Erlebnisse, Anekdoten, Berichte und Erinnerungen – Geschichte erzählt

Der Photograph Michael Friedel

Michael Friedel, Jahrgang 1935, zählt zu den bekanntesten Photojournalisten Deutschlands. Höhepunkte seiner Karriere waren unter anderem die Photokinapreise 1954 und 1956 sowie die Titelbilder von Elvis Presley (SPIEGEL, 1956) und Sophia Loren (STERN, 1960).

Photostrecken über das Überleben der letzten Naturvölker und ihrer einzigartigen Kultur, die Fernziele des Tourismus, insbesondere die Inselwelten zwischen Paradies und Hölle, führten Michael Friedel in mehr als 50 Jahren in über 100 Länder. Diese Reportagen erschienen nicht nur in deutschen Magazinen wie STERN und GEO, sondern auch in den großen internationalen Journalen. Seit seiner ersten Reportage über das Goethe-Institut in London im Jahr 1971 ist Michael Friedel der Institution eng verbunden und hat seither mehr als 40 Institute auf allen fünf Kontinenten porträtiert.

Der freie Photograph und Autor von mehr als 20 Bildbänden lebt in der Nähe von München. Die Arbeiten aus seinen aktuellen Photoreisen, die ihn auf die Inseln des Indischen Ozeans, die Malediven, Seychellen, Mauritius, die Karibik und Mexiko führen, erscheinen in seinem Verlag MM Photodrucke.

Auszug aus „Chinese Photography“ 2/91, Bejing:
Michael Friedel ist ein deutscher Fotograf. Als solcher realisiert er seine Ideen mit einer Linse, die er mit großer Freiheit benutzt und die keine gegebenen Grenzen der Umgebung akzeptiert. Er kann Werke schaffen, die sowohl die Seele als auch das Auge eines Betrachters ansprechen. Seine Sinne sind scharf, seine Sehkraft klar. Seine besten Bilder sind gewagter Ausdruck anderer Rassen und Nationen. Durch seine Arbeit macht er die Kulturen fremder Länder und ferner Regionen zu seinem Thema. Damit bringt er zum Ausdruck, dass er bei der Beobachtung von Kulturen einen gegensätzlichen Blickwinkel einfügt.