Digitale Live-Veranstaltung Gemeinsam. Europa wieder stark machen.

Europa. Deine Sprachen. ©Screenshot Europanetzwerk Deutsch

Do, 15.10.2020

Welche Rolle spielen Kommunikation und Sprache(n) in Europa?

„So viele Sprachen du sprichst, sooft bist du Mensch.“

(Tschechisches Sprichwort)


Die Teilnehmer*innen der ersten digitalen Diskussion stellten Sprachenvielfalt klar als Stärke der Europäischen Union heraus und benannten diese als Vorteil für jeden polyglotten Menschen.

Das europäische Motto „In Vielfalt geeint“ spiegle wider, dass Mehrsprachigkeit in Europa etwas Gegebenes ist, das viele Möglichkeiten eröffne und Multiperspektivität sowie den Zugang zu anderen Kulturen fördere.

Auch wenn Englisch die Hauptarbeitssprache der europäischen Union ist und bleibt, sei es ein Grundgedanke der EU, dass sich eine demokratische Öffentlichkeit auch fernab einer homogenen Sprache bilden und verständigen könne. Insofern benannte Dr. Andreas Görgen, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, das Hinausdenken aus dem Nationalstaat als große kulturelle Aufgabe; dies fördere auch die EU Regionalsprachen. Pia Ahrenkilde-Hansen, Generaldirektorin der GD Kommunikation der EU-Kommission widersprach der Annahme, dass Mehrsprachigkeit in der EU zu hohe Kosten verursache – weniger als 1% des Etats schlügen für die Ausgaben im Dienste der Mehrsprachen zu Buche, was bedeute, dass pro EU-Bürger*in im Jahr für die Übersetzungsdienste  - durchschnittlich weniger als 1€ ausgegeben werde.

Mit dem Grundnarrativ von Europa als Friedensprojekt im Hintergrund gehe es laut Johannes Ebert, dem Generalsekretär des Goethe-Instituts, nun darum, viele kleine europäische Geschichten zu erzählen und damit eine europäische Öffentlichkeit zu schaffen und das mit vielen verschiedenen Maßnahmen.

Dabei maßen alle Beteiligten der Mehrsprachigkeit insbesondere in Grenzregionen eine große Bedeutung bei. Der Rolle von Mehrsprachenkompetenz in deutschen Grenzregionen widmeten sich anschließend beide weiteren Diskussionsveranstaltungen.

Es diskutierten

Dr. Andreas Görgen

Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt

Johannes Ebert
Generalsekretär Goethe-Institut Zentrale

Pia Ahrenkilde-Hansen
Generaldirektorin der GD Kommunikation, EU-Kommission

Béatrice Taulègne
Stellvertretende Direktorin, Gesetzgebungsarbeit, Ausschuss der Regionen

Lucie Brézinová
Rechtsberaterin in der Vertretung Tschechiens bei der EU 

Moderation:
Ralph Sina
Leiter des WDR/NDR-Hörfunkstudio in Brüssel
 


Eine Veranstaltung des Europanetzwerks Deutsch des Goethe-Instituts anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission, Generaldirektion Bildung und Kultur (DG EAC) sowie der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland. Das Europanetzwerk Deutsch wird gefördert durch das Auswärtige Amt.
 

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