Vernissage Berlin Wonderland: Wild Years Revisited 1990-96

Headliner Berlin Wonderland

Mo, 04.11.2019

Goethe-Institut Mexiko

Tonalá 43, Colonia Roma
(Zwischen Durango und Colima)
06700 México, D.F.

Am 4. November 2019 wird im Goethe-Institut die Ausstellung „Berlin Wonderland“ eröffnet. Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls zeichnet sie mit Fotografien und Zeitzeugenberichten die Jahre 1990-96 in Berlin-Mitte nach.


bw_40+41_bdb-bobsairport Wohnzimmer Synlabor, Kleine Hamburger Straße 5, 1991

„Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich.“ Diese ungelenke Aussage des Politikers Günther Schabowski löste am 9. November 1989 eines der ikonischsten historischen Ereignisse der jüngeren Vergangenheit aus – den Fall der Berliner Mauer. Scharen ausreisewilliger Bürgerinnen und Bürger der DDR läuteten an den Grenzposten das Ende der Teilung der Welt ein in Ost und West, Kommunismus und Kapitalismus. Was folgte, war eine Phase der Freiheit und des Optimismus, aber auch der Enttäuschung und Verunsicherung. Zum dreißigjährigen Jubiläum erinnert das Goethe-Institut an diesen Wendepunkt der Weltgeschichte.
 
Am 4. November 2019 um 18 Uhr wird im Goethe-Institut die Ausstellung „Berlin Wonderland“ eröffnet. Sie spiegelt die Jahre 1990-96 wider, in der nach dem Mauerfall gerade im Bezirk Mitte viele Gebäude leer standen. Unklare Zuständigkeiten und Besitzverhältnisse schufen ein Vakuum, das von vielen Künstler*innen und Kulturschaffenden intensiv genutzt wurde. Aus aller Welt kamen junge Kreative nach Berlin, um in dieser »temporären autonomen Zone« an den besonderen Möglichkeiten zu partizipieren und ein neues Lebensgefühl zu schaffen.
 
Die Fotografen Ben de Biel, Hendrik Rauch, Philipp von Recklinghausen, Stefan Schilling, Hilmar Schmundt, Andreas Trogisch und Rolf Zöllner waren Teil dieses Prozesses und bilden mit ihren Werken die Dynamik des Wandels und diese einmalige Zeit von Aufbruch, Widerstand und Neuordnung ab, die Berlin zu einem kreativen Meltingpot mit internationaler Ausstrahlung gemacht hat. Die Herausgeber*innen der Ausstellung Anke Fesel und Chris Keller leben seit 1990 in Berlin und waren von Beginn an in verschiedenen Projekten wie Tacheles, IM Eimer, Schokoladen oder Synlabor aktiv.

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