Film Fritz Bauer

Portrait des Juristen Fritz Bauer © dpa

Mi, 11.12.2019

Goethe-Institut Paris

17, avenue d'Iéna
75116 Paris

Generalstaatsanwalt. Nazi-Jäger

Abgesagt

Die Veranstaltung wurde abgesagt.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Regie: Catherine Bernstein, Dok., 2018, produziert von Kuiv productions und Arte, VF, 56 Min.
 
Frankfurt, den 20. Dezember 1963, wird erstmals ein Bundesgericht Nazi-Verbrecher vor Gericht stellen. Ein bisher unbekannter Staatsanwalt ist am Werk, sein Name ist Fritz Bauer. Dieser Mann, der sich der Politik des Vergessens und Schweigens widersetzt, will nicht nur Nazi-Verbrecher verurteilen, sondern auch Deutschland als Ganzes mit der Wahrheit seiner Vergangenheit konfrontieren. Für das Land ist es ein Schock und die deutsche Jugend entdeckt mit Entsetzen die Verbrechen der Generation der Väter.
 
Als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und jüdischen Glaubens wurde Richter Fritz Bauer 1935 ins Exil gezwungen, nachdem er für zwei Jahre in einem Konzentrationslager interniert und vom öffentlichen Dienst ausgeschlossen worden war. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland, 1956 zum Generalstaatsanwalt in Frankfurt ernannt, leitete er mehrere Verfahren ein, um ehemalige NS-Kriegsverbrecher auf der Flucht zu finden, darunter Dr. Mengele. Verhindert an der Durchführung seiner Ermittlungen, beschloss er, den israelischen Geheimdiensten die Informationen zur Verfügung zu stellen, die die Entführung und dann den Prozess in Jerusalem 1961 gegen Adolf Eichmann, den „Logistiker“ der „Endlösung“, ermöglichen würden. Die Erkenntnisse von Spezialisten (Historiker, Juristen, Biografen von Fritz Bauer) und vielen Archiven verfolgen seinen hartnäckigen Kampf um das Scheitern der Entnazifizierung, brechen das Schweigen über die Verbrechen des Dritten Reiches und werden seinen unzähligen Opfern gerecht.
 
Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit der Regisseurin Catherine Bernstein und Nicole Bary, der Co-Autorin des Films, statt. Moderation: Christian Delage
 

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