Museen

Zwei Personen ordnen beschriftete Haftnotizen an einer Pinnwand mit Konzeptideen; daneben ein Poster des Goethe‑Instituts. Goethe-Institut | © Bemnet Fekadu

Die African-European Museum Partnership (AEMP) ist eine fünfjährige Initiative, die ein Netzwerk von Museen in Subsahara‑Afrika und Europa zusammenbringt. Ziel ist es, gemeinsam Ausstellungen zu entwickeln, Sammlungen zu stärken und die nächste Generation von Museumsfachleuten zu fördern. Sie steht für einen grundlegenden Wandel in der Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa im Kulturbereich. Statt einer einseitigen Weitergabe von technischem Wissen haben wir ein Programm aufgebaut, das afrikanische Museen und Fachkräfte ins Zentrum stellt – sie konzipieren gemeinsam die Projekte, führen die Antragstellung an und bestimmen die inhaltliche Agenda.

Die AEMP fördert Partnerschaften zwischen Museen auf der Grundlage von Co‑Creation, gleichberechtigter Teilhabe und der gemeinsamen Weiterentwicklung kultureller Narrative zwischen zwei Kontinenten. Dies geschieht entlang von drei eng miteinander verknüpften Säulen: Ausstellungen, Sammlungen und Empowerment. Das Programm stellt sicher, dass afrikanische Museen und Fachkräfte die treibenden Akteure ihrer eigenen Entwicklung bleiben.

Unsere Ausstellungssäule definiert neu, was Co‑Creation bedeutet. Museen bewerben sich in Konsortien über offene Ausschreibungen und entwickeln Projekte gemeinsam – von der ersten Idee bis zur finalen Ausstellung. Die Förderung umfasst sowohl nachhaltige Verbesserungen bestehender Sammlungen in afrikanischen Institutionen als auch neue, gemeinsam kuratierte Wechselausstellungen im Netzwerk. Dabei investieren wir ebenso in den Prozess wie in das Ergebnis, denn die während der Zusammenarbeit entstehenden professionellen Beziehungen sind ein zentraler Wert an sich.

Die Arbeit im Bereich Sammlungen stellt sich den grundlegenden Fragen des Sektors: Wer hat dieses Objekt erfasst? Wer hat Zugang dazu? Welche Möglichkeiten eröffnet die Digitalisierung – und für wen? Gefördert wird der gesamte Lebenszyklus des Sammlungsmanagements, von Konservierung und Inventarisierung über gemeinsame Provenienzforschung bis hin zur Einbindung von Communities. Ziel sind lebendige, aktiv genutzte Sammlungen.

Unsere Empowerment‑Säule ist die wichtigste langfristige Investition: Stipendien von bis zu neun Monaten für Museumsfachleute in Subsahara‑Afrika, ein „Professional Peer Learning Fund“, der Ressourcen direkt in die Hände von Praktikerinnen und Praktikern legt, Think Tanks, in denen Museumsleitungen gemeinsam strategische Fragen einer neuen afrikanischen Museologie erörtern, sowie gemeinsame Lernprogramme über Disziplinen, Karrierestufen und Sprachräume hinweg.

Museumspartnerschaft Lancierungsveranstaltung

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