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Radionists 2019-20
Video: Goethe-Institut Ramallah

Radionists 2019-20

Die Mehrheit der palästinensischen Bevölkerung  hört Radio und doch ist eine kulturthematische Medienberichterstattung in keinem unabhängigen, lokalen Kulturradioprogramm vertreten. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partner*innen baut das Goethe-Institut in Ramallah über die nächsten zwei Jahre ein Kulturradioprogramm auf, um für und mit der lokalen Kulturszene nachhaltige und freie „Hör-räume“ zu schaffen. Unter dem Motto Wir können uns nicht sehen, aber hören ist es Ziel, mit Hilfe von zukunftsorientierten Hörfunktechniken der Schwierigkeit eines Zusammenkommens in der fragmentierten Geografie entgegenzuwirken.

Zu unseren Veranstaltungen// To our events

Das Goethe-Institut Ramallah entwarf als ersten Schritt eine konzeptionelle Strategie für ein kulturelles Radioprogramm. In der Vorprojektphase wurde dazu eine qualitative Studie durchgeführt, um den aktuellen Stand kritischer Kulturberichterstattung im Radiowesen herauszufinden. Dazu wurden im Juni und Juli 2019 im Westjordanland, im Gazastreifen sowie in Ostjerusalem Fokusgruppentreffen mit Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen, wie Hörfunk, Journalismus und aus der lokalen Kunst-und Kulturszene abgehalten, um Bedürfnisse und Anforderungen für ein unabhängiges Radioprogramm mit Schwerpunkt auf Kunst und Kultur zu ermitteln. Anhand eines Fragenkataloges äußerten sie ihre Ideen, Wünsche, Bedenken und Erfahrungen für ein solches Programm.

Die Mehrheit der palästinensischen Bevölkerung hört Radio. Allerdings ist bisher eine kulturthematische Medienberichterstattung kaum vorhanden. Unter dem Motto Wir können uns nicht sehen, aber hören baut das Goethe-Institut Ramallah  gemeinsam mit lokalen Partnern und Partnerinnen ein Kulturradioprogramm auf. Somit werden freie „Hör-Räume“ geschaffen, die die geografische Fragmentierung und damit verbundene Hürden zu überwinden versuchen. Mit Hilfe von  zukunftsorientierten Hörfunktechniken soll ein Programm entworfen werden, das Berichte über die palästinensische Kunst- und Kulturszene in das Westjordanland, den Gazastreifen und Ost-Jerusalem sendet. Die Nachhaltigkeit des Projekts soll über die Entwicklung von Kompetenzen garantiert werden, um ein dauerhaftes, unabhängiges und lokal koordiniertes Kulturprogramm zu kreieren. Außerdem ist der Aufbau von bilateralen Beziehungen zwischen deutschen und palästinensischen Radiojournalist*innen ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Unter anderem sollen Inhalte auch in deutschen Radiosendern ausgestrahlt werden.
 
Mit der Veranstaltungsreihe Overtones: On How to Listen, welche von Lara Khaldi kuratiert wird, fand vom 10. bis 13. Oktober in den Räumlichkeiten des Beit Al Sa‘i im Herzen Ramallahs die Auftaktveranstaltung statt. Overtones umfasst eine Reihe von Veranstaltungen: Das Symposium thematisierte, inwiefern unterschiedliche Hörpraktiken, audiotechnische Werkzeuge und die Verstärkung oder das Fehlen des Sprechens im Kontext Palästinas wirken. Zu den Gesprächsthemen zählten die Geschichte und Gegenwart des Radios sowie Schweigen als Methode des Widerstands. Eine Reihe von Workshops lud (angehende) Radionist*innen ein, über Geräusche und Klänge in Palästina zu berichten und Gemeinschaftsprojekte rund um Musik und Klang zu erschaffen. In zwei eigens von Shayma Nader und Dina Shilleh in Auftrag gegebenen „Hör-Führungen“ wurde die Praxis des Abhörens zwischen Überwachung und Auflehnung untersucht. Die Touren fanden außerhalb von Ramallah statt.

Einen darauffolgenden zweiten Teil von Overtones wird es vom 21. bis 23. November geben. 
 

Donnerstag, 10. Oktober 2019

10:00-11:00 Uhr – RADIONISTS und Overtones mit Lara Khaldi, Yara Abdulhamid und Mona Kriegler | Pressekonferenz mit anschließender Kuratorentour
Veranstaltungsort: Bibliothek des Deutsch-Französischen Kulturzentrums, Ramallah
 
11:00-13:30 Uhr – Radio Production for Beginners | Workshop mit Ruben Jonas Schnell
Veranstaltungsort: Bait Al Sa’i, Ramallah Tahta
 
18:00-21:00 Uhr – Overtones: On How to Listen | Ausstellungseröffnung
Mit Lawrence Abu Hamdan, Hiwa K, Maha Maamoun, Noor Abed, Shayma Nader, Joel Spring, Susan Schuppli, u.v.m.
Veranstaltungsort: Galerie des Deutsch-Französischen Kulturzentrums, Ramallah
 
19:30 Uhr – Etherography | Neue Performance für das Radio von Dirar Kalash
Veranstaltungsort: Galerie des Deutsch-Französischen Kulturzentrums, Ramallah

Freitag, 11. Oktober 2019

11:00–19:30 Uhr – Can you hear while listening? | Workshop mit Eleftherios Krysalis und Nathalie Singer
Veranstaltungsort: Bait Al Sa’i, Ramallah Tahta

Samstag, 12. Oktober 2019

15:00-21:30 Uhr – Overtones: Conference on the Politics of the Voice, Sound and Listening
Mit Dirar Kalash, Ma’n Abu Taleb, Amira Silmi, Nathalie Singer, Shaira Vadasaria, u.v.m.*
Veranstaltungsort: Bait Al Sa’i, Ramallah Tahta
*Die Konferenz wird simultan übersetzt.

Sonntag, 13. Oktober 2019

15:45-18:15 Uhr – A prepared space | Ortsspezifische Hörreise und Komposition von Dina Shilleh, kuratiert von Maya Khaldi
Veranstaltungsort: Kufr Aqab*
*Treffpunkt am Goethe-Institut (Al-Salam Str. 12 in Ramallah). Transport wird bereitgestellt.

Für das Jahr 2020 sind Meisterklassen für zukünftige „Radionist*innen“ rund um das Thema kritische Kulturberichterstattung in Planung. Sie werden zusammen von lokalen, regionalen und internationalen Expertinnen und Experten geführt. Im zweiten Halbjahr 2020 werden die Sendeinhalte mit Schwerpunkt auf kritische Kulturberichterstattung und der lokalen palästinensischen Kunst- und Kulturszene im Westjordanland, dem Gazastreifen und in Ost-Jerusalem produziert. Gesendet werden sie gegen Ende des Jahres über verschiedene digitale Medienplattformen sowie lokale und deutsche Radiosender.
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