Covid 19
Goethe-Institut solidarisiert sich mit Künstlern

Goethe-Institut ist solidarisch mit Künstlern
© Goethe-Institut Ghana/ John Owoo

Das Goethe-Institut Ghana kommt trotz der Einschränkungen von Bewegungs- und Versammlungsfreiheit, die zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid 19 bestehen, einem seiner Kernaufträge nach und unterstützt weiterhin Künstler im Land.

von John Owoo

Da seit März 2020 die meisten Kultureinrichtungen auf unbestimmte Zeit geschlossen und Ausstellungen, Konzerte und andere Aufführungen abgesagt oder verschoben wurden, gerieten zahlreiche Künstler in Ungewissheit, was zu großen Schwierigkeiten aufgrund von Verdienstausfällen führte.
Aus diesem Grund beauftragte das Institut eine Reihe von Dichtern, Musikern, Choreographen, Tänzern, Schriftstellern und bildenden Künstlern, kurze Videos von sich selbst aufzunehmen, die zeigen, wie sie ihre kreativen Fähigkeiten während der Zeit der teilweisen Ausgangssperre nutzten.
Zu ihnen gehören Ibrahim Mahama (international anerkannter Künstler), Dr. Martin Egblewogbe (Autor / Physiker), Dr. Nii Lante Okunka Blankson (Musiker / Arzt), Dr. Bernard Akoi-Jackson (bildender Künstler / Akademiker) und Naa Obeye Ammah (Filmemacherin).

  • Goethe-Institut ist solidarisch mit Künstlern © Goethe-Institut Ghana/ John Owoo
  • Goethe-Institut ist solidarisch mit Künstlern © Goethe-Institut/ John Owoo
  • Goethe-Institut ist solidarisch mit Künstlern © Goethe-Institut Ghana/ John Owoo
  • Goethe-Institut solidarisiert sich mit Künstlern © Goethe-Institut Ghana / John Owoo
 
Ebenfalls zu Wort kommen Va-Bene Elikem Kofi Fiatsi (bildender Künstler), Benumah (Dichter / Akademiker), Sena Atsugah (Tänzer / Choreograph / Akademiker), Dela Botri (zeitgenössische Musikerin) und Gamel Apalayine (Autor / Drehbuchautor / Theaterregisseur).
Unter den eingereichten Videos finden sich Gedanken über die Nutzung historischer und nach der Unabhängigkeit entstandener Räume, ein Lied, das dem ghanaischen Gesundheitswesen und anderen Arbeitern, die gegen Covid 19 kämpften, glühende Anerkennung zollt, anregende Poesie, hochreflexive Choreografien, dramatische Musikkompositionen mit traditionellen ghanaischen Instrumenten und eine Filmcollage kultureller Ereignisse.

 Zweifellos stellt eine Abriegelung eine ernsthafte Bedrohung für den Lebensunterhalt aller im kreativen und künstlerischen Sektor Tätigen dar. Das Goethe-Institut erlebt als Kulturinstitution hautnah, wie stark sich die Beschränkungen auf die Kulturbranche auswirken - insbesondere bei Berufen, die weitgehend auf die physische Anwesenheit des Publikums angewiesen sind. Obwohl das Institut seine Türen vorübergehend schließen musste, steht es fest in Solidarität mit der ghanaischen Kulturszene und hofft sehr, neue und aufregende Projekte mit Künstlern ins Leben rufen zu können, sobald die Ausbreitung des Virus eingedämmt und die Beschränkungen aufgehoben sind.

 
Künstler, die ihre Werke in den digitalen Raum bringen möchten, können dies auf der Plattform kulturama.digital tun, die kürzlich vom Goethe-Institut ins Leben gerufen wurde. Es handelt sich um eine Live-Streaming-Plattform, die es auf einfache Weise ermöglicht, das eigene künstlerische Schaffen live mit der Welt zu teilen. Ein zusätzliches Feature ist ein Crowd-funding-Link, über den Spenden an die Künstler einfach möglich sind. Dies wird zwar nicht alle Probleme lösen, aber es kann dazu beitragen, die überaus reiche und lebendige ghanaische Kulturszene durch diese Krise zu bringen und gleichzeitig allen Beteiligten zu versichern, dass das Goethe-Institut weiterhin hier ist und auch zukünftig hier sein wird.