Toulouse

GEWINNER OPEN CALL TOULOUSE

© Frédéric Malenfer
© Frédéric Malenfer
© Frédéric Malenfer

Welche neuen Formen des Teilens brauchen wir?

CANALDATA
von Urbain, trop Urbain

Canal du Midi + Open Data = CANALDATA! Seit 333 Jahren teilen die Bürger von Toulouse miteinander das Kanalufer, welches das historische Zentrum ihrer Stadt auf 10 Kilometern Länge umschließt.

CANALDATA ist …
offen – alle interessierten Bürger können zum Hüter eines 10 Meter breiten Stück Lands werden. Dieser Abschnitt ist lebendig und wertvoll: machen wir daraus ein Inventar all jener Dinge, an denen uns liegt!
partizipativ – eine Webanwendung ermöglicht es jeder und jedem, ihren Abschnitt zu dokumentieren: Bäume, Stadtmobiliar, Beschilderung, Topographie, Bewohner, urbane Legenden… Gäste und Besucher können das Inventar des Verwalters erweitern.
kreativ – das Open Data Prinzip ermöglicht die Darstellung von Daten und die Entwicklung mobiler Apps. Auch künstlerische Arbeiten finden Eingang in das digitale Archiv des Kanals.
gesellig – eine 24-stündige große Veranstaltung macht das Ufer zur Bühne für alle ephemeren und alternativen gestalterischen Initiativen!

 
 

    WE-TRADERS TOULOUSE – DER OPEN CALL HAT EINEN GEWINNER UND DIE AUSSTELLUNG ERÖFFNET AM 13.NOVEMBER!

    © Foto:Frédéric Malenfer
    © Foto:Frédéric Malenfer
    © Frédéric Malenfer

    Der Open Call Toulouse ist entschieden: die Community hat abgestimmt und das Projekt CANALDATA von Urbain, trop Urbain als beste Idee befunden. Canal du Midi + Open Data = CANALDATA! lautet die Formel nach der jeder interessierte Einwohner von Toulouse eingeladen ist, 10 m des Canal du Midi, der die Stadt durchzieht, nach eigenen Vorstellung zu gestalten und zu pflegen: Grünflächen, urbanes Mobiliar, Kunst und viele weitere Aktivitäten sind als Interventionen vorstellbar. Diese werden dann auf einer Open Data Plattform präsentiert und vernetzt und bei einem 24-stündigen Fest gemeinsam getestet und gefeiert.

    Mehr Informationen zu dieser Idee und ein abwechslungsreiches Programm rund ums Thema „Tausche Krise gegen Stadt“ erwarten euch in der We-Traders Ausstellung in Toulouse! Am Donnerstag den 13.November um 18:30 eröffnet die Ausstellung in den Räumen des Centre Méridional de l’Architecture et de la Ville (CMAV).

    Weitere Informationen und Termine findet ihr auf der Seite des Goethe-Institut Toulouse und auf der We-Traders Facebook-Seite.

    Download Programm We-Traders Toulouse 

    11. November 2014 von Admin

      The Open Call Toulouse is launched !

      © Rose Epple
      © Rose Epple

      What else can be shared?

      What can inhabitants and fellow citizens share to make living together more durable and sustainable? Besides urban space, people already share cars, gardens, meals, child care, games, workshops and living spaces. Is sharing not only to their personal advantage, but also an answer to the economic and environmental crisis? Is sharing not more than anything else a way to rediscover the advantages of urban life and the very purpose of a city? We are launching a call for ideas or initiatives around the concept of sharing. You can participate by subscribing and uploading an idea at the We-Traders community.
      The ideas will be promoted, spread and published in the framework of the exhibition WE-TRADERS. Swapping crisis for city.
      The winner will be able to have their idea presented at the exhibition in Toulouse and travel to the exhibition in Brussels in 2015!Gewinner

      07. October 2014 von Admin

      Nachlese: Vier We-Traders Foren in Lissabon, Madrid, Turin und Toulouse

      © Yukai Ebisuno & Raffaella Mantegazza
      © Yukai Ebisuno & Raffaella Mantegazza

      Wie zeigt sich eigentlich die Krise, von der alle sprechen? Haben sich die Städte verändert? Wo kommen die We-Traders her und was verbindet sie? Und wie können solche Fragen in der Wanderausstellung 2014 verhandelt werden? Daran hat die We-Traders Community im Oktober 2013 bei den Foren in Lissabon, Madrid, Turin und Toulouse gearbeitet. Hier eine kurze Nachlese.

