Magazin


„The Other Way Around“ in Essen

Letztlich befindet sich alles, das unser Denken und Dasein bedingt, in einem Zustand der Instabilität. Fragen werden gestellt, Debatten angestoßen, die eigenen Assoziationen kritisch befragt. Lilly Busch berichtet von der Ruhrtrienalle in Essen.

NEUE PERSPEKTIVE(N)

Die Dekolonialisierung des Denkens ist erklärtes Ziel der „Episoden des Südens“. Das vielstimmige Projekt der Goethe-Institute in Südamerika macht Perspektiven des globalen Südens sichtbar. Bei der Ruhrtriennale trafen Künstler, Soziologen und Kunsthistoriker auf PACT Zollverein zusammen, führten Dialoge mit Objekten und näherten sich dem Thema künstlerisch und musikalisch.


Utopien im Wald

Die Residenz „Utopien im Wald“ im tropischen Regenwald des kolumbianischen Departamento del Chocó lädt Künstlerinnen und Künstler ein, sich mit der Region und deren Bevölkerung auseinanderzusetzen. Wir stellen die Arbeit einiger der Residentinnen und Residenten vor.


Ein Weg im Süden
Die Rua Treze de Maio und ein Porträt Brasiliens

Die Historikerin Patrícia Oliveira unternimmt einen Spaziergang durch die Erinnerung dieser Straße im Stadtviertel Bexiga von São Paulo, um an die Bedeutung dieses Ortes für das Wissen um die Rolle der Schwarzen und der Einwanderer bei der Errichtung Brasiliens zu erinnern.

Gibt es so etwas wie einen globalen Feminismus? Welche Themen bewegen Frauen in unterschiedlichen Weltgegenden? Und wie ist das Verhältnis zwischen Aktivistinnen verschiedener Generationen? Ein Interview mit der italienisch-amerikanischen Philosophin Silvia Federici.

Foto: Luigi Novi CC-BY-3.0

Der kenianische Schriftsteller spricht über sein Coming Out aus soziopolitischer Perspektive, aber auch und vor allem aus einem sehr persönlichen Blickwinkel.


Musa Michelle Mattiuzzi
Jota Mombaça

“Man muss etwas so Starkes anbieten, dass es die riesige Kluft zwischen der gebildeten Elite und der ungebildeten Bevölkerung überbrücken kann."

Die Goethe-Institute in Südamerika sind mit mehreren Projekten an der documenta 14 beteiligt. Dazu gehört auch das in Rio de Janeiro ansässige Residenzprogramm Capacete, das Künstlerinnen und Künstlern einen zehnmonatigen Aufenthalt in Athen ermöglicht. Sechs der Residentinnen und Residenten berichten über Athen und ihre ersten Erfahrungen vor Ort.

Künstler-Atlanten
Über Grenzen und fiktive Kartografien

Könnten wir uns die Welt räumlich und geografisch nicht auch ganz anders vorstellen? Künstler entwerfen ihre Landkarten auf unterschiedlichste Art und Weise: Orte, die durch Geräusche entstehen, grenzenlose Staaten oder fiktive Kartografien.


Documenta 14
Vom Süden lernen

Quinn Latimer, Chefredakteurin der Publikationen zur documenta 14, spricht über den Süden als Lernprozess, das öffentliche Programm der documenta in Athen und über die Sprache als Akt der Befreiung.


Grada Kilomba
Wenn die Worte sich vom Kolonialen Unterbewusstsein lösen

Die Psychoanalytikerin und Kulturkritikerin Suely Rolnik im Gespräch mit der portugiesischen Künstlerin Grada Kilomba, Teilnehmerin der 32. Biennale São Paulo.

Der kamerunische Philosoph spricht im Interview über Ausländerfeindlichkeit, Nationalismus, die Position des Fremden, die Gefahr einer „Einheitskultur“ sowie über Artikulationsräume für Differenz.

Geopolitik der Kunst: die Verortung des Südens auf internationaler Ebene

Ob als Ergebnis wirtschaftlicher Notwendigkeit eines saturierten Marktes im Norden, oder aufgrund wirklichen Interesses: Die Kunst aus dem Süden erobert zunehmend die internationale Kunstszene. Doch inwiefern bedeutet dieses Eindringen in ein hegemoniales System tatsächlich Autonomie und Unabhängigkeit?


Das postkoloniale Südamerika

Auch im 21. Jahrhundert zeigen uns bestimmte koloniale Prozesse noch immer die dunkelste Seite unserer Vergangenheit: Rassismus, Patriarchismus und Unterwerfung des Anderen als weiterhin virulente Formen der Unterdrückung. In diesem Kontext haben die postkolonialen Studien sich nicht nur zu einem Erkenntniswerkzeug, sondern darüber hinaus zu einer wichtigen Instanz des Widerstands entwickelt.


