Kooperationsprojekt

KOOPERATIONSPROJEKT "CENTROAMÉRICA CUENTA"

Centroamérica Cuenta wird ausgeschrieben und organisiert von Carátula, zentralamerikanische Kulturzeitschrift, erscheint zwei Mal jährlich und enthält hispanoamerikanische Referenzen. Geleitet von Sergio Ramírez, zum ersten Mal erschienen im August 2004, mehr als 20 tausend Leser pro Ausgabe. Dieses Treffen teilt die Prinzipien unserer Zeitschrift, Offenheit gegenüber den verschiedenen Manifestationen der zentralamerikanischen, lateinamerikanischen und universellen Kultur zu projizieren.

Zeit zum Erzählen.

Das Treffen der Erzähler Centroamérica Cuenta wird zum zweiten Mal hintereinander in Nicaragua zelebriert. Dieses Mal in gesteigertem Umfang in Hinsicht auf Ambition und Vielfältigkeit der Themen. Außer Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus unseren sechs Ländern der Region, laden wir Gäste aus Frankreich, Deutschland, Spanien, Mexiko, Puerto Rico, den Vereinigten Staaten zu unseren literarischen Diskussionsrunden in verschiedenen Szenarien in Managua und León ein. Schulen, Universitäten und Kulturzentren sind die Orte, an denen auch das Publikum die Möglichkeit hat, Lesungen von den Autoren und Autorinnen zu hören. Ein wahrhaftiges Fest der Schriften.



Die Agenda der Diskussionsforen fokussiert auf das 21. Jahrhundert und dessen literarische Kreationen, Themen der Postmoderne, die in Ländern, welche noch immer in der Marginalisierung leben, unausweichlich sind. Daher die Kontraste: Die immer sichtbarer werdende Beziehung zwischen Journalismus und Literatur; Handwerke, die sich gegenseitig Werkzeuge entlehnen; die Tragweite der digitalen Revolution in den Schriften der Erfindungen; die Transformation der konstanten Anormalitäten der Geschichte in den Geschichten, die gegenwärtige Realität, welche die Erzählung erobert, Korruption, Drogenhandel, Gewalt, Jugendbanden und die Emigration der Armen auf der Suche nach Illusionen und von da an bis zu einem immer kultivierter werdenen Kriminalroman.

Es wird auch über das gesprochen werden, was in unseren Ländern geschrieben wird. Über den mühsamen Weg, um auf die Leser treffen zu können, auf Spanisch und in anderen Sprachen, über die Sisyphusarbeit der der kleinen Verlage, darüber wie die neuen Schriftstellergenerationen die Kunst des Erzählens bewerten, fern vom Boom der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, eigenen Herausforderungen entgegentretend; paralelle Genres, die ebenfalls Geschichten erzählen, wie z.B.  Comics oder Graphic Novels, die ihre eigene Dynamik entwickeln; und letztendlich, zur vorabentlichen Gebetsstunde der Weltmeisterschaft in Brasilien, die beeindruckende Beziehung zwischen Fußball und Literatur, zwei Leidenschaften, die Hand in Hand gehen.
Dr. Sergio Ramírez
Leiter von "Centroamérica Cuenta"

Übersetzung: Christoph Schabasser
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