Hier in der Nähe
Junge Fotograf/inn/en aus Nordafrika und Nahost

  • Staudämme im Jordantal Foto: © Alaadeen Jaber
    Staudämme im Jordantal
  • Staudämme im Jordantal Foto: © Alaadeen Jaber
    Staudämme im Jordantal
  • Abwesenheiten Foto: © Awel Haouat
    Abwesenheiten
  • Abwesenheiten Foto: © Awel Haouati
    Abwesenheiten
  • Labor der Schöpfung Foto: © Elsadig Mohamed Ahmed
    Labor der Schöpfung
  • Labor der Schöpfung Foto: © Elsadig Mohamed Ahmed
    Labor der Schöpfung
  • Labor der Schöpfung Foto: © Elsadig Mohamed Ahmed
    Labor der Schöpfung
  • Erinnerungen Foto: © Fatima Al Yousef
    Erinnerungen
  • Erinnerungen Foto: © Fatima Al Yousef
    Erinnerungen
  • Erinnerungen Foto: © Fatima Al Yousef
    Erinnerungen
  • Omar Kawergosk Foto: © Gaylan Haje
    Omar Kawergosk
  • Omar Kawergosk Foto: © Gaylan Haje
    Omar Kawergosk
  • Omar Kawergosk Foto: © Gaylan Haje
    Omar Kawergosk
  • Hussam Manasra Der Kreis des Schmerzes. 65 Jahre am Ufer des Jordan Foto: © Hussam Manasra
    Hussam Manasra Der Kreis des Schmerzes. 65 Jahre am Ufer des Jordan
  • Hussam Manasra Der Kreis des Schmerzes. 65 Jahre am Ufer des Jordan Foto: © Hussam Manasra
    Hussam Manasra Der Kreis des Schmerzes. 65 Jahre am Ufer des Jordan
  • Hussam Manasra Der Kreis des Schmerzes. 65 Jahre am Ufer des Jordan Foto: © Hussam Manasra
    Hussam Manasra Der Kreis des Schmerzes. 65 Jahre am Ufer des Jordan
  • Vergessenes Foto: © Jean Boris Oue
    Vergessenes
  • Vergessenes Foto: © Jean Boris Oue
    Vergessenes
  • Verkehrt Foto: © Karim Aboukelila
    Verkehrt
  • Verkehrt Foto: © Karim Aboukelila
    Verkehrt
  • Besetzung der Parks Besetzung der Parks: © Manar Moursi
    Besetzung der Parks
  • Besetzung der Parks Foto: © Manar Moursi
    Besetzung der Parks
  • Besetzung der Parks Foto: © Manar Moursi
    Besetzung der Parks
  • Beirut. Eine Stadt. Viele Nachbarschaften Foto: © Marwan Tahtah
    Beirut. Eine Stadt. Viele Nachbarschaften
  • Beirut. Eine Stadt. Viele Nachbarschaften Foto: © Marwan Tahtah
    Beirut. Eine Stadt. Viele Nachbarschaften
  • Beirut. Eine Stadt. Viele Nachbarschaften Foto: © Marwan Tahtah
    Beirut. Eine Stadt. Viele Nachbarschaften
  • Grün 64 Foto: © Maryam Ahmed
    Grün 64
  • Grün 64 Foto: © Maryam Ahmed
    Grün 64
  • Innen Außen Foto: © May Al-Shazly
    Innen Außen
  • Innen Außen Foto: © May Al-Shazly
    Innen Außen
  • Nachtschicht Foto: © Mejdi Bekri
    Nachtschicht
  • Nachtschicht Foto: © Mejdi Bekri
  • Nachtschicht Foto: © Mejdi Bekri
    Nachtschicht
  • In unserem Land leben wir das Leben nicht, wir konsumieren es Foto: © Nadia Mounir Consumership
    In unserem Land leben wir das Leben nicht, wir konsumieren es
  • In unserem Land leben wir das Leben nicht, wir konsumieren es Foto: © Nadia Mounir Consumership
    In unserem Land leben wir das Leben nicht, wir konsumieren es
  • In unserem Land leben wir das Leben nicht, wir konsumieren es Foto: © Nadia Mounir Consumership
    In unserem Land leben wir das Leben nicht, wir konsumieren es
  • Eine ganze Welt in einer Stadt Foto: © Othman Benjakkal
    Eine ganze Welt in einer Stadt
  • Eine ganze Welt in einer Stadt Foto: © Othman Benjakkal
    Eine ganze Welt in einer Stadt
  • Am Rande Jerusalems Foto: © Qais Assali
    Am Rande Jerusalems
  • Am Rande Jerusalems Foto: © Qais Assali
    Am Rande Jerusalems
  • Der Gang durch das Feuer Foto: © Shadi Baker
    Der Gang durch das Feuer
  • Der Gang durch das Feuer Foto: © Shadi Baker
    Der Gang durch das Feuer
  • Die Medina...Beschmutzte Seele Foto: © Tarek Marzougi
    Die Medina...Beschmutzte Seele
  • Die Medina...Beschmutzte Seele Foto: © Tarek Marzougi
    Die Medina...Beschmutzte Seele

