Verschwinden

Anthropos Institut Sankt Augustin; Foto: Martin Gusinde

Der letzte Mohikaner und seine Nachfahren

Oft haben die amerikanischen Indianer in unserer Vorstellung den Ersten Menschen versinnbildlicht, haben für den Wilden gestanden, der Lust oder Entbehrung des Anfangs erlebt. Doch ebenso haben sie den Letzten Menschen greifbar werden lassen. Von Óscar Calavia SáezMehr ...
Aus der Serie ‚Gesichter von Toten‘?, 1983; Copyright: Rudolf Schäfer

Die Toten verschwinden, die Toten bleiben

Im Jahr 1964 hat Elias Canetti einen Kata-
log fiktiver Gesellschaften aufgezeichnet, die sich allesamt durch eine kleine Verschiebung, eine Verfremdung, auszeichnen: Lebensformen, in denen irgendein Detail ganz anders ist als in der gewohnten Welt. Von Thomas MachoMehr ...
‚Graveyard‘, aus der Serie ‚Picture This!‘, 2001-04, C-Print auf Aluminium; Copyright: Sammlung der Kulturabteilung der Stadt Wien – MUSA; © Oliver Hangl

Der Tod im digitalen Zeitalter

Im Netz scheint ein uralter Traum der Menschen wahr zu werden: genera-
tionenübergreifende ewige Erinnerung und ein virtuell erfahrbarer Transzendenz-
gewinn trotz all unserer Vergänglichkeit. Von Friedrich Wilhelm GrafMehr ...
1970 Maria Irma Ferreira & Maria Susana Ferreira; Copyright: Gustavo Germano

„Das Brausen des trockenen Tods im Ohr ─ Anstelle der getilgten Stimmen sprechen...."

Die argentinische Autorin Susana Romano Sued äußert sich zum Übersetzen von Tod und politischer Gewalt, zur Notwendigkeit der poetischen Übersetzung, zur Begegnung von Gedächtniskunst und Makabrem sowie zur neuen Sichtbarkeit der Körper. Das Interview führte Rike Bolte.Mehr ...
Fundación Dos Mundos (Concurso de Fotografía 'Sin Rastro'); Foto: Luis H. Agudelo

Niemand wird jemals unsere Verwaisung bezahlen noch wiedergutmachen können

Beinahe zeitgleich zu der Befreiung Ingrid Betancourts fand in Bogotá ein internationales Symposium über erzwungenes Verschwinden statt: in Kolumbien werden nach wie vor zahlreiche Geiseln festgehalten. Von Constanza VieiraMehr ...