Deutschlehrer*innentag
22.10.2022

Deutschlehrer*innentag © Goethe-Institut


Am 22. Oktober 2022 ist es endlich wieder soweit: Wir laden Sie ein, an unserem Deutschlehrer*innentag in der Rue Belliardstraat 58 in Brüssel teilzunehmen.
 

 

Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts!

Johann Wolfgang von Goethe



 

Unter dem Motto
 

Ausblick und Austausch


bieten wir Ihnen einen Tag mit Workshops, Verlags- und Informationsständen und Gelegenheiten zum Gespräch und Austausch mit Kolleg*innen aus dem ganzen Land.
 

Der Deutschlehrer*innentag 2022 ist für eine Durchführung im Präsenzformat geplant. Hier können Sie sich über unser Hygienekonzept informieren. Falls die Lage es erforderlich macht, behalten wir uns vor, auf eine virtuelle Durchführung umzusteigen. Wir werden Sie spätestens am 14. Oktober hierüber informieren und, falls nötig, mit den Zugangsdaten zur Online-Live-Sitzung für den DLT versorgen.

Zur Anmeldung

Programm

Hier finden Sie alle Infos zu den Vorträgen und Workshops.

Dr. Christina Kuhn © Dr. Christina Kuhn Referentin: Dr. Christina Kuhn, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Zweit- und Fremdsprache und Interkulturelle Studien, https://www.dafdaz.uni-jena.de/mitarbeitende/kuhn-christina

Kurzbiografie: Dr. Christina Kuhn ist Akademische Rätin am Institut für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und Interkulturelle Studien der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zu ihren Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten gehören u.a. die Themen Deutsch für den Beruf, Lehren und Lernen mit digitalen Medien, Lehrwerkforschung und Materialentwicklung sowie Geschichte im DaF-Unterricht. Außerdem ist sie im Leitungsteam der Arbeitsstelle für Lehrwerkforschung und Materialentwicklung (ALM), koordiniert den Masterstudiengang Auslandsgermanistik/Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und arbeitet als Lehrwerkautorin und Fortbildnerin oft mit DaF-Kolleg*innen weltweit zusammen.

Inhalt: Interaktionsorientierung als Unterrichtsprinzip stellt die Kommunikation und Handlung in sozialen Kontexten in den Vordergrund. Ein auf Interaktion ausgerichteter Unterricht schafft Räume, in denen Lernende sich als in der Fremdsprache Handelnde erproben und erfahren können. Digitale Medien ergänzen und erweitern diese Räume und Interaktivität eröffnet Chancen zur Förderung von Interaktion im Kurs – vorausgesetzt die eingesetzten Aufgaben und Übungen initiieren und unterstützen entsprechende Lernprozesse. Neben einem Einblick in aktuelle Diskussionen und Ergebnisse der Interaktionsforschung werden im Vortrag die Rolle und Funktion von Interaktion (und Interaktivität) diskutiert, um dann an ausgewählten Beispielen aktuelle analoge und digitale Aufgaben und Übungen im Hinblick auf Aufbau und Förderung interaktionaler Kompetenz zu überprüfen.
 
Dr. Christina Kuhn © Dr. Christina Kuhn Referentin: Dr. Christina Kuhn, siehe Vortrag

Kurzbiografie: siehe Vortrag

Inhalt: Digitale Medien bieten nicht nur Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten. Sie eröffnen auch (in)formelle Lernräume und vielfältige Gelegenheiten, mit Medien aus dem Lerneralltag authentische Sprache in realen Anwendungssituationen zu trainieren. Im Workshop erhalten die Teilnehmer*innen einen Einblick in unterschiedliche digitale Übungsformate. An Beispielen aus aktuellen Apps, Web 2.0-Anwendungen und Lehrwerken wird nicht nur gezeigt, sondern auch ausprobiert,
  • welche attraktiven Übungs- und Unterrichts(!)formate Apps und Web 2.0-Anwendungen bieten und ein (inter)aktives Lernverhalten fördern und fordern,
  • wie digitale Anwendungen Lehrende und Lernende zu Produzent*innen von Lehr-Lernmaterialien machen können und
  • welche Lernziele sich auch schon mit Alltagsapps erreichen lassen.
Voraussetzung: Lust, Anwendungen auszuprobieren und sich über die Erfahrungen auszutauschen

Die Teilnehmenden werden gebeten, Laptops oder Tablets mitzubringen.
Dirk Staf © Dirk Staf Referent*innen: Dirk Staf, Miniemeninstitut Leuven

Kurzbiografie: Dirk Staf ist Projektberater für Erasmus+ an der Hochschule Leuven-Limburg und Deutschlehrer am Miniemeninstituut, einer technischen und Berufsschule, in Leuven.