Die Ausstellung „Hier in der Nähe“ zeigt fotografische Arbeiten von achtzehn jungen Fotografinnen und Fotografen aus zehn Ländern der arabischen Welt. Die Arbeiten sind 2013 und 2014 im Rahmen von Workshops entstanden. Die Workshops, geleitet von deutschen und arabischen Fotografinnen und Fotografen, fanden in Casablanca, Algier, Tunis, Alexandria, Kairo, Beirut, Ramallah, Amman, Khartum, Erbil und Dubai statt, veranstaltet von den Goethe-Instituten und ihren zahlreichen lokalen Partnerorganisationen.

Aus elf Städten in Nordafrika und dem Nahen Osten stammen die Fotografinnen und Fotografen, deren Arbeiten in der Ausstellung „Hier in der Nähe“ gezeigt werden.

geboren 1992 in Casablanca, Marokko, lebt in Casablanca. Er arbeitet als Fotograf in Marokko und studiert seit 2012 am Collège LaSalle in Marokko.
Zur Facebookseite von Othman Benjakkal

Statement
Vom Fenster aus sah ich eine bettelnde Frau. Ich folgte ihr, um sie zu fotografieren, aber sie gab mir zu verstehen, dass sie das nicht wolle, denn die Fotos würden ihr nicht zu einem besseren Leben verhelfen. Sie fügte hinzu, ich könne stattdessen den Ort, an dem sie lebt, fotografieren, das würde ausreichen, um ihr erbärmliches Leben darzustellen. Mich hat das sehr bestürzt, daher tat ich, was sie mir vorschlug.
 
geboren 1992 in Abidjan, Elfenbeinküste. Er studiert an der Ecole Supérieure des Arts Visuels de Marrakech (ESAV)

Statement
Ich hatte nicht die Absicht, verfallende Gebäude zu fotografieren. Ich wollte die Geschichten zu diesen Gebäuden erzählen, herausfinden, welche Geschichten die Gebäude selbst preisgeben über das, was sie früher einmal waren, und das, was sie in dem Moment waren, als ich sie fotografierte. Ich wollte zeigen, wie die Menschen, die hier leben, damit umgehen.
geboren 1992 in Algier, lebt in Paris, Frankreich, und Algier, Algerien). Sie studierte Kunstgeschichte an der Université Paris IV Sorbonne und studiert derzeit Sozialanthropologie an der EHESS in Paris. Haouati arbeitet an einem Forschungsprojekt zur kolonialen Ikonografie
awelhaouati.blogspot.fr

Statement
Die Serie Absences entstand im Heimatdorf meiner Großeltern in Algerien. Ich fotografierte in dem alten Haus, das mein Großvater gebaut hat. Die Schäden und Verfallserscheinungen faszinierten mich ebenso wie die Wirkung, die die Zeit auf das größtenteils leer stehende Gebäude ausgeübt hatte, in dem wir nur einmal im Jahr drei oder vier Tage lang wohnten. Ganz spontan hielt ich ein paar Szenen und Kompositionen fest, in denen die Anwesenheit einer Person sich nur andeutete – jemand ist hier gewesen. Inzwischen benutze ich das Wort „absence“ auch für Momente, in denen sich etwas in der Schwebe befindet.
geboren 1975 in Jerissa, Tunesien, lebt in Tunis. Er studierte unter anderem bildende Kunst an der Ecole des beaux-art in Tunis mit Schwerpunkt Fotografie. Seit 2003 ist Marzougui Lehrer am Ausbildungszentrum für künstlerische Berufe in Nabeul und arbeitet als freier Fotograf.
Zur Facebookseite von Tarek Marzougui

