Gustav Radde (1831 - 1903)


Einleitung:

Unter den Deutschen, die im 19. Jahrhundert in Georgien tätig waren, kann Gustav Radde als einer der herausragendsten bezeichnet werden. Radde wirkte mehr als 40 Jahre lang in Gustav RaddeTiflis, wobei er sich besondere Verdienste bei der geographischen Erschließung des Kaukasus erwarb.
Sowohl damals als auch heute fällt es schwer, Radde einer einzigen Disziplin zuzuordnen. Arendts bezeichnete ihn 1880 als „wissenschaftlichen Reisenden“1, Wolkenhauer als „berühmten Botaniker, Sibirien- und Kaukasusforscher“2 und Drude schließlich als „vielseitigen biologischen Geographen“3.
Radde beschäftigte sich neben der Geographie auch mit der Ornithologie, Botanik und Ethnologie. Seine Forschungsergebnisse machte er im Kaukasischen Museum in Tiflis, dessen Leitung er für mehr als 30 Jahre innehatte, der Öffentlichkeit zugänglich.

Der Text ist mit Erlaubnis des Autors dem Artikel „Gustav Radde und sein Wirken als Geograph“, Sonderdruck,  Petermanns Geographische Mitteilungen, 2/1983 entnommen.

    1Arendts, C.: Berühmte Geographen, Naturforscher und Reisende. Gustav Radde. Deutsche Rundschau für Geographieund  Statistik, 2, Wien 1880, Seiten 137- 140

2Drude, O. u. Taschenberg, O.: Gustav Radde. Sein Leben und Wirken. Leopoldina, 39, Halle 1903, 11,
Seiten 121-128; 12, Seiten 139- 146.

3Wolkenhauer, W.: Geographische Nekrologe für die Jahre 1902 und 1903. Geographisches Jahrbuch, 26,
Gotha 1903 Seiten 423- 446 [Gustav Radde: S. 439]

4Kustos: Wissenschaftlicher Sacharbeiter in einem Museum