Film Abschied von gestern

Abschied von gestern © Alexander Kluge

17. Februar 2020
18:30 Uhr

Multicinema Modernissimo

Via Cisterna dell'Olio 49/59
Neapel

Im Rahmen der Filmreihe Montagskino - Wendezeiten

BRD 1966, 88‘
 
Drehbuch und Regie: Alexander Kluge
Kamera: Edgar Reitz, Thomas Mauch 
Schnitt: Beate Mainka-Jellinghaus 
Darsteller:  Alexandra Kluge, Hans Korte, Ado Riegler, Josef Kreindl u.v.a.
 
Anita G. (Alexandra Kluge), Jüdin, ist von "drüben" in den Westen gekommen. Mit ihrem Koffer in der Hand lernt sie bei Begegnungen mit seltsamen Menschen ein seltsames Land kennen: die BRD des Jahres 1966.
Anita G. aus der DDR, ist die Personifikation dieser verdrängten Vergangenheit, weshalb ihr die Voraussetzungen fehlen, sich erfolgreich in die bundesdeutsche Gesellschaft einzugliedern. Dass sie aneckt, ist nicht ihre Schuld. Wie sie aneckt, zeigt Abschied von gestern anhand fast schon dokumentarischer Szenen, die von einem souveränen Gespür für die grotesken Momente des Alltags zeugen.
 
Klassiker des 'Neuen Deutschen Films', der in Erzählweise und Stil neue Wege einschlug.
 
Silberner Löwe und Großer Preis der Jury beim Filmfestival von Venedig
 
 
Alexander Kluge (*1932) ist ein deutscher Filmemacher, Fernsehproduzent, Schriftsteller und Drehbuchautor. Er ist Mitunterzeichner des Oberhausener Manifests.
Er wurde in den 1960er- und 1970er-Jahren als einer der einflussreichsten Vertreter des Neuen Deutschen Films bekannt, den er in Theorie und Praxis mitbegründet und weiterentwickelt hat. 1987 gründete er die Produktionsfirma dctp, mit der es ihm gelang, eine Plattform für unabhängige Programme im deutschen Privatfernsehen zu schaffen. Sein Gesamtwerk aus literarischen und analytischen Büchern, Filmen und Fernseh-Reihen ist genre-übergreifend und vielfach preisgekrönt.
 
In Zusammenarbeit mit Stella Film / Multicinema Modernissimo

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