Film Werner Herzog: Dokumentarfilme

Ein Mann überreicht einem anderen Mann einen Pokal © Werner Herzog

Do, 17.09.2020

Cinéma Le Cratère

95 Grande Rue Saint-Michel
31400 Toulouse

How much wood would a woodchuck chuck

Das Goethe-Institut Toulouse setzt die Kooperation mit dem internationalen Filmfestival FIFIGROT fort, das vom 14. bis 20. September unter dem Titel Welt(en) danach stattfindet. Nach der mehrmonatigen Ausgangssperre erweist sich das Thema als hoch aktuell. Viele Menschen haben sich andere Lebensweisen oder ein Anderswo vorgestellt oder ersehnt. Die Programmgestalter wollten daher auch Gurus und Sekten, die sich Parallelwelten erdacht haben, nicht aussparen.

Am 17. September werden zwei wenig bekannte Dokumentarfilme von Werner Herzog gezeigt:

GLAUBE UND WÄHRUNG
(Deutschland, 1980, 44 Min, OmU)
Dr. Scott ist ein Prediger, der jeden Tag sein Kabelfernsehprogramm moderiert. Zwischen kitschigen Liedern fordert er seine Zuschauer dazu auf, sich ganz Gott zu widmen und seiner Kirche Geld zu spenden. Wenn die Zuschauer nicht genug geben, dann werden Gott und er selbst wütend. Herzog zeichnet das Porträt eines grotesken Hampelmanns, der mit seinen eigenen Dämonen kämpft. Mit diesem Film voller Komik wirft der Regisseur einen scharfen Blick auf die USA und ihr Bedürfnis, an Ikonen zu glauben, so absurd sie auch sein mögen.
 
HOW MUCH WOOD WOULD A WOODCHUCK CHUCK...
(Beobachtungen zu einer neuen Sprache)

(Deutschland, 1976, 44 min, OmU)
Bei seinem Treffen mit einer Amish-Gemeinde in Pennsylvania wird Herzog rasch von einem Viehmarkt angezogen. Er begeistert sich für die Auktionatoren, die die Versteigerungen zu wirklichen Wortschlachten machen, in denen das Sprechen zu Musik wird und in Trance versetzt. Es ist ein wahnwitziger Wortschwall, der es erlaubt, diese wirklich verrückte und überwältigende amerikanische Tradition zu spüren.

In Zusammenarbeit mit dem Festival International du Film Grolandais de Toulouse und im Rahmen der Quinzaine franco-allemande en Occitanie
 

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