Statement
In den Großstädten Tunesiens hat die Médina immer die Seele unserer Identität und Geschichte beherbergt, sie hat ihre Lebendigkeit bewahrt und sich mit den in ihr lebenden Menschen weiterentwickelt. Die Altstadt besteht aus vielen engen Gassen, die Menschen leben hier nah beieinander. Müll und alte hinterlassene Gegenstände sind ein Teil von ihr geworden. Durch meine Fotoserie ziehen sich diese Verknüpfungen, zugleich aber ist eine Art Distanz oder Abscheu zwischen der Médina, ihren Bewohnern und ihren Altlasten spürbar. Ich wollte diesen Widerspruch aufzeigen, weil die Altstadt in ihrem eigenen Müll erstickt und damit auch ihr Beitrag zu unserer Identität gefährdet ist.
1987 in Tunis, lebt in Tunesien und Deutschland. Er studierte bildende Kunst mit Schwerpunkt Fotografie an der University of Carthage in Nabeul, Tunesien, und arbeitet seit 2009 als Filmset- und Eventfotograf.

Statement
Die Müllmänner von Tunis arbeiten unter den schlechtesten Bedingungen. Der Müll liegt auf der Straße, Besen sind kaum vorhanden, alles wird mithilfe von Kartons aufgesammelt und auf kleine Schubwagen geladen. Für einige Männer ist diese Stelle die letzte Rettung: Viele von ihnen sind krank, haben keine abgeschlossene Ausbildung oder sind das einzige Familienmitglied, das Geld verdient. 2012 streikten die Müllmänner mehrere Wochen lang und forderten höhere Löhne, die in der Folge um elf Prozent angehoben wurden. Der Mindestlohn in Tunesien beträgt 350 Dinar, umgerechnet 175 Euro. Ein Müllmann verdient ungefähr 290 Dinar und dafür arbeitet er mindestens zehn Stunden täglich.
1988 in Alexandria, Ägypten, lebt in Alexandria und Zierikzee, Niederlande. Er studierte Wandmalerei an der Kunstfakultät der Alexandria University. Aboukelila nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen in Ägypten, Griechenland, Italien, Katar, der Slowakei und Türkei teil. Er arbeitet als freischaffender Fotograf und Assistent an der Kunstfakultät der Alexandria University.
www.karimaboukelila.com

Statement
Menschen, die sich am falschen Ort befinden – das ist ein vertrautes Bild im ägyptischen Alltag: Arme und Obdachlose in der Nähe von Luxusarchitekturen oder schicken Autos. Ich wollte dieses Bild umdrehen.
1985 in Kairo, lebt in Kairo, Ägypten. Sie studierte Betriebswirtschaft an der Helwan University in Kairo. Seit 2011 wurden ihre abstrakten und konzeptuellen Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen gezeigt.
maialshazly.wix.com/maialshazly

Statement
In den Metropolregionen wie Kairo gibt es wenig Grün. In den Städten versucht man, die Pflanzen in Gewächshäusern, überdachten Gärten, unter transparenten Planen und Netzen vor dem alles überdeckenden Beton und der Verschmutzung zu schützen. Es sind kleine ruhige Nischen zwischen Lärm und Gedränge, aus denen ich nach draußen schaue und durch die dünnen Häute fotografiere. Ich sehe zwei verschiedenen Welten, die nebeneinander existieren: innen und außen.
geboren 1983 in Kuwait-Stadt, lebt in Kairo, Ägypten. Sie hat einen Masterabschluss von der Princeton University, USA, in Architektur und Urbanistik. 2011 gründete sie das Studio Meem, ihre Projekte wurden national und international gezeigt und ausgezeichnet. Moursi arbeitet an diversen Publikationsprojekten (z. B. Sidewalk Salon: 1001 Street Chairs of Cairo), ihre Texte werden in verschiedenen Magazinen und Tageszeitungen publiziert.
www.studiomeem.me

Statement
Eingekeilt zwischen Überführungen, Autobahnausfahrten und Metrostationen finden sich die kleinen Anlagen mit Karussells und Riesenrädern. Sie wirken wie Versatzstücke aus Träumen, die sich gegen die sie umgebende Realität aus Beton absetzen. Ich wollte die Spannungen in der Stadt zwischen privatem und öffentlichem Raum darstellen; die kleinen „Vergnügungsparks“ gehören zu den vielen inoffiziellen Initiativen, die die Straßen Kairos lebendig machen. Trotz der allgemeinen Vorstellung, wonach Kairo nicht genügend öffentlichen Raum zu bieten hat, existieren solche Räume in ganz verschiedenen Ausformungen – und werden der Stadt immer wieder abgetrotzt.
geboren 1985 in Kairo, Ägypten, lebt in Kairo. Sie studierte alteuropäische Kultur an der Kunstfakultät der Ain Shams University in Kairo.
www.flickr.com

