Die EUROPA-LISTE

Auf der Suche nach einer europäischen Kultur

Ziel der EUROPA-LISTE ist es, die Menschen für Europa zu begeistern. Der öffentliche Fokus liegt momentan auf Finanz-, Währungs- und Wirtschaftsfragen. Das lenkt von anderen, dauerhaften Fragen ab, wie zum Beispiel dem Mangel an Fantasie für ein sinnlicheres, mehr von Bürgerinnen und Bürgern geprägtes Europa.

Durch das Projekt EUROPA-LISTE reagiert das Goethe-Institut gemeinsam mit Deutschlandradio Kultur und Die Welt auf diese Krise. Ziel ist es, Europa für viele Menschen erlebbar zu machen und gemeinsam eine Plattform zu schaffen, auf der sie ihre Vision eines kulturellen Europas mitgestalten können.

Goethe-Institute in 30 Ländern Europas, seinen Nachbarländern und den (potenziellen) EU-Beitrittsländern befragen die Menschen nach einer europäischen Kultur.

Die EUROPA-LISTE soll neue Antworten auf alte Fragen finden, wie wir uns jenseits von nationalstaatlichen Grenzen als Europäer selber wahrnehmen, was uns zusammenhält und welchen Blick unsere Nachbarn auf uns haben.

Wie erlebt Ihr Europa? Was ist Euer Blick auf Europa? Was sind in Euren Augen die bedeutendsten kulturellen Errungenschaften Europas? Die Fragen nach der europäischen Kultur bilden die „europäischen Gemütslage“ ab und sind zugleich Grundlage, um die Gestaltung des zukünftigen Europas zu diskutieren.

So erhoffen wir Antworten auf die Frage, was den Wert Europas ausmacht. Gleichzeitig gewinnt die Debatte rund um Europa eine kulturelle Facette. Die Einbeziehung der europainteressierten Bürgerinnen und Bürger ist uns besonders wichtig.

Das Projekt hat vier Stufen:

Umfrage
Die Umfrage geht am 21. März 2013 simultan auf den Seiten aller beteiligten Goethe-Institute online, jeweils auf Deutsch und in der Landessprache. Sie fragt ebenso nach den bedeutenden kulturellen Errungenschaften Europas wie nach Gründen, die Europa als Kultur- und Lebensraum scheinbar so attraktiv erscheinen lassen.

Kommentierung
Anschließend kommentieren prominente Persönlichkeiten aus den jeweiligen Gastländern die Ergebnisse. Diese werden hier auf der Website und bei unseren Medienpartnern Deutschlandradio Kultur und Die Welt veröffentlicht. Aber nicht nur prominente Stimmen kommen hier zu Gehör – auch die Netzgemeinschaft ist ab Juni 2013 eingeladen, die Ergebnisse zu kommentieren.

Creative Labs
In Kreativwerkstätten setzen sich etwa 20 Jugendliche unter fachkundiger Aufsicht mit den Ergebnissen auseinander und interpretieren sie künstlerisch. Die Teilnehmer und entstandenen Arbeiten bereichern die Abschlusskonferenz.

Konferenz
Eine Abschlusskonferenz im Frühjahr 2014 mit Intellektuellen, Politikern und Künstlern aus den beteiligten Ländern – die zuvor die Ergebnisse bereits kommentiert haben – rundet das Projekt ab. Besonders wichtig ist dabei die Einbeziehung der an den Workshops beteiligten Jugendlichen und deren künstlerischen Ergebnisse, um den europäischen Kulturkanon somit erlebbar zu machen.

Die Deutschland-Liste

Was denkt Europa über Deutschland? Antworten aus 18 Ländern.

Goethe-Institut

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