Dirk hat einen Abschluss in Übersetzungswissenschaften und 22 Jahre Erfahrung im Bildungswesen (in allen Stufen) als Lehrer für Englisch und Deutsch. In den letzten Jahren hat er sich auf internationale Projektarbeit sowie Blended und Hybrid Learning spezialisiert. Er erfindet seinen didaktischen Ansatz für seine Sprachfächer immer wieder neu: Er analysiert, reflektiert, steuert und passt seinen Unterricht ständig an seine Zielgruppe an. Dabei vernetzt er immer wieder Lehrinhalte aus anderen Fächern und arbeitet an verbesserten Evaluationsstrategien.

Seit 2017 engagiert sich Dirk zusammen mit anderen Bildungsunternehmern auch als Berater, Anwendungsentwickler und Projektleiter für die Gründung neuer Sekundarschulen und die Durchführung zahlreicher EU-Projekte. Der Fokus liegt dabei auf der Verbesserung der klassischen Strukturen im Bildungswesen, dem frühzeitigen Zugang zum Unternehmertum und der Erhöhung der Autonomie, des Engagements und der Kompetenzen von Lehrern und Schülern.

Dirk findet den Leim für seine Initiativen zur Verbesserung des Bildungswesens in der (inter)nationalen Zusammenarbeit und dem Austausch von Wissen und bewährten Verfahren, unter anderem durch ScholenSwitch, Nachbarklassen, Erasmus+ und ESF, in der Sekundar- und Hochschulbildung.

Im Jahr 2019 wurde Dirk zusammen mit seinem Kollegen Diederik Roelandts mit dem dritten Preis "Innovation im Bildungswesen" der belgischen Königin Paola-Stiftung für seine Bemühungen auf dem Gebiet der Internationalisierung ausgezeichnet.

Inhalt: Eine Zusammenarbeit mit einer Partnerschule in Belgien oder Europa eröffnet Lernchancen für Lehrkräfte und Schüler*innen: Fremdsprachen üben, neue Lernansätze und Unterrichtsformen kennenlernen usw. Aber wie kann man solche eine Kooperation auf die Beine bringen? In diesem Workshop erkunden wir die Wege zur Partnersuche und zu den Fördermitteln. Sie werden mehr als nur Ideen mit nach Hause bzw. in die Schule nehmen.

Dirk Staf, erfahrener Projektleiter nimmt Sie mit auf Entdeckungstour und bietet einen Blick in die vielen internationalen Kooperationsmöglichkeiten, die es für Grund- und Sekundarschulen gibt.

Die Teilnehmenden werden gebeten, Laptops oder Tablets mitzubringen.
 
Katrin Schmidt © Katrin Schmidt Referentin: Katrin Schmidt, Goethe-Institut Brüssel / Cornelsen Verlag

Kurzbiografie: Mit DaF kam Katrin Schmidt zum ersten Mal bei ihrem Erasmusaufenthalt in Barcelona in Kontakt, wobei sie diesen Zugang zum Deutschen gleich sehr spannend fand. Nach abgeschlossenem Germanistik- und Hispanistikstudium war sie vier Jahre lang am Institut für deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Barcelona beschäftigt und hat dort am Aufbau eines mehrsprachigen Mutter- und Fremdsprachenkorpus (Deutsch, Spanisch, Katalanisch) sowie an der Erstellung von DaF-Materialien mitgearbeitet. Von 2009 bis 2018 arbeitete sie als Deutschlehrerin an verschiedenen Barceloner Universitäten, Sprachschulen und Institutionen. Ab 2017 war sie als DLL-Tutorin für die Uni Jena und als Fachberaterin für den Cornelsen-Verlag tätig und hat im Zuge dieser Tätigkeit auch mehrere Workshops auf Deutschlehrer*innentagen gegeben. Seit September 2018 lebt sie in Brüssel und arbeitet hier an verschiedenen Stellen (am Goethe-Institut, am College of Europe, an der Ichec und an den Europäischen Institutionen) als Deutschlehrerin.