Mehr Süden wagen? – ein Gespräch mit Sebastian Schoepp

Wenn Mittel- und Nordeuropäer von Süden sprechen, dann haben sie meist Südeuropa im Sinn. Und oft denken sie dabei an die ökonomische Krise. Dabei verdeckt diese Reduzierung auf die Finanzmärkte den Blick darauf, was sie vom Süden lernen könnten.


Spiele des Südens – Kunst, Sport und indigene Kultur

Brasilianische und europäische Künstler und Wissenschaftler versuchen anhand der in Palmas stattfindenden Ersten Indigenen Weltspiele ein Bild von den Auswirkungen sportlicher Großereignisse auf das Leben der Stadt zu zeichnen. Ein Projekt, das auch Fragen in Richtung der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro aufwirft.



Blut

Die brasilianische Schriftstellerin Veronica Stigger schrieb auf Einladung des Goethe-Instituts ein Essay für die Website des Projekts "Episoden des Südens".

Gabi Ngcobo, die zur Kuratorin der 10. Berlin Biennale 2018 berufen wurde, spricht über Postkolonialismus und die Neubetrachtung von Geschichte.

Neue Diasporas Senegal: Daniel Lima und Raquel Borges

Der Koordinator und die Produktionsleiterin der Episode Neue Diasporas reden über die Etappe des Projekts in Senegal und vergleichen sie mit der Episode davor in Haiti.

Helen Sebidi: “Salvador sehnt sich nach Afrika”

Ein Gespräch mit der südafrikanischen Künstlerin Helen Sebidi, einer der Höhepunkte der 32. Biennale von São Paulo.




Peter Sloterdijk und Laymert Garcia dos Santos im Gespräch

Der deutsche Philosoph Peter Sloterdijk traf in São Paulo mit dem brasilianischen Soziologen Laymert Garcia dos Santos zusammen, zu einer Diskussion über das Konzept „Süden“ sowie dessen unzählige Reflexionen und Interpretationen. Wir dokumentieren Auszüge aus der Debatte.


Suely Rolnik – Die Stunde der Mikropolitik

Die Psychoanalytikerin, Kunst- und Kulturkritikerin analysiert im Interview die Zusammenhänge, die zum gegenwärtigen Verfall der Linksregierungen in Lateinamerika führen, spricht über den Gedanken eines "kolonialkapitalistischen Unterbewusstseins" und von der Wichtigkeit des innerhalb der brasilianischen Gesellschaft zunehmenden mikropolitischen Widerstands.


re:publica 2015: Die Zukunft kommt aus dem Süden

In Berlin versammelten sich – unter starker brasilianischer Beteiligung – Teilnehmer aus dem Süden, um Räume digitaler Innovation an unterschiedlichen Orten der Welt zu diskutieren.


„Ich glaubte zu wisssen, do der Süden sei“

Wie lassen sich neue Perspektiven auf Kunst, Wissenschaft und Kultur finden, ohne eurozentristische Sichtweisen zu tradieren? Wie kann eine Dekolonisierung des Denkens gelingen? Mit dem Projekt „Episoden des Südens“ der Goethe-Institute in Südamerika werden neue Sichtweisen auf Kunst und Kultur erprobt und neue Wegrichtungen für den Dialog der Länder des globalen Südens aufgezeigt.


Ein Süden ohne Norden

Solange Farkas, Gründerin und Leiterin des Festivals Panoramas do Sul, und Marina Fokidis, Gründerin und Herausgeberin der Zeitschrift South as a State of Mind, die bis zur Eröffnung der Documenta 14 deren inhaltliche Plattform ist, sprechen über die Bedeutung des Konzepts Globaler Süden in einer beständig im Werden befindlichen Welt. Fokidis ist eine der Vortragenden des parallel zur Biennale von São Paulo stattfindenden IV. Internationalen Seminars ARTE!Brasileiros.


Der Himmel, auf dem Kopf stehend

Ist der Süden der Literatur das Ergebnis einer kolonialistischen Dialektik, die Aufgeklärte und Wilde, Weiße und Schwarze, Zivilisation und Barbarei einander gegenüberstellt?


Das Postkoloniale gibt es nicht!

Welche Gestalt nehmen die Gespenster des Kolonialen an? Wie äußert sich Kolonialiät im Verhältnis der von der Geopolitik der Rassialität gezeichneten Körperlichkeiten?, fragt Jota Mombaça.