
Meine Verbindung mit dem Goethe-Institut…
Meine Verbindung mit dem MMB begann Mitte der 60er Jahre am Goethe-Institut Madras (heute Chennai). Die Hauptattraktionen am MMB waren die Bibliothek, Lesungen, Vorträge und Kulturprogramme. Der legendäre Verwaltungschef vom MMB, Herr Desiken, war eine große Hilfe in allen Belangen. Es gab viele eindrucksvolle Programme, darunter „unplugged“ Konzerte und Vorträge indischer und deutscher Wissenschaftler. Bis zu meinem Umzug nach Bangalore im Jahre 1971, blieb ich eng mit dem MMB Madras verbunden.
In Bangalore…
Meine Verbindung mit dem MMB Bangalore begann, als mich der deutsche Generalkonsul Dr. Carl Pfauter dem Institutsleiter vorstellte. 1986 fand meine zweite Einzelausstellung mit 24 Bildern und 2 Skulpturen in den Räumlichkeiten des Instituts statt. Während der Ausstellung wurden viele Bilder und eine Skulptur verkauft. Es war das erste Mal, dass ich eine Skulptur verkaufte. Sie ging an den Institutsleiter W. Breuer.
Mein erster Eindruck…
Mein erster Eindruck war die respektvolle Einstellung gegenüber den Nutzern der Einrichtung. Alle Mitarbeiter waren sehr freundlich und hilfsbereit. Zweimal begann ich einen Deutschkurs. Ich konnte sie aber, aufgrund meiner zahlreichen Reisen, nicht beenden. Der Zugang zu neuen Informationen, sei es über die Bibliothek, Filmvorführungen, Vorträge oder das freundliche Personal am MMB, wird mir immer in Erinnerung bleiben.
Woran ich mich am liebsten erinnere…
Das Ereignis an das ich mich am liebsten erinnere, ist die Organisation einer Ausstellung der Bilder junger indischer Künstler durch Dr. Breuer, anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Instituts im Jahr 1970. In der Ausstellung wurden 106 Werke von 66 Künstlern gezeigt. Ich habe sehr hart gearbeitet, um die Ausstellung zu dem wichtigsten Ereignis in der Kunstgeschichte Bangalores zu machen. Die Filmretrospektive über Satyajit Ray und eine Bharatanatyam-Darbietung von J. Jayalalitha waren ein Teil der Festlichkeiten.
Was macht das Goethe-Institut zu etwas Besonderem…
Wahrscheinlich weil es an deutschen Universitäten die meisten Indologie-Fachabteilungen außerhalb Indiens gibt, werden am MMB viele interkulturelle Programme mit indisch-deutschem Bezug veranstaltet. Dies macht die Goethe-Institute zu etwas Besonderem. Diese spezielle Charakteristik hat sich das Institut bis vor kurzem bewahrt. Die meisten der jüngeren Veranstaltungen, hätten allerdings genauso gut von jedem anderen Kulturinstitut veranstaltet werden können. Vielleicht hat das Goethe-Institut seinen Fokus nun auf andere Dinge gerichtet!!!
Über internationale Kulturkooperationen…
Die wichtigste internationale kooperative Kulturarbeit stellte die in Bombay durchgeführte Veranstaltungsreihe “East–West Encounter” dar, die gemeinsam vom MMB und dem National Centre for the Performing Arts Bombay während der Amtszeit von Dr. Lechner durchgeführt wurde. Das internationale Künstlercamp “Art and Nature”, das vom MMB Dehli, ebenfalls unter der Führung von Dr. Lechner, veranstaltet wurde, war eine weitere wichtige Veranstaltung. Seit 1968 bin ich an Ausstellungen in den Instituten Madras, Bangalore, Hyderabad, Bombay und Delhi beteiligt und halte außerdem Vorträge.
Mein Traum für das Goethe-Institut…
Mein Traum für das Goethe-Institut, könnte wie folgt beschrieben werden: Es könnte mehr internationale Kulturveranstaltungen und Aktivitäten geben, bei denen die Teilnehmer aus allen Ländern kommen, in denen das Goethe-Institut aktiv ist. Es könnte mehr Austauchprogramme und Künstlerresidenzprojekte geben. Das Goethe-Institut/MMB, könnte zu einer Plattform oder einer Hochburg für internationalen Kulturaustausch werden.
Das wichtigste über das MMB in drei Worten…
BENGALURU NEEDS MMB!
Balan Nambia ist seit vielen Jahren ein international wahrgenommener Künstler. Er lebt und arbeitet in Bangalore.