Inhalt: Dass eine gute Aussprache beim Fremdsprachenerwerb eine tragende Rolle spielt, wissen wir Lehrende sicher alle, doch wie oft passiert es, dass dieser wichtige Aspekt aus Zeitmangel auf der Strecke bleibt? In diesem Workshop wollen wir uns gemeinsam der Frage nähern, welche Phonetikaspekte den Lernenden aus Belgien besondere Schwierigkeiten bereiten, wie verschiedene Lehrbücher an das Thema herangehen, aber auch wie sich Phonetik lehrbuchungebunden – als Anfangsritual, als kleine Auflockerung zwischendurch, als Vorbereitung auf einen Dialog, zur Festigung von Vokabular – ganz einfach in den Unterricht integrieren und so gestalten lässt, dass die Lernenden – egal ob Erwachsene oder Jugendliche – Spaß daran haben und die erwünschte Flüssigkeit und Sicherheit bei der Aussprache erlangen.
 
Gorik Hageman © Gorik Hageman Referent: Gorik Hageman, Universität Antwerpen

Kurzbiografie: Gorik Hageman hat einen Master-Abschluss in Germanistik (Universität Antwerpen) und arbeitet seit 2020 als Universitätsassistent für Deutsch an der Antwerp School of Education.

Inhalt: Von besonderer Bedeutung bei der Digitalisierung von Lehren und Lernen sind (digitalisierte) Lernszenarien, die auf innovative Weise digitale Lernumgebungen, Lernmaterialien und Medien sowie Softwareangebote nutzen. Lernszenarien gehen dabei über den eigentlichen Projektbetrieb hinaus.

PROGRAMM und ARBEITSFORMEN

Um dem Fach Deutsch als Zweitsprache gerecht zu werden, um Schüler*innen, die Deutsch lernen, optimal fördern zu können, bedarf es einer handlungsorientierten, offenen und lebensnahen Unterrichtsgestaltung. Wir erklären u.A. , was Lernszenarien eigentlich sind, welches didaktische Konzept hinter diesen steht, wie sie aufgebaut sind und welche Rolle die Lehrkraft spielt. Im Anschluss an die theoretischen Erklarungen werden Materialien zur praktischen Anwendung vorgestellt.
In diesem Workshop wird ein aktuelles Erasmus PLUS-Projekt vorgestellt, das ausgehend von der Szenariendidaktik digital zugängliche Lernszenarien für den Deutschunterricht entwickelt. Wir zeigen anhand von konkreten Beispielen, wie der Unterricht mit Lernszenarien motivierend, abwechslungsreich und handlungsorientiert gestaltet werden kann.

ZIELSETZUNGEN

  • Verstehen, wie Lernszenarien mir helfen können, die Motivation meiner Schülerinnen und Schüler für die Sprache zu steigern und wie ich ihre Sprachkenntnisse (weiter) verbessern kann;
  • In der Lage sein, (im Team) die praktische Umsetzung eines Lernszenarios in meinem Unterricht zu planen und mich dabei an die Bedürfnisse und Interessen meiner Schüler anzupassen.

Nach der Teilnahme an diesem Workshop:
  • haben Sie einen Einblick in die Unterrichtsmethodik Lernszenarien gewonnen.
  • haben Sie verschiedene digitale Werkzeuge zur Unterstützung des Deutschunterrichts kennengelernt.
  • haben Sie konkretes Material auf A2-B2-Niveau erworben, mit dem Sie in Ihrem Deutschunterricht arbeiten können.
  • haben Sie konkrete Ideen für die Arbeit mit Lernszenarien erhalten.
  • können Sie die Lernszenarien in Ihrem Unterricht ausprobieren und später im Schuljahr an einem (Online-)Follow-up-Workshop teilnehmen.
Die Teilnehmenden werden gebeten, Laptops oder Tablets mitzubringen.
 
