Montevideo

Geschichte

Montevideo ist die jüngste Hauptstadt Lateinamerikas. Sie wurde vom Gouverneur von Buenos Aires, Don Bruno Mauricio de Zabala, gegründet. Die Gründung fand von 1724 bis 1730 statt, einer Zeit, in der die ersten Siedler aus Buenos Aires und von den kanarischen Inseln eintrafen. Die Stadt war komplett von Mauern umgeben und die Festung lag dort, wo heute die Westecke des Plaza Independencia liegt.

Im Jahre 1833 entwarf man eine neue Stadt, die allerdings erst 1861 zur Umsetzung kam. Im Gegensatz zur „Altstadt“, wurde die „Neustadt“ mit breiten, von Bäumen gesäumten Strassen konzipiert, wo Geschäfte und wichtige Wohnhäuser gebaut wurden. Dennoch konnte die Strasse „18 de julio“ sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts als Hauptgeschäftsstrasse durchsetzen. In der „Neustadt“ wurden zwei wichtige Plätze geschaffen, der Plaza Cagancha auf der Strasse „18 de julio“ und der Plaza Independencia am Schnittpunkt mit der Altstadt.

Aktivitäten

Uruguay’s Hauptstadt, Montevideo, ist kleiner, ruhiger und entspannter als die grosse Nachbarstadt am anderen Flussufer, Buenos Aires. Stolze 43% der 2,9 Millionen Einwohner Uruguays wohnen in Montevideo. Die Stadt bietet seinem Besucher ein reichhaltiges Angebot an kulturellen Aktivitäten, von Museen über Theater und Konzertveranstaltungen bis hin zu „fiestas populares“ und internationalen Ausstellungen.

Die Architektur der Stadt zeigt verschiedene Stilrichtungen und reflektiert die Geschichte der Stadt. Montevideo wird angesichts der Vielfalt an Bäumen und Grünflächen auch als Gartenstadt bezeichnet, in der man noch den Duft der vielen Blumen spürt.

Montevideo verfügt über bedeutende Kunstmuseen, wie zum Beispiel dem „Museo Nacional de Artes Visuales“ im Parque Ródo, oder dem Museum Torres García in der Altstadt. Unter den historischen Museen findet man das Gauchomuseum und auch das „lebende“ Museum „Estado Centario“, ein Fussballstadium in dem die erste Fussballweltmeisterschaft im Jahre 1930 ausgetragen wurde und welches von der FIFA zum Weltfussballmuseum erklärt wurde.

Der Karneval dauert 40 Nächte (Februar und März) und ist der längste der Welt. Die „Murga“ ist eine Mischung aus Musik, Choreographie, bunten Kostümen und politischer Satire. Neben den „Murgas“ zeichnen sich die „Llamadas“ durch ein Zug von Personen aus, die durch ihre Bewegungen und Trommelklänge die afrikanischen Wurzeln (über die Sklavenverschleppung vor über 200 Jahren) der Musik ins Bewusstsein rufen. Angesichts der grossen Beliebtheit der „Candombe“ Trommelmusik, kann man jeden Samstag und Sonntag in den verschiedenen Stadtteilen die Komparsen vorbeiziehen sehen und hören.

Das zweitälteste Theater Südamerikas, das Teatro Solis, zeigt fast täglich exzellente nationale und internationale Aufführungen . Montevideo verfügt darüber hinaus über eine ganze Reihe Theater, die in der Regel am Wochenende Aufführungen darbieten.

Wie die meitsen Grossstädte hat auch Montevideo seine Einkaufszentren und Einkaufsstrassen. Es gibt eine Cinemateca, wo die meisten Kunstfilme aufgeführt werden, um die 100 pro Monat, aus aller Welt.

Die Lage Montevideos am Rio de la Plata ist einzigartig und die Strandpromenade, die „Rambla“, zieht sowohl Einheimische als auch Touristen in seinen Bann. Im Sommer sind die Strände am Stadtrand ein beliebtes Ausflugsziel. Die Uruguayer sind Naturliebhaber und die Stadt Montevideo ist sehr grün, mit vielen Parks und Bäumen (davon viele Palmen).

Das Nachtleben spielt sich meist in der Altstadt ab, wo auch die Academia gelegen ist, und wo man eine grosse Zahl von Pubs, guten Restaurants, Tangoshows, Discos und Bars findet. Etwas für jeden Geschmack.

Verkehr

Da die Stadt relativ klein ist, ist das Hauptfortbewegungsmittel der Bus. Alle Teile der Stadt sind über die vielfältigen Linien miteinander verbunden. Ein Fahrschein kostet 0,7 USD.