Überleben

Deutschland im Zumba-Fieber

Foto (Ausschnitt): Oregon State University @flickr, CC BY-SA 2.0Foto (Ausschnitt): Oregon State University @flickr, CC BY-SA 2.0

Foto (Ausschnitt): Oregon State University @flickr, CC BY-SA 2.0


Kolumbien ist das Geburtsland einer neuen Sportart, die verschiedene lateinamerikanische Musikrichtungen in sich vereint: Cumbia, Reggaetón, Salsa, Merengue und sogar ein bisschen Samba. Ihr Name lautet Zumba!

Und dieser Sport fegt mit voller Wucht über die USA und verschiedene Länder Europas hinweg.
Zumba lädt die Kursteilnehmer dazu ein, Spaß zu haben: Man bewegt die Hüften zu lateinamerikanischer Musik und verbrennt dabei Kalorien, ohne sich allzu sehr quälen zu müssen. Zumindest behaupten das einige der Zumba-Anhänger in Blogs und Facebook-Gruppen.

Der Hintergrund

Der Erfinder von Zumba hat einen Namen: Beto Perez. Der Kolumbianer arbeitete in seiner Geburtsstadt Cali, Kolumbien seit mehr als 25 Jahren als Fitnesstrainer. Er leitete Kurse und zeigte hunderten Kursteilnehmern tolle Aerobic-Übungen, mit denen sie ein paar Kilos mehr verbrennen können. Eines schönen Tages hatte Perez seine Kassette vergessen, zu der er immer seine Aerobic-Kurse leitete. Also improvisierte er und kreierte – aufbauend auf seiner Erfahrung mit lateinamerikanischen Tänzen – eine neue Choreografie. Das war die Geburtsstunde seines ersten Zumba-Kurses.

Heute steckt hinter dem Wort Zumba eine bedeutende Sportmarke, unter der inzwischen eine Reihe von DVDs mit Choreografien von Beto Perez angeboten werden, ebenso wie CDs mit den Liedern, die zu den Choreografien gespielt werden, Videospiele, mit denen man Zumba zu Hause üben kann sowie eine ganze Reihe von Zubehör und Kleidung. Habe ich schon erwähnt, dass Beto Perez neuerdings auch Musikvideos auf den Markt bringt?

Ich möchte Zumba-TrainerIn werden!

Es macht sehr viel Spaß, Zumba-Trainerin zu sein, erzählt uns die Mexikanerin Marianeli Montaño de la Vega, die in Münster lebt und an zwei Tagen in der Woche Zumba-Kurse gibt. In einem Interview für rumbo @lemania erzählt sie uns, wie diese Tätigkeit zu einem Teil ihres Lebens wurde: „Eigentlich bin ich Ernährungsberaterin und beschäftige mich seit über 12 Jahren mit Tanz und Gesundheit. Vor fünf Jahren bin ich nach Münster gekommen, seitdem gebe ich Samba-, Yoga- und Pilates-Kurse und ich habe mich weitergebildet. Inzwischen habe ich eine abgeschlossene Ausbildung zur Tanztherapeutin und zur Fitnesstrainerin mit einer B-Lizenz.
Mit Zumba habe ich vor drei Jahren angefangen. Mein erster Kurs hat mir sehr viel Spaß gebracht und ich war danach voller Energie. Also habe ich beschlossen, mich zur Zumba-Trainerin ausbilden zu lassen, und begonnen, Kurse zu geben. Mir gefällt es, als Zumba-Trainerin zu arbeiten, da mein Körper, mein Verstand und mein Geist auf unterhaltsame Weise in Form bleiben. Außerdem gibt es verschiedene Zumba-Programme für jeden Geschmack und jedes Alter: von Kleinkindern bis zu Senioren, für Personen, die einfach nur tanzen wollen, oder für jene, die ein bisschen Gewicht verlieren möchten.
Als Fachkraft im Gesundheitswesen bin ich der Meinung, dass Zumba eine gute Möglichkeit ist, um Gewicht zu verlieren, die Muskeln zu stärken und Spaß zu haben – sofern die Übungen korrekt ausgeführt werden und der Kursleiter gut ausgebildet wurde.“
Wenn ihr wie sie Zumba-TrainerIn werden wollt, dann müsst ihr einen Ausbildungskurs besuchen, um eine Lizenz mit entsprechendem Zertifikat zu bekommen. Auf der offiziellen Internetseite findet ihr dazu alle Einzelheiten für euer Land.
Ich wünsche euch viel Spaß bei eurem künftigen Zumba-Kurs!



María Gracia Centeno Grunauer
wurde in Guayaquil, Ecuador geboren und besuchte die dortige Deutsche Schule. Fast sieben Jahre ist es schon her, seit sie nach Europa gezogen ist. In dieser Zeit hat die Bloggerin einen Bachelor in Kommunikationswissenschaften an der WWU Münster, sowie einen Master in Unternehmenskommunikation an der Universidad Complutense de Madrid absolviert. Seither arbeitet María Gracia auch als freie Journalistin für Todo Alemán. 2011 ging sie dann wieder nach Deutschland, um einen weiteren Masterstudiengang, diesmal in Internationale Medien, an der Deutschen Welle Akademie Bonn zu beginnen.

Copyright: rumbo @lemania
Octubre 2013

Bei diesem Text handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Spanischen

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