Klaus Kordon

©Ute Karen Seggelke
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Klaus Kordon gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Jugendbuch-Autoren. Er wurde 1943 in Berlin Pankow geboren und lebte nach dem Tod seiner Mutter erst im Kinder- und später im Jugendheim. Nach dem Abitur und einem Studium der Volkswirtschaft arbeitete er als Exportkaufmann.
In den folgenden Jahren distanzierte er sich zunehmend von den politischen Zuständen in der DDR. Nach einem missglückten Fluchtversuch geriet er 1972 in Stasi-Haft. Nach einjähriger politischer Gefangenschaft wurde er in die Bundesrepublik entlassen. Heute lebt er mit seiner Familie in Berlin.

Klaus Kordon schrieb bereits in der DDR kleinere Texte, doch erst 1974 begann seine eigentliche literarische Karriere. Seit 1980 ist er als freiberuflicher Schriftsteller tätig. Er schreibt Romane, Erzählungen, Märchen und Gedichte. Seine Bücher wurden in siebzehn Sprachen übersetzt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Besonders erfolgreich sind seine Jugendbücher, deren zentrales Thema überwiegend die deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ist.

Für seine Kästner-Biographie Die Zeit ist kaputt (1994) wurde er mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Den gleichen Preis erhielt Kordon nochmals 2003 für seinen autobiographischen Roman Krokodil im Nacken (2002). Für sein Gesamtwerk wurde er von der Akademie der Künste Berlin mit dem Alex-Wedding-Preis ausgezeichnet.

Klaus Kordon ist Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Akademie für Kinder-und Jugendliteratur.

    Buchtipp: Nathan und seine Kinder

    Ein spannender Roman, der im Jahr 1192 in Jerusalem spielt und die Frage des Zusammenlebens zwischen Kulturen und Religionen auf aktuelle Art aufgreift.