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Goethe@LUX-Residenz
Sonya Schönberger

Sonya Schönberger GOETHE@LUX Residency © Lucy Lux / © Christof Zwiener

Goethe@LUX-Residenzkünstlerin 2019

Das Goethe-Institut London und LUX freuen sich, die Künstlerin Sonya Schönberger als diesjährige Goethe@LUX Residenzkünstlerin anzukündigen. Das Schlüsselthema für die Residenz 2019 ist Ökologie und das zunehmend angespannte Verhältnis zwischen Natur und menschlicher Zivilisation und findet vom 1. Mai bis zum 23. Juli statt.


Während ihrer Goethe@LUX-Residenz wird Sonya Schönberger innerhalb eines ökologischen Bezugsrahmens arbeiten und die Rolle exotischer Pflanzen erforschen, die während und nach dem British Empire importiert wurden. Sie hinterfragt die Rolle von Pflanzen für den Menschen und wird die Geschichte von Pflanzen  als Opfer wie auch als Instrumente der Kolonisierung, als verletzte Objekte und zugleich Werkzeuge zum Verdrängen bestehender Ökologien nachzeichnen.

Das Schlüsselthema für die Residenz 2019 entwickelte sich aus den Schwerpunkten des Goethe-Instituts auf Ökologie und Nachhaltigkeit und der Lage von LUX in der grünen Umgebung des Waterlow Park. Dort, wo LUX heute liegt, lebte einst der englische metaphysische Dichter Andrew Marvell (1621 - 1678), ein früher Befürworter ökologischen Denkens. Die Zeilen aus seinem Gedicht The Garden (1681) "annihilating all that’s made / To a green thought in a green shade”, bilden den Bezugspunkt für die diesjährige Goethe@LUX-Residenz. Das Projekt von Schönberger greift Marvells Idee des Gartens als Zufluchtsort auf und die Praxis, exotische Pflanzen nach Großbritannien zu importieren.
 
Sonya Schönberger ist eine in Berlin lebende Künstlerin, die ihre Studien im Bereich Sozialanthropologie und experimentelles Mediendesign in ihrer künstlerischen Praxis kombiniert. Die Nachverfolgung historischer Themen in Verbindung mit durch Brüche gekennzeichneten individuellen Erinnerungen ist für sie von besonderem Interesse. Viele ihrer Projekte haben sich aus verschiedenen Archiven entwickelt, die sie entweder gefunden oder selbst erstellt hat. In den letzten zehn Jahren hat sie beispielsweise ein Archiv mit Interviews mit Zeugen des Zweiten Weltkrieges aus verschiedenen Ländern aufgebaut. Archive of Memories, ein langfristig angelegtes Projekt, untersucht die Auswirkungen der Traumata des Zweiten Weltkrieges auf zukünftige Generationen. Schönberger arbeitet in verschiedenen Medien wie u.a. Fotografie, Theater, Film, Installation und Audioformaten.

Schönbergers Werke wurden international ausgestellt, u.a. in den USA, im Iran, in Pakistan, Israel und Kanada. Die Künsterlin erhielt verschiedene Stipendien, zuletzt aus dem Fond Darstellende Künste (2019), dem GLOBAL-Stipendium des Berliner Senats zur Zusammenarbeit mit dem National Drama Theatre of Lithuania (2017) und das Arbeitsstipendium des Berliner Senats (2014). Sie hat auch an zahlreichen Residenz-Programmen wie dem New Yorker Stipendium des Künstlerhaus Schloss Balmoral (2012) und dem ARTPORT-Residenz in Tel Aviv (2017) teilgenommen.

Schönbergers Buch Zingster Straße 25 wurde 2017 in der Reihe Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt veröffentlicht. Es erzählt persönliche Alltagsgeschichten in der DDR, zeugt aber auch vom Regimewechsel von 1989. Ausschnitte aus dem Buch werden im Rahmen der Veranstaltung Zingster Straße 25 am 3. Juli 2019 vorgelesen. Das Goethe-Institut London freut sich sehr die Veranstaltung gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Institut London auszurichten.


Eine Zusammenarbeit zwischen dem LUX und dem Goethe-Institut London.
 


Sonya Schönberger homepage

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