Kress von Kressenstein

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| von Kressenstein |
Die Erfahrungen die er während seines Aufenthaltes in der Region machte, fanden in seinen Tagebuchaufzeichnungen detailliert Ausdruck und dienen als Hauptquelle des hier dargestellten Geschehens. Unter Berücksichtigung ihres subjektiven Charakters, kann seinen pointierten Erinnerungen, viel Belangreiches über die deutschen Ziele im Kaukasus, aber auch die georgische Gesellschaft jener Zeit und deren Reaktion auf die deutsche Präsenz entnommen werden. So beschreibt er die vielen Missstände, die Schwierigkeiten zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen, die schlechte wirtschaftliche Lage sowie Korruption und Unfähigkeit der georgischen Regierung. Seine kritische Wahrnehmung mischt sich aber oft mit tiefer Bewunderung, ja Faszination für die georgischen Menschen und ihre reiche Kultur. Anlässlich eines großen Empfangs für die deutsche Delegation notierte Kressenstein:
„So sehr liebenswürdig und gastlich die Kaukasier und insbesondere die ritterlichen Georgier sind, so ist ihre Geselligkeit für den Arbeitsmenschen doch außerordentlich anstrengend. Alle Feste dauern bis in die frühen Morgenstunden und man muss sehr viel trinken.“Seine tiefe persönliche Verbundenheit mit dem georgischen Volk wird in zahlreichen Textpassagen deutlich. In Folge einiger Kämpfe mit plündernden tatarischen Banden vermerkte Kressenstein:
“Wenn es sich bei der Expedition unserer Truppen in Südgeorgien auch nicht um schwere Kämpfe gehandelt hatte, so hatten sie dem Jägerbataillon doch 4 Tote und 12 Schwerverwundete gekostet. Unsere Freundschaft mit den Georgiern war mit deutschem Blut besiegelt worden.“
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