Wer fiktive Texte schreibt, wird nach den Quellen seines Schreibens gefragt. Der Ort, wo Literatur entsteht, ist nicht die Schreibwerkstatt, hier wird sie lediglich sprachlich formuliert und geformt. Fiktionen gehen nicht auf Worte, sondern auf Vorworte zurück. Die Vorworte kommen aus dem persönlichen Hintergrund des Autors, aus seinem Schreibmythos. Dieser Mythos entspringt meistens einer Erfahrung in der Kindheit, einer Schlüsselerfahrung. Oft wird Literatur aus der Biographie des Autors heraus interpretiert. Bei Autoren, die außerhalb ihrer eigenen Sprachgeographie leben, drohen Fragen der Zugehörigkeit andere biographische Details zu verdecken. Die mythischen Grundlagen ihrer Arbeit geraten ganz aus dem Blickfeld.
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