Film Zur Rettung der Popkultur

Zur Rettung der Popkultur © Auge Altona

Di, 03.12.2019 -
Mi, 18.12.2019

Vilnius / Anykščiai / Druskininkai

Experimentelle deutsche Musikvideos 2008 – 2015

Filmreihe „Goethe zu Gast“

In Zusammenarbeit mit der Kunstfabrik „Loftas“ präsentiert das Goethe-Institut Filme zum Motto „Musik im Kino“. Alle geplanten Filme zeigen wir in drei Städten Litauens: im Jugendzentrum in Druskininkai, im Kunstinkubator in Anyksciai sowie in der Kunstfabrik „Loftas“ in Vilnius. Alle Filme sind kostenlos und werden in Originalfassung mit litauischen und/oder englischen Untertitel gezeigt.
 
Zur Rettung der Popkultur

3. Dezember 2019, 18 Uhr, Jugendzentrum, Druskininkai
5. Dezember 2019, 18 Uhr, Kunstinkubator, Anykščiai
18. Dezember 2019, 20 Uhr, Kunstfabrik LOFTAS, Vilnius

 
div., Farbe, 82 Min. 2008-2015


Musikvideos sind die visuelle Komponente von Popmusik. Das Musikfernsehen, das in den 1980ern die visuelle Seite auf spektakuläre Weise über das Plattencover hinaus erweiterte und damit eine neue Dimension der Bild-Musik-Verbindung für Pop- und Subkulturen geschaffen hatte, ist Geschichte. MTV, die Geburtsstätte des Musikvideos, wie wir es kennen, zeigt dieser Tage vor allem Soap Operas – für ein kleines Publikum im Bezahlfernsehen. Aber Musikvideos haben inzwischen andere Kanäle und verbreiten sich über spezielle Plattformen im Internet wie Vimeo oder Vevo, Spotify und Facebook sowie natürlich nach wie vor YouTube.

Mit dem Ende des Musikfernsehens und der Krise der Plattenindustrie haben sich die ökonomischen Rahmenbedingungen sicher geändert, aber zugleich hat sich, befreit von den Zwängen und Standardisierungen des Musikfernsehens, das Musikvideo als eigenständige audiovisuelle Kunstform in eine Vielzahl von Möglichkeiten weiter ausgefächert. Auch in Deutschland sind die Formen vielfältiger geworden. Die Verbindungen und Übergänge zu Kunst, Video und Experimentalfilm sind intensiver, als sie das zu Zeiten des Musikfernsehens waren.

Diese 18 Kurzfilme zeigen mutige, experimentelle und exklusive Musikvideos, deren Regie oder Produktion in Deutschland ansässig sind. Dazu gehören Videos, die für Radiohead, Mouse on Mars, Occupanther und anderen Musikgruppen erstellt wurden.

Von MTV und YouTube auf die große Leinwand: Mit dem MuVi-Preis für das beste deutsche Musikvideo präsentieren die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen seit 1999 den weltweit ersten Festivalpreis für Musikvideos. In den Jahren seines Bestehens ist der MuVi-Preis Treffpunkt und Forum für Filmemacher, Fachpresse und die Kurzfilmszene geworden - ein Ort, um Entdeckungen zu machen und entdeckt zu werden. Vor allem hat er sich zum echten Publikumsliebling entwickelt. Das Profil des MuVi-Preises ist klar definiert: Die Kurzfilmtage plädieren für die außergewöhnliche visuelle Form.
 
 
  1. One Minute Soundsculpture, (Ryoji Ikeda), Daniel Franke, 2010 (1. Preis MuVi 2011)
  2. Einundzwanzig, (Jan Roth), Martin Eichhorn/Daniel Spindler, 2013
  3. Zum König geboren, (Marteria), Daniel Franke/Martin W. Maier, 2009 (Publikumspreis MuVi 2009)
  4. Blood (Vangelis), Oliver Pietsch, 2011
  5. DOT (Michael Fakesch), Jörg Petri, 2007 (3. Preis MuVi 2008)
  6. Easy or Not (Tim Neuhaus ft. Kat Frankie), Dietrich Brüggemann, 2013 (Publikumspreis MuVi 2014)
  7. Fratzengulasch (Die Vögel), Katharina Duve/Timo Schierhorn, 2011 (2. Preis und Publikumspreis MuVi 2012)
  8. Giddy (Pereira Elsewhere ft. Gonjasufi), Pussykrew, 2013
  9. Graf (Lithops), Karl Kliem, 2009 (3. Preis MuVi 2009)
  10. Der Investor (Die Goldenen Zitronen), Ted Gaier/Katharina Duve/Timo Schierhorn (1. Preis MuVi 2014)
  11. There Will Be Singing (Efdemin), JUTOJO/Phillip Sollmann, 2010 (2. Preis MuVi 2011)
  12. Down (Occupanther), Johannes Brugger, 2014
  13. Die Seitenlehne (Lena Stoehrfaktor), Pappsatt, 2010
  14. Videotape (Radiohead), Wolfgang Jaiser/Claus Winter, 2008
  15. Lost & Found (Mouse on Mars & Eric D. Clark), Klaus Lemke, 2014 (1. Preis MuVi 2015)
  16. Denken Sie Groß (Deichkind), Till Nowak/Timo Schierhorn/UWE, 2015 (Publikumspreis MuVi 2015)
  17. uni acronym (alva noto ft. Anne-James Chaton), Carsten Nicolai, 2011 (1. Preis Muvi 2012)
  18. Freude (Holrich Gelken), Thomas Draschan, 2009
 

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