Statement
Die Produktverpackungen, die ich fotografiert habe, präsentieren sich in artifiziellem Grün. Doch die Produkte selbst enthalten fast gar keine „grünen“, natürlichen Substanzen. Wahrscheinlich stecken sie voller künstlicher Aromen, synthetischer Duftstoffe und schädlicher Chemikalien. Nur zwei der Produkte sind irgendwie als natürlich zu bezeichnen, weil sie so zu benutzen sind, wie sie daherkommen, zum Beispiel der grüne Limonensaft. Das stimmt einen, als Konsumenten, nachdenklich.
geboren 1988 in Kairo, Ägypten, lebt in Kairo. Sie studierte angewandte Kunst an der Helwan University in Kairo und ist seitdem als freie Fotografin tätig. Ihre Arbeiten bewegen sich im Feld der Street Photography und Selbstinszenierung. Mounir hat an verschiedenen internationalen Ausstellungen und Künstlerresidenzen teilgenommen.
www.nadiamounier.com

Statement
Meine Arbeit wirft einen kritischen Blick auf die urbane Entwicklung Kairos und thematisiert die Beziehung zwischen Konsumgesellschaft und städtischem Raum. Mithilfe der Fotografie untersuche ich das paradoxe Verhältnis der verlassenen, natürlichen Stadtlandschaften und der sich immer weiter ausdehnenden Bebauung der Metropole. Dafür wollte ich Sujets finden, die sich symbolisch miteinander verknüpfen. Fotografien an sich erklären nur wenig, aber in ihrer Anordnung und Gegenüberstellung können sie weit mehr andeuten.
geboren 1987 in Omdurman-Khartum, Sudan, lebt in Omdurman. Er studierte Multimedia an der El Mashreq Hochschule für Wissenschaft und Technologie in Khartum.

Statement
„Ist dir klar, was es bedeutet, einen Klumpen Ton zu nehmen und ihn so zu formen, wie es dir gefällt? Du bedienst das Schwungrad, das Material dreht sich wie eine verrückte Person im Kreis, während du dich darüber beugst und sagst: Ich mache aus dir einen Topf, einen Teller oder einen Kerzenhalter, was immer ich eben machen will. Das macht einen zu einem menschlichen Wesen: die Freiheit.“ (Nikos Kazantzakis, Alexis Sorbas, 1946)
geboren 1987 in Nablus, Palästina, lebt in Jerusalem. Er arbeitet als Grafikdesigner.

Statement
Am Rande Jerusalems Trotz der Tatsache, dass ich in einem Vorort Jerusalems lebe und arbeite, war ich in den letzten 14 Jahren nur ein einziges Mal im Zentrum der Stadt. Natürlich ist das merkwürdig! Grund dafür ist die israelische Sperranlage, die Jerusalem von seinen arabischen Wohngegenden abschneidet. Diese Wohngegenden unterstehen weder palästinensischer noch israelischer ziviler oder polizeilicher Autorität und werden stattdessen sich selbst überlassen. Diese Fotographien dienen als persönlicher Ausdruck und Antwort auf die Israelische Mauer.
geboren 1984 in Amman, Jordanien, lebt in Amman. Er studierte Grafikdesign und arbeitet seit 2005 als Gestalter, seit 2010 belegt er Fotografiekurse. Alaaeddin nahm an Ausstellungen in Amman und Amsterdam teil.
Er studiert an der Ecole Supérieure des Arts Visuels de Marrakech (ESAV)

Statement
Die Wasserknappheit in Jordanien ist ein Problem, an dem wir schon seit Jahren leiden und das immer gravierender wird. In den Tälern erstrecken sich zahlreiche Talsperren, die die Hauptwasserquelle für die Landwirtschaft darstellen und auf die sich die Bauern zu hundert Prozent verlassen. Aufgrund des geringen Niederschlags, der wiederum die Talsperren speist, verzeichnen die meisten von ihnen aber sinkende Wasserpegel. Mir ist die Umwelt wichtig, daher sind auch die Talsperren für mich von Bedeutung. Und vom ästhetischen Standpunkt unterscheiden sie sich nicht vom Anblick des Meeres oder eines Flusses.
geboren 1970 in Amman, Jordanien, lebt in Amman. Manasrah studierte Modedesign und arbeitet seit 1988 in dieser Branche. Seit 2012 nimmt er an Fotoworkshops teil und war bislang in zwei Gruppenausstellungen in Amman vertreten.

