Mohammad Abi Samra
(Libanon)
Am Anfang war das Unverständnis. Aus dem Gefühl der Fremdheit gegenüber der Welt entwickelt Muhammad Abi Samra seine literarischen Charaktere. Der kreative Akt des Schreibens erscheint ihm als eine Waffe gegen das Unvermeidbare: Leben und Tod.
Muhammad Abi Samra wurde 1953 in dem abgelegenen Bergdorf Schabaa geboren. Mit neun Jahren zog er mit seiner Mutter und seinen zwei Brüdern in die Umgebung Beiruts. Muhammad Abi Samra absolvierte die Schule für Pädagogik und arbeitet heute als Lehrer und Kulturjournalist. Er studierte Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. In seiner Diplomarbeit befasst er sich mit der Sängerin Fairuz, sowie ihrer Bedeutung für die kulturelle Entwicklung im Libanon. 1985 emigrierte er wegen des Bürgerkrieges nach Lyon.
In Frankreich schrieb er Anfang der neunziger Jahre seinen ersten Roman Pauline und ihre Phantome. Es folgten drei weitere: Der Vorgänger, Die Einwohner von Tyros und Casablanca - Beirut – Kurdistan, deren letzterer in diesem Jahr erscheinen wird.
Muhammad Abi Samra legte außerdem 1982 eine Untersuchung über die israelische Invasion des Südlibanons in französischer Sprache vor, die in der „Zeitschrift für palästinensische Studien“ veröffentlicht wurde.






