauptstadtstudios war er durchgehend in Südostasien tätig.

Anfang 2008 wandte sich Armin-Paul Hampel neuen Aufgaben zu. Er und seine Familie blieben in Indien. Hampel ist seitdem als Filmautor, Produzent und Medienberater in Indien tätig.

Hans-Jürgen Krumm
Studium der Germanistik, Anglistik, Philosophie, Pädagogik und Pädagogischen Psychologie in Tübingen; 1969-75 Wiss. Assistent am Zentrum für Neue Lernverfahren der Universität Tübingen, 1975-93 o. Prof. für Sprachlehrforschung an der Universität Hamburg, seit 1993 Universitätsprofessor für Deutsch als Fremdsprache am Institut für Germanistik der Universität Wien. Arbeitsgebiete u.a.: Sprachenpolitik, Sprachlehrforschung Deutsch als Fremdsprache, Grundlagen der Lehreraus- und Lehrerfortbildung. Kurator für Sprachenpolitik des Projekts ‚Sprachen ohne Grenzen’

Ehrenmitglied des Internationalen Deutschlehrerverbandes (1993), Ehrenmedaille des Polnischen Germanistenverbandes (2002), Bundesehrenzeichen der Re. Österreich für Engagement im Interkulturellen Dialog (2008).

Mehrsprachigkeit – Sprachen ohne Grenzen

Goethe-Institut
Welche Wirkung hat Mehrsprachigkeit auf das politische, soziale, geistige und kulturelle Leben? Welchen Wert für Wirtschaft und Wissenschaft?

Projektschreiber

Reporter dokumentieren vier ausgewählte Projekte im Rahmen von „Mehrsprachigkeit – Sprachen ohne Grenzen“ – in Texten, Tönen und Bildern.