StartNet Gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Ein Teil der StartNet Gruppe
Ein Teil der StartNet Gruppe | © Foto: ​Stiftung Santa Maria del Real

Wie schaffen wir neue Perspektiven für benachteiligte Jugendliche? Wie bekämpfen wir Jugendarbeitslosigkeit vor Ort? Und wie können Initiativen aus ganz Europa gemeinsam erfolgreich EU-Projekte planen, umsetzen und dabei positiv auf Institutionen und Programme einwirken? Um diese Fragen ging es beim dritten europäischen Netzwerktreffen von StartNet.

Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und gemeinsam handeln, um Perspektiven für Jugendliche zu schaffen. Das war das Ziel beim dritten europäischen Netzwerkreffen von StartNet in Madrid mit Partnerprojekten aus ganz Europa sowie dem Pilotnetzwerk zum Übergang von Schule zu Beruf aus Süditalien.
 

Europäisches Netzwerk zu Gast in Madrid

 
Neben dem Pilotnetzwerk aus Süditalien, das vom Goethe-Institut Rom aus koordiniert wird, kamen Partnerprojekte aus Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Österreich, Rumänien und der Slowakei, um die spanischen Partner Lanzaderas de Empleo sowie die Fundaciòn Gitanos in Madrid zu besuchen.
 
Letztere unterstützen die Integration von jungen Roma in den Arbeitsmarkt. In Spanien leben 76% der Roma-Familien unter der Armutsgrenze und 64% der Jugendlichen erreichen keinen Schulabschluss. Lanzaderas de Empleo arbeitet mit überwiegend jungen Arbeitssuchenden, die mit Hilfe eines Coaches in Gruppen gefördert und gemeinsam auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Die Gruppenarbeit fördert den Austausch der Arbeitssuchenden untereinander und hilft ihnen, die Isolation zu überwinden.
 
Die anderen europäischen Partner-Initiativen von StartNet konnten viel von den beiden spanischen Projekten lernen. „Insbesondere der Fokus auf soziale Kompetenzen und der ganzheitliche Ansatz, auch das Umfeld sowie die Gesundheit stärker zu berücksichtigen, sind etwas, das ich mit nach Hause nehme“, meint Lenka von EPIC aus der Slowakei. Und Alice von Aliseo aus Italien ergänzt: „Wir haben nicht nur zwei neue Projekte kennengelernt, sondern auch die Kooperation mit anderen Netzwerkpartnern gestärkt, was gegenseitige Besuche oder gemeinsame EU-Projekte anbelangt.“

Bei Workshops dem Ziel näher kommen © Foto: Gesa Spätling Das StartNet-Projekt baut auf den Kompetenzen und dem Netzwerk des Goethe-Instituts in den Bereichen Bildung und Beschäftigung, wie zum Beispiel „Mit Deutsch in den Beruf“ auf und kooperiert – unabhängig von der Vermittlung der deutschen Sprache – in Deutschland und europaweit mit Partnerinnen und Partnern aus Institutionen, Zivilgesellschaft und der Arbeitswelt.
 

Viel Rückenwind zur Halbzeit

 
Für dieses Engagement erhalten das Goethe-Institut und die Stiftung Mercator viel Anerkennung und politische Unterstützung. Das im September 2017 gestartete Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt und nähert sich der Halbzeit. „Das Netzwerk wächst immer stärker zusammen und wir kooperieren sehr gut. Die Teilnahme stellt für uns einen sehr großen Mehrwert dar“, erklärt Dragos von dem Projekt Scoala de Valori aus Rumänien. „Das ist ein großartiges Netzwerk mit großartigen Leuten“ ,schwärmt Matti von der Stadt Turku in Finnland. Und Laureen von Cometa aus Italien bestätigt: „Wir können sehr viele Erfahrungen, die wir hier gemacht haben, mitnehmen und auf unsere Arbeit im eigenen Land übertragen. Das ist eine große Chance!“
 
Vom StartNet-Treffen in Madrid geht viel Zuversicht aus. Es gibt viele Projekte, wie StartNet und seine europäischen Partner, die Jugendliche durch Kooperationen mit wichtigen Akteuren (Schulen, Unternehmen, Zivilgesellschaft, Eltern und die Jugendlichen selber), durch Coaching, berufliche Bildung, Orientierung, Praktika, etc. bestens auf den Arbeitsmarkt und die Welt von morgen vorbereiten. „Und dann schafft es die Jugend mit Kreativität und Kooperation die Welt wiederum etwas besser zu machen“, hofft Chloé von Apprentis d'Auteuil in Frankreich.


StartNet ist ein von der Stiftung Mercator und vom Goethe-Institut finanziertes Netzwerk. Es wird von den Goethe-Instituten in Rom und Brüssel koordiniert.