Max Bolliger

Der Schweizer Kinderbuchautor Max Bolliger erhält im Jahr 2005 den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. Volkach für sein literarisches Lebenswerk. "In seinem umfangreichen religiösen Werk vermittelt der Autor auf poetische Weise seine grössten Anliegen: menschliches Urvertrauen, gesellschaftliche Solidarität, Bereitschaft zum Frieden und zur Toleranz", heisst es in der Begründung der Akademie.
Max Bolliger wurde am 23. April 1929 in Schwanden (Schweiz) geboren, wo er seine gesamte Jugendzeit verbrachte. Nach seiner Ausbildung als Lehrer und einigen Jahren Unterricht an Dorfschulen folgten Studien in Psychologie und Heilpädagogik. Er verbrachte einen längeren Studienaufenthalt in England und war eineinhalb Jahre lang als Heilpädagoge in Luxemburg tätig. Zurück in der Schweiz arbeitete Bolliger während zehn Jahren als Sonderschullehrer. Heute lebt Max Bolliger als freier Schriftsteller in Weesen.
Literarisch trat der Autor erstmals zu Beginn der Fünfziger Jahre mit Gedichten und Erzählungen für Erwachsene in Erscheinung. Schon bald wechselte er zum Kinder- und Jugendbuch, in welchem er die Vorliebe für kurze Formen und den genauen, schnörkellosen Ausdruck vertiefte. In seinem Werk sind zwei Schwerpunkte auszumachen: Auf der einen Seite stehen die kurzen Erzählungen, die oft als Bilderbuchtexte dienen, auf der anderen Seite legt der Autor ein besonderes Gewicht auf die Nacherzählung biblischer Texte.
Max Bolliger ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Kinderbuchautoren der Schweiz. Er schrieb über 50 Bücher, die in 20 Sprachen übersetzt wurden. 1966 erhielt er für seine Nacherzählung der biblischen Sage "David" den Deutschen Jugendliteraturpreis. Der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis wurde ihm 1983 für "Euer Bruder Franz" und 1991 für "Das Buch der Schöpfung" verliehen.










