Konzert mit Radio-Übertragung (BR-Klassik) und anschließender Podiumsdiskussion Contrapunkt – Dialog der Kulturen/Litauen – Singende Revolution

Contrapunkt Litauen Burg: © shutterstock Band: © NONA

05. März 2020

BR-Funkhaus

Studio 2
Rundfunkplatz 1
80335 München

Contrapunkt Litauen

Es ist ein Land der Lieder und Chöre, so zumindest stellt sich das Bild von Litauen in der Welt dar. In der Tat ist die baltische Republik bis heute sehr gesangsbewegt. Alle fünf Jahre findet in der Hauptstadt Vilnius das Liederfest mit 30 – 40.000 Teilnehmer*innen statt. Die einzigartigen mehrstimmigen Lieder, sutartinės, zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auch politisch spielt das Lied eine wichtige Rolle: vor 30 Jahren, am 11.03.1990, erstritt sich Litauen als erster baltischer Staat seine politische Unabhängigkeit auf sanfte Art.

Das gemeinsame Singen bei friedlichen Demonstrationen sollte als „Singende Revolution“ in die Geschichte eingehen. Schon zur Zeit der russischen zaristischen Unterdrückung fanden Lieder und Chöre als oppositionelle Bewegung im Untergrund Zuspruch und stärkten das Nationalbewusstsein. Bis heute sorgt die litauische Gesangstradition in der internationalen Musik- und Kunstszene für große Anerkennung und ist sogar Teil eines neuen urbanen Trends. Für die Opern-Performance „Sun & Sea“ wurde der litauische Pavillon auf der Venedig Biennale 2019 mit dem Hauptpreis für den besten nationalen Beitrag ausgezeichnet.

In seiner 52. Ausgabe widmet sich „Contrapunkt“, die Themenreihe von BR-KLASSIK und Goethe-Institut, diesem Kulturland im Norden und blickt in einer Live-Diskussion in dessen musikalische Geschichte und Gegenwart. Für die Musik sorgt das Duo Kamanių šilelis: Kamilė Gudmontaitė und Mantas Zemleckas, welches zu den originellsten Künstlerformationen der litauischen Musikszene gehört.

Partner: BR Klassik, Botschaft der Republik Litauen, Lithuanian Culture Institute


 

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