Diskussion "Filmgespräche mit Volker Schlöndorff"

Nur auf Einladung

Das Goethe-Institut empfängt den weltbekannten deutschen Filmemacher Volker Schlöndorff für einen Abend mit Gesprächen mit äthiopischen Mitgliedern der Filmindustrie. 
 
Volker Schlöndorff betrat die Filmindustrie in den frühen 1960er Jahren, nachdem er sein Studium der Kinematographie am Institut des Hautes Etudes Cinématographiques in Frankreich abgeschlossen hatte. In seiner über 50-jährigen Karriere arbeitete er mit prominenten Mitgliedern der globalen Filmindustrie zusammen und schuf zeitlose Werke wie seinen Oscar-prämierten Film Die Blechtrommel. Er ist auch heute noch aktiv und arbeitet derzeit an einem Dokumentarfilm, der das Global Regreening beleuchtet. 
 
Am Donnerstagabend, 8. April 2021, wird Volker Schlöndorff mit geladenen Gästen über das Filmemachen sprechen und Ausschnitte aus seinem Werkarchiv zeigen. 
 
Bitte beachten: 
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und die Teilnahme ist nur auf Einladung möglich.
 
  
Über Volker Schlöndorff: 
Geboren 1939 in Wiesbaden, Über Volker Schlöndorff studierte Kinematographie am Institut des Hautes Etudes Cinématographiques (IDHEC) in Paris. Er begann als Praktikant und Regieassistent an Filmen prominenter französischer Regisseure wie Louis Malle, Jean-Pierre Melville und Alain Resnais zu arbeiten. 

1964 erhält er eine Drehbuchprämie für sein erstes Drehbuch Der junge Törless. Der Film wird ein Erfolg, erhält drei Deutsche Filmpreise (Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch) und gilt als der erste internationale Erfolg des jungen deutschen Filmemachers. Mit seinem zweiten Film Mord und Totschlag (1967) inszeniert er den ersten Farbfilm eines jungen deutschen Filmemachers. Ab 1969 arbeitet Schlöndorff eng mit Margarethe von Trotta zusammen, die zunächst Schauspielerin, dann seine Regieassistentin, Co-Autorin und Co-Regisseurin ist. 1971 heiraten die beiden. 
Der große Durchbruch beim Kinopublikum gelingt Schlöndorff 1975 mit der Verfilmung Die verlorene Ehre der Katharina Blum, bei der er gemeinsam mit Margarethe von Trotta Regie führt. 1980 und 1982 folgten mit Der Kandidat und Krieg und Frieden zwei hochpolitische Gemeinschaftsfilme, die in einer Mischung aus fiktionalen und dokumentarischen Szenen eine Art politische Gegeninformation zum Fernsehen bilden sollten. 

Seinen größten Erfolg bei Kritik und Publikum erzielte Schlöndorff mit der aufwendigen Günter Grass-Verfilmung Die Blechtrommel, die 1979 in Cannes mit der Goldenen Palme und im Februar 1980 mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet wurde. Beide Auszeichnungen sowie die zahlreichen weiteren Preise gelten als Signale für die internationale Anerkennung des neuen deutschen Films. Nach der Nicolas-Born-Verfilmung Die Fälschung, die 1980/81 größtenteils in Beirut gedreht wurde, drehte Schlöndorff 1983/84 in Paris die deutsch-französische Koproduktion Eine Liebe von Swann mit internationaler Besetzung (Jeremy Irons, Ornella Muti, Alain Delon, Fanny Ardant), basierend auf einem Kapitel aus Marcel Prousts Roman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. 
1985 inszenierte Schlöndorff in New York eine Verfilmung von Arthur Millers Tod eines Handlungsreisenden mit Dustin Hoffman in der Titelrolle. Das Politdrama Die Stille nach dem Schuss (The Legend of Rita) wird 2000 im Wettbewerb der Berlinale uraufgeführt und gewinnt den Silbernen Bären für die Hauptdarstellerinnen Bibiana Beglau und Nadja Uhl. 
 
THE NINTH DAY, STRAJK, CALM AT SEA und Diplomacy (2014, César 2015 Französischer Filmpreis), RETURN TO MONTAUK sind einige seiner jüngeren Filme. 
Derzeit arbeitet er an einem abendfüllenden Dokumentarfilm über Global Regreening, insbesondere über die Farmer Managed Natural Regeneration (FMNR) Methode des alternativen Nobelpreisträgers Tony Rinaudo, wobei er bisher in Afrika, Indien und Australien gedreht hat.

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