Literatur/Musik Paul Celan - Die Musik in der Poesie

Levitation © Paul Benney

25.11.2021, 18:00 Uhr

Goethe-Institut Stockholm

Für Paul Celan (1920-1970), Überlebenden des Holocausts, der in Rumänien geboren wurde und nach dem Krieg in Paris lebte, war Deutsch sowohl Muttersprache als auch die Sprache der Mörder. Mit der deutschen Literatur, mit der er aufwuchs, kam die Vorstellung der Nähe des Gedichts zur Musik - ein wiederkehrendes, aber widersprüchliches Thema in seinen Gedichten.

In seinem berühmtesten Gedicht Todesfuge wird die Musik beispielsweise mit der mörderischen Maschinerie des Holocaust verwoben. Über diese Verbindung zwischen Musik und Poesie spricht Edith Söderström mit Axel Englund.
 
Paul Celan 1947 © Suhrkamp Verlag Paul Celans Interesse an der Musik wird von Musikschaffenden erwidert: Seine Gedichte wurden immer wieder vertont, sowohl von bekannten Komponisten wie Aribert Reimann, Luciano Berio und Harrison Birtwistle bis hin zur heutigen, jüngeren Komponistengeneration.

Willkommen zu einem Abend, der Celan und der Musik gewidmet ist, mit Gedichtlesungen, einem Gespräch und Musik von W.A. Mozart, Hugo Wolf und Wolfgang Rihm, sowie neu geschriebenen Stücken von Andrea Sordano, Francisco José Andreo Gázquez und Johanna Doderer.

Andrea Sordano und Francisco José Andreo Gázquez sind die Gewinner des internationalen Kompositionswettbewerbs zum Gedenken an Paul Celan, der 2020 von O/Modernt in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Schweden, Birmingham Contemporary Music Group (BCMG) und Gehrmans Musikförlag ausgeschrieben wurde. Sie werden ihre Kompositionen selbst vorstellen.


Mitwirkende:
Im Anschluss an die Veranstaltung bieten wir Erfrischungen und Snacks an.

 

Zurück