Bei uns zu Gast ... Kossi Sebastien Aholou-Wokawui

Kossi Sebastien Aholou-Wokawui
Kossi Sebastien Aholou-Wokawui | © Lukas Narbut

Kossi kam nach Dhaka, um seine Performance „In the Skin of the Other“ zu präsentieren. Außerdem gab er im Anschluss eine zweitägige Masterclass „Tanz und Biographien“.
 

Mein erster Eindruck von Bangladesch war...
dass die warme Luft wie in meiner meiner Heimat Togo war, aber auch die Attitude der Soldaten am Flughafen.

An meinen Heimatort Bremen erinnert mich in Dhaka...
eher wenig, aber viele Straßenszenen, z.B. die Gemüseverkäufer oder die Müllabfuhr, erinnern mich an meine ersten Heimatort, Lomé.

Eine Sache, die mir in Bangladesch aufgefallen ist (und die in Deutschland eher untypisch ist)…
dass erst einmal alles kein Problem ist, dass man versucht alles möglich zu machen.

Eine bleibende Erinnerung an Bangladesch…
ist der Ort in Old Dhaka, wo man konfessionsübergreifend heiraten kann und dass ich die Bühne mit meinem Kollegen Tomas Bünger in Dhaka teilen durfte.

 

Kossi Sébastien Aholou-Wokawui: In Togo geboren, lernte Kossi Sébastien Aholou-Wokawui von 2000 bis 2005 traditionellen und zeitgenössischen afrikanischen, Modern- und Jazz-Tanz in den Ensembles Cie. Woenyo, Cie. Sojaf und Cie. Brin de Chocolat. Seine Laufbahn als Tänzer und Choreograf verfolgte er in zahlreichen Kollaborationen, kreierte ab 2006 Tanzstücke, die in Togo, Benin und Dänemark präsentiert wurden, sowie gemeinsame Programme mit der Varieté-Sängerin Vanessa Worou.
Seine Fortbildung umfasst u.a. Projekte mit Stephanie Thiersch (D), Alexandre Castres (F) und an der École des Sables, Senegal. Zudem arbeitete er als Dozent u.a. an der Universität, am Französischen Gymnasium und am traditionellen Ballett von Lomé, Togo, sowie 2013 am Théâtre National d’Haïti.
Seit 2012 kooperiert er mit steptext: Er tanzte u.a. in HUMAN CR-EDIT von Augusto Jaramillo Pineda,
2016 übernahm er einen Part in der Neufassung von Letonjas THE DESERT und nahm an dem Projekt „The March“ in der Alliance française in Accra, Ghana, teil, das vier Choreografen aus Westafrika vereinte.
Seit Herbst 2015 gibt er im Rahmen einer Initiative von „Quartier“ in Bremen Tanztraining für Kinder und Jugendliche.