Imogen Taylor

Imogen Taylor © Imogen Taylor Imogen Taylor studierte Französisch und Deutsch am New College Oxford und an der Humboldt Universität Berlin. Sie arbeitet in Berlin als freiberufliche Übersetzerin. Im März 2016 wurde ihr der Goethe-Institut Award for New Translations verliehen.









 

Drei Fragen an Imogen Taylor

War Übersetzer Ihr Traumberuf?  Warum sind Sie Übersetzerin geworden?

Wie soviele Übersetzer kam ich eher zufällig zum Übersetzen. Es war keine bewußte Entscheidung, aber es gab auch keinen anderen Beruf, den ich unbedingt ergreifen wollte. Ich hatte immer nur vage Ideen, was ich mal machen wollte, wenn ich erwachsen bin. Ich erinnere mich daran vor ein paar Jahren ein Interview mit einem Übersetzter in New Books in German gelesen zu haben und dass das mich ganz neidisch machte. Das war vielleicht der Moment, in dem ich merkte, dass es mir mit dem Übersetzen ernst war.
Welches ist Ihr deutsches Lieblingsbuch und warum?

Vor 7 Jahren gab mir jemand Peter Kurzecks  Oktober oder wer wir selbst sind (October). Am Anfang jeden Kapitels lag eine 5 Euro Note, von der ich mir Schokolade kaufen durfte, aber das war nicht der Grund, weshalb das Buch mir so gut gefiel. Es gefiel mir wegen der Sprache, die so lyrisch ist und doch nie den Bezug zu Rhythmus und Muster der Umgangssprache verliert, und wegen der unterschwelligen Intensität der scheinbar banalen Inhalte: Kindergarten, Kaufhäuser, Mohnkuchen, Straßenbahn, Penner …
Gibt es ein Buch, das Sie unbedingt übersetzen wollen?

Alles von Kurzeck.

Auswahl an übersetzten Titeln

  • Dirk Kurbjuweit, Fear (Angst), 2017
  • Anja Reich, The Scholl Case (Der Fall Scholl: Das tödliche Ende einer Ehe), (October 2016)
  • Melanie Raabe, The Trap (Die Falle), 2016
  • Sascha Arango, The Truth and Other Lies, (Die Wahrheit und andere Lügen), 2015