Gudrun Pausewang

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Die Schriftstellerin Gudrun Pausewang wurde 1928 in Ostböhmen geboren.
Nach dem Abitur studierte sie Pädagogik und arbeitete als Grundschullehrerin.
1956 wechselte sie in den Auslandsdienst und verbrachte sieben Jahre in Venezuela und Chile. In dieser Zeit bereiste sie Süd- und Nordamerika. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland arbeitete sie als Lehrerin in der Nähe von Fulda.
Seit 1958 ist Gudrun Pausewang schriftstellerisch tätig.

In ihren ersten Jahren als Schriftstellerin schrieb Gudrun Pausewang überwiegend Romane für Erwachsene; seit Mitte der 70er Jahre veröffentlichte sie auch zahlreiche Kinder- und Jugendbücher.
Oft greifen ihre Geschichten sozialkritische Themen auf, wie zum Beispiel die atomare Bedrohung. Auch ihre Erfahrungen mit den sozialen Problemen in Lateinamerika schlagen sich in ihren Werken nieder, z.B. in dem Roman Die Not der Familie Caldera (1977). Darüber hinaus setzt sie sich immer wieder für Frieden, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit ein.

Für Die letzten Kinder von Schewenborn (1983), ein düsteres Zukunftsszenario nach einem Atomkrieg, erhielt sie den Gustav-Heinemann-Friedenspreis. Zu ihren bekanntesten Werken zählt der Roman Die Wolke (1987), in dem sie vor dem Hintergrund der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl die Ausmaße eines atomaren Unfalls in Deutschland beschreibt. Im Jahre 1988 wurde sie für dieses Buch mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Der Roman wurde verfilmt und kam 2006, zwanzig Jahre nach Tschernobyl, in die deutschen Kinos.

1999 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen.

    Buchtipp: Nathan und seine Kinder

    Ein spannender Roman, der im Jahr 1192 in Jerusalem spielt und die Frage des Zusammenlebens zwischen Kulturen und Religionen auf aktuelle Art aufgreift.