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Erasmus Student Network oder der "Kampf gegen das Post-Erasmus-Syndrom"

Bildquelle: ESN - Logo © ESN Europe

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2012 feierte das europäische Austauschprogramm Erasmus seinen 25-jährigen Geburtstag. Erasmus, das bedeutet fremde Kulturen entdecken, neue Sprachen erlernen und natürlich auch Studenten anderer europäischer Länder kennenzulernen.

Studenten helfen Studenten

Mehr als 230.000 Studenten gingen im Studienjahr 2010/11 ins europäische Ausland um dort zu studieren oder ein Praktikum zu machen. Doch Erasmus wäre für viele Studenten nicht dasselbe, ohne das Erasmus Student Network, kurz ESN. Als eine der größten interdisziplinären Studentenorganisationen in Europa ist ESN derzeit an 33 Hochschulen in Spanien, europaweit sogar an mehr als 400 Hochschulen in über 36 Ländern vertreten. Allen Sektionen ist gemein, dass sie die gleiche Mission haben: Studenten helfen Studenten.
Die ehrenamtlich tätigen ESN-Mitglieder erleichtern den Erasmus-Neuankömmlingen an ihrer Universität den Einstieg in das Leben in einem fremden Land. Sie unterstützen die ausländischen Studierenden nicht nur bei organisatorischen Angelegenheiten, sondern planen, organisieren und betreuen auch verschiedenste Veranstaltungen und Ausflüge. Bei Themenabenden, Städtetrips, Partys, Museumsbesuchen oder Sportveranstaltungen können sich die internationalen Studierenden untereinander kennenlernen und auch den Kontakt zu einheimischen Studenten finden.

SocialErasmus – Ehrenamtliches Engagement in sozialen Projekten

„Das Ziel ist, Austauschstudenten dabei zu helfen, sich leichter zu integrieren.“ sagt Marie Schneider, PR-Vorstand von ESN Germany. „Wir wollen internationale Freundschaften fördern und zu mehr Toleranz beitragen. ESN ist aber auch an der gesamten Studiensituation interessiert.

Die Anerkennung von Studienleistungen ist da ein überaus großes Thema, an welchem wir uns durch die Durchführung von Studien und Umfragen aktiv beteiligen. Außerdem wollen wir internationale Studenten zu mehr Ehrenengagement animieren. Im Rahmen von SocialErasmus beziehen wir sie in soziale Projekte mit ein, wodurch sie nicht nur einen weiteren Teil unserer Kultur kennenlernen, sondern auch der Kontakt zwischen Deutschen und Internationalen kann so auf eine ganz andere Weise erfolgen.“

Der Kampf gegen das „Post-Erasmus-Syndrom“

Viele der ESN-Mitglieder waren selbst über das Erasmus- oder andere Austauschprogramme im Ausland und haben dort die Aktivitäten der studentischen Organisation kennengelernt. Um auch nach der Heimkehr den Kontakt zu anderen Kulturen zu erhalten, helfen sie nun Studenten, die in ihre Heimatstadt kommen, damit deren Erasmus-Aufenthalt zu einem genauso unvergesslichen Erlebnis wird.
„Durch eine Mitarbeit bei ESN haben Heimkehrer die Möglichkeit, das sogenannte Post-Erasmus-Syndrom besser zu bewältigen,“ erklärt Marie Schneider „weil so Internationalität und interkultureller Austausch auch weiterhin einen Platz in ihrem Leben einnehmen.“

Studenten beschweren sich oft über volle Stundenpläne, zu viele Kurse und zu wenig Zeit. Warum sollte ich mich als StudentIn aber trotzdem bei ESN engagieren? „Warum denn nicht?“ meint Marie Schneider locker. „ESN bietet einem die Möglichkeit, mit vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenzukommen und auch zu arbeiten.“



Sabine Lorenz,
studiert Medienwissenschaften an der Universität Bonn und arbeitet als freie Journalistin.

Copyright: rumbo @lemania
Februar 2013

Originalsprache: Deutsch

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