Gespräch Frau, Individuum, Masse

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Mo, 23.05.2022

17:15

Turin | Lingotto Fiere

Mit Luigi Forte und Silvia Verdiani

Die Beziehung einer Frau mit der Gesellschaft, die sie umgibt, zwischen den beiden Weltkriegen. Inferno, geschrieben von Mela Hartwig in ihrem Londoner Exil und erstmals veröffentlicht 2018 im Droschl Verlag, ist eine der ersten und intensivsten Zeugenschaften der Naziära direkt nach Kriegsende. Die Autorin, die von Stefan Zweig und Alfred Döblin entdeckt wurde, erzählt mit szenischer Sprachkraft von der Zeit zwischen den ersten Verfolgungen und dem Ende des Zweiten Weltkriegs, von der Beziehung zwischen Individuum und Masse und greift damit weitsichtig Elias Canettis Masse und Macht vor.

Mela Hartwig © Pubblico dominio © Pubblico dominio Mela Hartwig, geboren 1893 in Wien als Tochter des Soziologen Theodor Herzl, war Schauspielerin, Malerin und Schriftstellerin. Nach ihrem Studium am Wiener Konservatorium trat sie auf verschiedenen Bühnen auf und war Mitglied des Schillertheaterensembles in Berlin. Ihr erster Roman Das Weib ist ein Nichts erschien 1929. Nach dem Anschluss von 1938 emigrierte sie mit ihrem jüdischen Ehemann Robert Spira nach London, wo sie als Assistentin für Virginia Woolf arbeitete. Sie war Mitglied des P.E.N. Clubs London, zu dem die bekanntesten deutschen Schriftsteller im Exil gehörten. Mela Hartwig starb 1967 in London.

Worte jenseits der Grenzen. Die deutschen Autoren und Autorinnen auf dem #SalTO22 © Frankfurter Buchmesse Eine Zusammenarbeit von:
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