Karin Kühnel © Karin Kühnel Referentin: Karin Kühnel, Goethe-Institut Zentrale, München

Kurzbiografie: Karin Kühnel hat an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und an der Ruhr-Universität Bochum Anglistik, Amerikanistik, Slawistik und Deutsch als Fremdsprache studiert. Während des Studiums hat sie mehrere Auslandssemester in Russland und in Indien verbracht. Nach Abschluss ihres Studiums hat sie 4 Jahre an einer Deutschen Auslandsschule in Buenos Aires als Bundesprogrammlehrkraft gearbeitet. Von 2014 bis 2017 war sie Expertin für Unterricht am Goethe-Institut Dänemark in Kopenhagen. Seit 2018 unterrichtet sie angehende Deutschlehrer*innen der Universität Tromsö und ist zudem seit 2020 im Bereich 45 DaF-Vernetzung in der Zentrale des Goethe-Instituts für die Entwicklung des neuen Deutschlehrkräfteportals verantwortlich.

Inhalt: Die Deutschstunde. Das Portal für DaF-Lehrkräfte richtet sich an Unterrichtende, Studierende und Multiplikator*innen sowie Fortbildner*innen von DaF. Auf einen Blick findet man aktuelles Unterrichtsmaterial. Es versammelt Informationen über Fortbildungen und Veranstaltungen und macht Magazine, die zur sprachenpolitischen Meinungsbildung beitragen, an einem Ort zugänglich. Abgerundet wird das Angebot durch verschiedene Vernetzungsmöglichkeiten. In dem Workshop beschäftigen wir uns damit, wie Materialien auf dem Portal schnell gefunden und im Unterricht zielgruppenorientiert eingesetzt werden können. Wir machen uns Gedanken, was Netzwerke im DaF-Bereich effektiv macht und welchen Beitrag das Portal dazu leisten kann, sie zu gestalten und zu pflegen.

Die Teilnehmenden werden gebeten, Laptops oder Tablets mitzubringen.
 

 

Barcamp am DLT 2022

Was ist ein Barcamp?

Ihre Erfahrung zählt - egal in welchem Bereich. Beim Barcamp können Sie entweder als TeilGEBER*IN Ihre Ideen 10 Minuten lang präsentieren oder sich als TeilNEHMER*IN anmelden, um Ihren Kolleg*innen zuzuhören. Am Ende jeder Präsentation gibt es Zeit für Fragen und Diskussion. 


Worüber?

Sie machen Erklärvideos, oder haben eine tolle App entdeckt oder kennen Tricks in Zoom/Teams/Meet? Vielleicht haben Sie auch etwas Landeskundliches ausprobiert oder mit Schüler*innen an einem Projekt gearbeitet? Wie machen Sie Tests und Prüfungen? Oder haben Sie einfach eine Frage, die Sie mit Kolleginnen und Kollegen diskutieren möchten? 

Möchten Sie als TeilGEBER*IN dabeisein? Stellen Sie bis zum 19.10. Ihre Idee hier in unserem Padlet ein. Geben Sie Ihrer Idee einen Titel und beschreiben Sie kurz, worum es geht. Alle Teilgeber*innen erhalten ein kleines Dankeschön vom Goethe-Institut. 
  
Sie möchten nichts präsentieren, sind aber an den Ideen und Fragestellungen Ihrer Kolleg*innen interessiert? Dann besuchen Sie das Padlet und melden Sie sich dort einfach schon bei den interessanten Themen als TeilNEHMER*in an. 
Zum Padlet
Termin:
Samstag, 22.10.2022
von 9:15 bis 17:00 Uhr
 
Ort:
Goethe-Institut Brüssel
Rue Belliardstraat 58
1040 Brüssel


Die aktuelle gesamtpolitische Lage, darunter der Ukraine-Krieg, steigende Energiekosten und die hohen Haushaltsausgaben in der Pandemie, hat dazu geführt, dass die deutsche Bundesregierung Einsparungen im Bundeshaushalt beschlossen hat. Davon ist auch das Goethe-Institut an vielen Stellen betroffen. Um den Deutschlehrer*innentag 2022 dennoch in gewohnter Workshop- und Begegnungsform durchführen zu können, erheben wir dieses Jahr wieder eine kleine Teilnahmegebühr.

Preis: 20 € (Ermäßigung: 10 € für BGDV-Mitglieder), in bar am Eingang zu zahlen

Weitere Informationen: Anja Pohler anja.pohler@goethe.de

Wir freuen uns auf Sie!

  

 

Partner Deutschlehrer*innentag 2022

Das Goethe-Institut veranstaltet den Deutschlehrer*innentag in Zusammenarbeit mit dem Belgischen Germanisten- und Deutschlehrerverband (BGDV) und der Deutschen Botschaft in den Räumlichkeiten des Goethe-Instituts.

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