Jan Ole Gerster Oh Boy

Oh Boy Foto : © X Verleih AG, 2012 Der Film handelt von einem jungen Mann namens Niko Fischer, der mit Hilfe der finanziellen Mittel seines Vaters lebt. Niko Fischer hat vor zwei Jahren sein Jura-Studium abgebrochen, denkt nun über sein Leben nach und ist stetig auf der Suche nach einem normalen Kaffee. Als er nicht genug Kleingeld bei sich hat um einen Kaffee zu kaufen, geht er zur Bank, wo der Automat seine Karte einzieht. Sein Konto ist gesperrt. Niko versucht daraufhin Kontakt mit seinem Vater aufzunehmen. Im Verlauf dieses Tages kommt es zu einem Treffen mit ihm. Neben seinem Vater begegnet Niko auch noch zufällig verschiedenen anderen Menschen, die alle ihre Probleme haben und nicht wissen, wie sie mit diesen umgehen sollen: Das Problem, in einer trostlosen, unausweichlichen Ehe festzustecken, die Unsicherheit, man könnte seinen Job verlieren oder Angst, von der Vergangenheit immer wieder gebremst zu werden.
 
Angst und Unsicherheiten waren auch die Themen im Vortrag von Professor Heinz Bude im Oktober 2016 im Goethe-Institut Seoul und in seinem dazugehörigen Buch Gesellschaft der Angst. Die heutige Gesellschaft hat mit viel mehr Entscheidungen, Problemen und Unsicherheiten zu kämpfen, als noch vor einigen Jahrzehnten und es ist kein Ende in Sicht. Man kann hier einen Bogen zu Oh Boy schlagen: Manchen Charakteren in Oh Boy scheint alles egal zu sein, aber leben sie deswegen glücklicher?
 
Oh Boy regt zum Nachdenken an, zum Diskutieren und Reflektieren verschiedener Lebensweisen und Lebenssituationen.
 
Die DVD verfügt über deutsche Untertitel, die zur Unterstützung des Verständnisses dienen können. Mit Untertiteln eignet der Film sich für Deutschlernende ab dem Sprachniveau B1, ohne Untertitel ab B2.