      Stadt und Krise

      „Das Problem ist nicht eine kapitalistische Ökonomie, sondern eine kapitalistische Gesellschaft”, diagnostiziert der Soziologe Claus Leggewie beim We-Traders Forum in Lissabon. Eine politische Krise sehen auch Maria João Guardão und Maria Tengarrinha vom O Espelho – und eine Krise der Medien. Sie begannen ihre Wandzeitung „an dem Tag als Angela Merkel nach Portugal kam.“

      Unsere Turiner Ko-Kuratorinnen, Lisa Parola und Luisa Perlo, orten in ihrer Stadt neben der finanziellen Misere eine akute Identitätskrise. Gemeinsam mit dem Stadtgeografen Carlo Salone warnen sie vor einer „Disneyfizierung“ der Kultur, angesichts der inflationären Festivalkultur, mit der sich das postindustrielle Turin neu erfinden will. Beim Madrider We-Traders Forum ruft Santiago Eraso, der mitverantwortlich für die Kulturhauptstadt San Sebastian 2016 zeichnet, nach „anti-monumentalen Aktivitäten”.

      In Madrid wird die Krise vor allem von jungen Menschen, die keinen Job finden, hautnah erfahren. Und jene, die sich selbst einen Job schaffen, finden aufgrund der Immobilienspekulationen keine erschwinglichen Räume. „Ich kann mir in Madrid kein richtiges Büro leisten. Wenn ich mehr Platz hätte, könnte ich neue Jobs schaffen“, so unser Ko-Kurator Javier Duero.

      Was sind We-Trades

      Keinesfalls soll es darum gehen, We-Trades eindimensional als Reaktion auf die Krise zu interpretieren. „Wir sind es leid, dass uns die Krise immer als Chance präsentiert wird, es wäre besser, es gäbe sie nicht”, so der Lissaboner Geograf Jorge da Silva Macaísta Malheiros stellvertretend für viele We-Traders. Und wenn, dann war es eine verpasste Chance, so Davide Ziveri vom Turiner Buenavista Social Housing: „Ich dachte, jetzt wird alles anders mit den Banken.”

      „Sind We-Trades reformistische Projekte oder wollen sie einen Systemwechsel?”, frägt Joël Lecussan von Mix'Art Myrys, während seine Toulouser Kolleginnen von Bois & Cie ganz pragmatisch auf ihre Macherinnenqualitäten vertrauen: „Notre réaction, c´est l´action!“ Frauke Hehl von der Berliner Initiative workstation plädiert dafür, den Staat weiterhin in die Pflicht zu nehmen, damit das Temporäre nicht zur Dauerlösung wird.

      „Wir möchten eine Arbeit, die uns gefällt und uns besser macht”, beschreiben Walkinn Coop ihre Motivation zur Gründung eines We-Trades. Ein wichtige Rolle dabei spielen unhierarchische Kooperationen, fluide Identitäten – „Wir fragen nicht, wer wir sind, sondern zu wem wir eine Beziehung herstellen können“ (VIC) - und kollektive Autorenschaft: „Der Autor von Campo de Cebada ist Campo de Cebada.” Und bei We-Trades kommt Sinnstiftung vor dem Profit: „AMAP hat mir meinen Stolz als Landwirt wiedergegeben. Jetzt ernähren wir Menschen, keine Märkte”, so Alain Gatti von Le Potager de Camille.

      Eine Krise ist der Sattelpunkt, an dem sich das Schicksal einer Stadt entscheidet, so die Stadtplanerin Sonja Beeck beim We-Traders Forum in Madrid. Wir sind überzeugt davon, dass We-Trades an diesem Punkt entscheidend zum Gelingen von Stadt beitragen.

      24. Oktober 2013 von Angelika Fitz und Rose Epple

        We-Traders Forum Toulouse

        © Angelika Fitz
        © Angelika Fitz
        Nils Simon von der Initiative Möckernkiez und Rolf Novy-Huy von der Stiftung trias zu Gast beim We-Traders Forum in Toulouse
        Nils Simon von der Initiative Möckernkiez und Rolf Novy-Huy von der Stiftung trias zu Gast beim We-Traders Forum in Toulouse.
        Copyright Foto: Angelika Fitz
        17. Oktober 2013 von Admin