Statement
Al-Haddsch Ali Ahmad Muhammad Abu Safi, 81 Jahre, Ijlil im Bezirk Yaffa – südliches Schona, Jordanien. Der Haddsch Ali stammt aus dem Dorf Ijlil in Yaffa, am Meer. Er war fünfzehn Jahre alt, als die palästinensische Bevölkerung 1948 von dort fliehen musste. Die Familie ließ alles zurück und ging nach Nablus, von wo sie weiter nach Jordanien floh. Mit seiner Mutter, seinem Bruder und seiner Tante ließ er sich in provisorischen Häusern nieder, immer in der Hoffnung, eines Tages in die Heimat zurückzukehren. Doch sie blieben. Im Jahr 1966 öffnete der Haddsch Ali einen kleinen Lebensmittelladen. Heute hat er drei Söhne und fünf Töchter und mit allen Enkeln und Urenkeln 120 Nachkommen. In seiner Wohnung hängt eine Karte Palästinas. Noch immer bittet er Allah, nach Ijlil zurückkehren zu können.
geboren 1980 in Ramallah, Palästina, lebt in Ramallah. Er studierte Betriebswirtschaft und Informatik an der Al-Quds University in Ost-Jerusalem. Seit 2011 arbeitet er als freier Fotograf.

Statement
Der Gang durch das Feuer
Alles hier spricht von Alter und gleichzeitig auch von Wandel. Die Dinge verändern sich durch das brennende Feuer, als wären sie fortwährend auf der Suche nach einer bestimmten Form. Hier finden wir den Hammer, die Zange und die Luft in der Dunkelheit. Sie sind Teil der Geschichte über Sand, über eine Faust und über Furcht. Es ist die Geschichte von Sand, der geformt wird von einer erfahrenen Faust, die seit hunderten von Jahren dieses Handwerk ausübt, die sich genauso an die Furcht wie an das Handwerk gewöhnt hat. Eine Furcht, die Kreativität erschafft und in ihr fortlebt.
geboren 1981 in Beirut, Libanon, lebt in Beirut. Er studierte Architektur an der Beirut Arab University und arbeitet seit 2006 als Fotojournalist für die Tageszeitung Al Akhbar. Tahtah nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen im In- und Ausland teil, seine erste Einzelausstellung fand 2011 statt.

Statement
Nach dem Ende des Bürgerkriegs, 1990, begann in Beirut die Ära des Wiederaufbaus. Der bestand hauptsächlich darin, die alten Gebäude abzureißen und auf den Trümmern wahllos neue zu errichten. Während der großen Bauperiode ist die Stadt mit Tonnen von Zement überflutet worden. Heute sind Grünflächen beinahe ausgestorben, sowohl in den armen wie in den reichen Vierteln um Beirut herum. Meine Fotografien wollen einen Einblick geben und zeigen, wie sich die Bebauung auf verschiedene Teile der Stadt ausgewirkt hat.
geboren 1981 in Erbil, Irak, lebt in Erbil. Er arbeitet als Fotojournalist für regionale Zeitungen im kurdischen Teil des Iraks sowie für die irakische Fotoagentur Metrography und war in mehreren Gruppenausstellungen im Irak und in Syrien vertreten.

Statement
Seit 2012 sind beinahe 200000 Flüchtlinge aus Syrien über die irakische Grenze bei Fish Khabour gekommen. Dort bieten Flüchtlingslager ihnen Schutz. In Kawargosk sind 15000 Flüchtlinge untergebracht, die meisten von ihnen kurdischer Abstammung. Die humanitären Bedingungen in den Camps sind im Großen und Ganzen gut, dank der Versorgung mit ausreichend sauberem Wasser. Nicht nur als Trinkwasser ist es Gold wert, es sichert die Hygiene und beugt Krankheiten vor, die gerade in den überfüllten Lagern oft ein Problem darstellen.
geboren 1987 in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, lebt in Abu Dhabi. Sie studierte an der Fakultät für Architektur, Kunst und Design der American University in Sharjah. Yousef Khalifa war Teilnehmerin an Kulturaustauschprogrammen in Großbritanien sowie zahlreichen Fotoworkshops. Ihre Arbeiten wurden 2009 erstmals auf der Art Dubai gezeigt.

Statement
Ich interessiere mich dafür, wie sich Orte verändern, was gebaut und zerstört wird, und dokumentiere die Überreste des Alten inmitten des neu Entstehenden. Dabei halte ich mich über einen längeren Zeitraum immer wieder in einem Gebäude auf und höre zu, was die Leute über diesen Ort erzählen, welche Erinnerungen sich zwischen diesen Wänden angesammelt haben. Jedes Objekt im Haus erzählt seine eigene Geschichte, seien es hinterlassene Möbel oder Reste von Tapeten.